Mit 83 Jahren gestorben Trauer um Fritz Schütt

Große Verdienste bei der Bremer Turnvereinigung 1877. 2017 bekam er das Bundesverdienstkreuz, auch das Basbeall-Stadion wurde nach ihm benannt.
19.02.2021, 05:00
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Trauer um Fritz Schütt
Von Mathias Sonnenberg

Sein Name war besonders verbunden mit dem Baseball. Mit Begeisterung und Engagement trieb Fritz Schütt als Vorsitzender der Bremer Turnvereinigung von 1877 den Auftritt der Dockers und der Sparte voran. 2017 wurde ihm für sein Wirken eine besondere Ehre zuteil: Das Baseball-Stadion im Henschenbusch im Peterswerder wurde zum „Fritz-Schütt-Stadion“ – als Dank für das Engagement für eine Sportart, die in Bremen lange Jahre ein Schattendasein fristete. In der Arena traf man Schütt in den letzten Jahren zu den Heimspielen seiner Dockers, meist gemeinsam mit seiner Frau Hannelore. Anfang Februar ist Fritz Schütt im Alter von 83 Jahren nach kurzer Krankheit gestorben.

In einem Jahr hätte er seine vierzigjährige Mitgliedschaft bei der BTV 1877 gefeiert. Jenem Verein, den er geprägt hat wie keiner anderer, auch wenn er erst als 43-Jähriger Mitglied im Verein wurde. Seine Frau Hannelore war zu dem Zeitpunkt bereits zehn Jahre lang aktives BTV-Mitglied in einer Turngruppe. Weil auch Gatte Fritz dort mitturnen wollte, wurde flugs die „Ehepaar-Turngruppe“ gegründet. Schnell ließ Schütt sich zum stellvertretenden Abteilungsleiter „Allgemeiner Turnbetrieb und Freizeitgestaltung“ wählen – der Beginn seiner Funktionärs-Laufbahn. Im Februar 1991 wurde Schütt erstmals zum BTV-Vorsitzenden gewählt. Seine Ziele erreichte er schnell: Größere Bekanntheit des Vereins im Stadtteil, Aufbau einer Geschäftsstelle.

Leidenschaftlich trieb er den Ausbau das Baseball-Sparte voran, der Dockers. Dafür wurde der Sportplatz Henschenbusch zu großen Teilen in ein echtes Baseballstadion umgebaut. Die Dockers bilden noch heute als Baseballsparte das Alleinstellungsmerkmal für ganz Bremen. Fritz sorgte bei der BTV für vielseitigen Sport: Kooperationen sorgten für Angebote für übergewichtige Kinder und Jugendliche, er war Mitbegründer und Sprecher des „Runden Tisches“ der Vereine in der Pauliner Marsch. 2005 gab er aus gesundheitlichen Gründen den BTV-Vorsitz ab, kam nach drei Jahren aber als Vorsitzender wieder zurück und führte den Verein dann weiter bis 2017. In diesen Jahren stellte er im Verein die digitalen Weichen, öffnete die Vereinsgastronomie und organisierte etliche Veranstaltungen. 2017 wurde ihm für seine Verdienste das Bundesverdienstkreuz verliehen. Bis zuletzt turnte Fritz Schütt mit seiner Frau in der „Er & Sie Gruppe“, auch Tischtennis spielte er regelmäßig.

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