Fritz Cronjäger reist aus Kanada an

Treffen der Radsport-Senioren

Bremen. Das traditionelle Treffen der Bremer Radsportsenioren scheint für die ehemaligen Cracks interessanter denn je zu sein, denn bei der jüngsten zehnten Auflage wurde mit 35 Teilnehmern die bisher höchste Beteiligung dieses jährlichen Treffens verzeichnet.
26.04.2012, 05:00
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Von Rainer Jüttner

Bremen. Das traditionelle Treffen der Bremer Radsportsenioren scheint für die ehemaligen Cracks interessanter denn je zu sein, denn bei der jüngsten zehnten Auflage wurde mit 35 Teilnehmern die bisher höchste Beteiligung dieses jährlichen Treffens verzeichnet.

Die weiteste Anreise hatte wieder Fritz Cronjäger aus Kanada. Länger unterwegs war allerdings Jens Trauer (67), der mit dem Rad aus Stralsund anreiste und inzwischen auch die Rückfahrt gemeistert hat. Bei Jens Trauer und seinem Bruder Ingo (2. Vorsitzender der RRG) ist das nicht aussergewöhnlich, da sie große Erfahrung auf Langstreckentouren wie Bremen-Nordkap, Bremen-Nordafrika oder USA-Querung per Rennrad haben. Durch berufliche Belastung sind den beiden nicht die Erfolge wie Hans-Peter Jakst vergönnt gewesen, der auch diesmal wieder noch nicht bekannte Stories aus dem Leben eines echten Berufssportlers erzählen konnte. Gerne wird dabei auch von Rudi Altig erzählt, der als Trainer bei nicht so erfolgreichen Renneinsätzen, die Rückreise per Rennrad anordnete, was auch heute sicherlich noch bei manchen Sportlern eine sinnvolle Maßnahme wäre.

Erstmals dabei war der ehemalige Vorsitzende des RSC Vegesack, Herbert Scheffler, der mit seiner Mountain-Bike-Tour durch Costa Rica vom Golf von Mexico an den Pazifik zu interessieren wusste, den grossen Radsport mit den Spitzenprofis Klöden und Hondo nach Vegesack holte und auch für die Anfänger immer ein offenes Ohr hatte.

Ekkehard Teichreber ( Ex-Vizeweltmeister im Radcross) war wie immer ein guter und interessierter Zuhörer. Wenn Harry Tamsen oder Siegfried Schnabel (Jahrgang 1923) über das Rennen "Bremen-Hannover-Bremen" mit Ziel an der Ochtumbrücke in Kattenturm erzählten, waren die jetzt ins Pensionsalter kommenden Nachrücker faszinierte Zuhörer, hatte sich zu ihrer aktiven Zeit in den 60ern der Sport doch schon vollständig gewandelt.

Organisator Heinz Bandener konnte nach 51 Jahren aktiven Radrennsports zum Karriereende von den Erfolgen bei der Straßen-Weltmeisterschaft (3. Platz), Bahn-WM (Scratch 4. Platz) und Bahn EM (Scratch 2. Platz) berichten. (Scratch ist ein Kurzdistanzrennen mit 15 bis 20 Teilnehmern auf der Bahn und wird auf Endspurt gefahren). Bandener war damit aber nicht der Rekordhalter in Bezug auf aktiven Rennsport. Vereinskollege Wolfgang Harter (Cloppenburg), seit vielen Jahren für den RV Huchting startend, hat noch drei Jahre mehr Erfahrung und sich jetzt einer niederländischen Vereinigung angeschlossen, die den in Holland sowieso populären Radsport auch für Senioren weiter vorantreibt. Auch das Verhalten von Radfahrern im Straßenverkehr, Regelungen bezüglich Radwegbenutzung und Helmpflicht waren ebenfalls wieder Thema, zumal Bernd Lange (ehemaliger Technischer Leiter des Sechstagerennens) nach zwei Jahren noch immer nicht gänzlich von seinem unverschuldeten Radwegunfall genesen ist.

Für das nächste Treffen am 5. April 2013, erwartet Heinz Bandener noch mehr Teilnehmer, da unter anderem auch weitere Adressen von jüngeren Ehemaligen bekannt wurden, die jetzt eingeladen werden sollen.

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