Fußball-Bremen-Liga

TSV Wulsdorf gibt auf

Bremen. In absehbarer Zeit spielt der TSV Wulsdorf keine Rolle mehr in der Bremen-Liga. "Es hat einfach keinen Zweck mehr", erklärt Günter Frese, Abteilungsleiter des TSV Wulsdorf.
09.01.2013, 05:00
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Von Stefan Freye

Bremen. Der TSV Wulsdorf wird womöglich noch einmal auf der höchsten Ebene des Bremer Fußballs auftauchen – in absehbarer Zeit spielt der Klub aus Bremerhaven allerdings keine Rolle mehr in der Bremen-Liga. Denn die Verantwortlichen verzichten auf die weitere Teilnahme der Mannschaft in der fünften Spielklasse.

Nachdem das Team des TSV in der Hinrunde ein paar deftige Niederlagen kassierte hatte, hatte sich die Situation zuletzt weiter verschärft. "Es hat einfach keinen Zweck mehr", erklärt Günter Frese, Abteilungsleiter des TSV Wulsdorf.

Da er die 1. Herren nicht einfach zurückziehen kann (das ist lediglich bei einer untersten Mannschaft möglich), wird sie nun drei Mal nicht zu einem Punktspiel antreten – und danach automatisch vom Spielbetrieb ausgeschlossen. "Schade, aber damit müssen wir wohl leben", sagt Heinz Günter Schmidt, Vorsitzender des Verbandsspielausschusses.

Vermutlich ging es tatsächlich nicht anders. Im November, als die Niederlagen in zweistelliger Höhe bereits ernsthafte Zweifel an der Konkurrenzfähigkeit des TSV Wulsdorf aufkommen ließen, hatten sich die Verantwortlichen noch Hoffnungen gemacht. Ein paar gesperrte Spieler würden zurückkehren, und man wollte sich in der Winterpause verstärken. Doch daraus wurde nichts. "Uns haben zuletzt noch sechs, sieben Spieler verlassen", berichtet Frese von weiteren Abgängen.

Den "ganzen Dezember" über hatten er und seine Kollegen versucht, einen Neustart vorzubereiten. Am Ende blieb die Erkenntnis, dass es nicht reichen würde – zumal auch die Kicker aus der 2. Herren nicht infrage kamen für Einsätze in der Bremen-Liga. Nun steht der TSV Wulsdorf als erster Absteiger fest, alle Partien des Schlusslichts werden aus der Wertung genommen.

Daneben erwartet die Wulsdorfer eine Strafe für die geplanten Nichtantritte. Nachdem der Verband das Höchstmaß pro verpasstem Spiel vor drei Jahren von 150 auf 1000 Euro heraufgesetzt hatte, könnte es teuer werden. "Wir werden es auch in diesem Fall wahrscheinlich staffeln, haben uns über die Höhe aber noch keine Gedanken gemacht", sagt Heinz Günter Schmidt. Am Ende könnte die Situation des Vereins allerdings eine mildernde Rolle spielen.

Beim TSV Wulsdorf wird man sich nun Gedanken machen, in welcher Liga die 1. Herren zukünftig antreten soll. Günter Frese: "Vielleicht schaffen wir den Neustart in der Landesliga, aber das kann man ja nie voraussehen."

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