Bremer Fußball-Schnack TuS Schwachhausen hat einige Baustellen

Die Qualität der Mannschaft, der Zustand der Sportanlage und die Frage nach einem neuen Trainer: Der Bremen-Ligist muss in den kommenden Wochen für den Fall eines Regionalliga-Aufstiegs einige Dinge abarbeiten.
05.02.2020, 13:47
Lesedauer: 3 Min
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Von Stefan Freye

Die Gedankenspiele gibt es: Als Tabellenzweiter – mit einem Rückstand von nur drei Punkten auf den FC Oberneuland – beschäftigt sich der TuS Schwachhausen natürlich mit der Möglichkeit eines Aufstiegs in die Regionalliga Nord. Es wäre vermutlich auch recht fahrlässig, würde es sportlich zumindest für die Aufstiegsrunde reichen, aber an einer entsprechenden Vorbereitung fehlen. Allerdings geht der TuS mit etwaigen Planungen „sehr entspannt“ um, wie Abteilungsleiter Christof Frankowski betont: „Wir warten erst einmal ab.“ Zunächst soll dem Team ein guter Start in die zweite Saisonhälfte gelingen, und dazu zählt auch das direkte Duell mit dem FCO am 1. März. Läuft sportlich alles glatt, geht es um die anderen Voraussetzungen: die Finanzen und die Spielstätte. So müsste der TuS seinen aktuellen Etat vervielfachen und ganz nebenbei noch ermitteln, ob sich – etwa mit Hilfe mobiler Tribünen – tatsächliche eine Regionalliga taugliche Anlage herstellen ließe. „Wenn wir dann sehen, wir können was machen, dann machen wir das“, sagt Christof Frankowski. Er hat derzeit allerdings noch ganz andere Sorgen: Nachdem feststeht, dass Trainer Benjamin Eta im Sommer zum Bremer SV wechseln wird, läuft die Suche nach einem Nachfolger des erfolgreichen Coaches. „Daran hängt eine Menge, deshalb gibt es im Moment 1000 Fragezeichen“, so Frankowski.

Der BSC Hastedt verstärkt sich mit einem weiteren Stürmer: Nach Danjo Luntang (TuS Schwachhausen) wechselt nun auch Aladji Barrie zum Jacobsberg. Der Zugang vom TB Uphusen ist allein deshalb interessant, da der BSC seinen Toptorjäger Kai Schmidt ja gerade erst an den niedersächsischen Oberligisten abgegeben hatte – die Klubs haben quasi einen Tausch vollzogen. Nun gilt auch Barrie als möglicher Vertreter der abgewanderten „Lebensversicherung“. Immerhin kam der 24-jährige Niederländer in der laufenden Saison zu 14 Einsätzen beim TBU, davon achtmal in der Startelf.

Für ein kleines bisschen Furore sorgten die Bremen-Ligisten in den Testspielen der vergangenen Tage. Der FC Oberneuland landete einen 4:2 (1:1)-Erfolg beim Regionalligisten HSC Hannover (Bremer Tore: Han, Jobe, Bauer, Koweschnikow). Der Bremer SV besiegte im SSV Jeddeloh ebenfalls einen Viertligisten. Die Treffer zum 3:2 (3:1)-Erfolg erzielten Bilal Hoti, Yagmur Horata sowie Mücahit Özkul. Dagegen feierte der TuS Schwachhausen zwar keinen Sieg, landete gegen Hannover 96 II (1:3) und den BV Essen (2:2) aber ordentliche Ergebnisse.

In Marven Rupp (TuS Sulingen) und Ju Hyeon Lee (Südkorea) vermeldet das Bremen-Liga-Schlusslicht SV Werder III zwei Zugänge in der Winterpause. Vorerst. „Wir haben noch zwei, drei Spieler in der Pipeline“, sagt Trainer Andreas Ernst. Er hält das neue Duo allerdings bereits für Verstärkungen. In Marven Rupp stehe nun ein „robuster Sechser“ zur Verfügung, und Ju Hyeon Lee kennt er ja seit Monaten – der koreanische Abwehrspieler trainierte bereits einige Wochen mit, hatte bislang aber auf die Erteilung eines Visums warten müssen. Dagegen haben sich Ersatzkeeper Sakar Zeyad und Kennedy Ukachukwu in der Winterpause vom SV Werder getrennt. „Es sind aber keine extremen Verluste“, so Ernst.

Da geht was zwischen den Fußballern des Landesbetriebssportverbandes (LBSV) und dem FC St. Pauli. Jedenfalls intensivieren der kultige Zweitligist aus Hamburg und die LBSV-Kicker ihre Zusammenarbeit derzeit Schritt für Schritt. Während die Sieger des Junioren-Hallenturniers der Betriebssportler (SV Bruchhausen-Vilsen) in der kommenden Saison als Einlaufkinder am Millerntorstadion zum Einsatz kommen, ist Bremen nun Standort einer Hamburger Maßnahme: Zwischen dem 17. und 21. August veranstaltet der LBSV das St. Pauli-Rabauken-Fußballcamp auf seiner Anlage in der Neustadt.

Am Wochenende fielen die Entscheidungen: In der Halle der Bezirkssportanlage Blockdiek wurden die Futsal-Landesmeister der Alten Herren ermittelt. Die Titelkämpfe der Ü 32 waren eine klare Sache: Nach vier Siegen setzte sich das Team von OT Bremen mit zwölf Punkten vor dem TV Bremen-Walle 1875 II (sechs Punkte) und dem CF Victoria 05 (sechs) durch. Knapper verlief das Meisterschaftsrennen dagegen bei den Ü 40-Kickern. Hier verlor der neue Titelträger SV Werder zwar mit 0:1 gegen den ESV Blau-Weiß. Da sich der große Konkurrent daneben aber noch zwei Remis leistete, gewannen die Grün-Weißen (neun Punkte) am Ende vor den Blau-Weißen (acht) und dem TuS Komet Arsten (fünf).

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