Volleyball-Oberliga: Bremen 1860 dreht Partie gegen VfR Voxtrup, unterliegt aber Schlusslicht TuS Aschen-Strang Unterschiedliche Gefühlslagen

Bremen. Mit einem Sieg und einer Niederlage ist die Heimpremiere der zweiten Volleyballherren von Bremen 1860 in der aktuellen Oberligasaison durchwachsen verlaufen. Das erste Spiel des Tages gegen Kellerkind VfR Voxtrup drehte das Team von Trainer Matthias Gilch nach einem 0:2-Rückstand noch spektakulär im dritten Satz, in dem sie insgesamt sieben Matchbälle des VfR abwehrten.
12.11.2015, 00:00
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Von Katja Nonnenkamp

Mit einem Sieg und einer Niederlage ist die Heimpremiere der zweiten Volleyballherren von Bremen 1860 in der aktuellen Oberligasaison durchwachsen verlaufen. Das erste Spiel des Tages gegen Kellerkind VfR Voxtrup drehte das Team von Trainer Matthias Gilch nach einem 0:2-Rückstand noch spektakulär im dritten Satz, in dem sie insgesamt sieben Matchbälle des VfR abwehrten. Mit 3:2 (22:25, 26:28, 36:34, 25:22, 15:12) holten sich die Gastgeber zwei Punkte auf ihr Konto, unterlagen jedoch punktlos in der Anschlusspartie gegen den TuS Aschen-Strang mit 1:3 (25:19, 23:25, 19:25, 20:25).

Es war ein harter Kampf gegen Voxtrup. Vor allem Eigenfehler im Angriff verhinderten in den ersten beiden Sätzen ein erfolgreiches Abschneiden. Auch der Block der Gastgeber bekam die gegnerischen Mittelblocker Thomas Uhlenwinkel und Tobias Wiemann nicht in den Griff, sodass diese eine nahezu 100-prozentige Angriffsquote hatten. Die Bremer begannen in beiden Durchgängen erst in der Schlussphase zu kämpfen, holten so auch weite Rückstände auf. Um sich einen Satz zu sichern, reichte es jedoch nicht. Auch im dritten Durchgang sah es so aus, als würden die 1860er zu spät durchstarten. Mit 16:21 lag die Mannschaft von Coach Gilch bereits zurück, spielte dann aber konzentrierter im Block und mit mehr Biss im Angriff. Zuspieler Nick Sörensen suchte immer wieder Außenangreifer Daniel Müller. Müller holte die Brechstange heraus und griff hart diagonal an, sodass entweder der gegnerische Block den Ball unspielbar abfälschte oder die Abwehr zu spät unter den Ball kam. Die Gastgeber wehrten mit viel Mut zwei Matchbälle in Folge ab und hatten beim 26:25 ihren ersten Satzball auf der Hand. Voxtrup sollte bis zum spektakulären 36:34-Endstand noch ganze sechs weitere Matchbälle nicht nutzen und auch die 1860er verwandelten erst ihren fünften Satzball zum 1:2.

Dieser Erfolg brachte endlich das Selbstvertrauen der Bremer zurück, die in Satz vier und fünf mutiger spielten und vor allem weniger Eigenfehler produzierten. „Gut, dass wir das noch in den Griff bekommen haben“, sagte Coach Gilch im Anschluss an die Partie. Lobende Worte fand er für den 14-jährigen Nachwuchsspieler Julian Hoyer, der in der fünften Mannschaft des Vereins über die Mitte angreift, im Spiel gegen Voxtrup jedoch durchgängig als Außenangreifer agierte: „Julian brauchte etwas, um ins Spiel zu finden, dann hat er es aber richtig gut gemacht.“

Im zweiten Spiel des Tages gegen den TuS Aschen-Strang, die sich bis dato noch sieglos auf einem Abstiegsplatz aufhielten, unterlag 1860 trotz eines gelungen Starts. Die Bremer spielten einen sicheren Sideout, waren also erfolgreich mit ihrem Angriff aus der Annahme und erzeugten viel Druck mit ihren Aufschlägen. Es folgte anschließend jedoch der totale Einbruch im Spiel. Viele Eigenfehler in Annahme und Angriff ließen die Gäste schnell in Führung gehen. Den Bremern fehlte es nach dem anstrengenden ersten Spiel gegen Voxtrup auch an Kraft, um sich wieder in die Partie zurück zu kämpfen.

Am Sonnabend, 28. November, steht erneut ein Heimspiel an, diesmal nicht in der Vereinshalle, sondern in der Philipp-Reis-Straße. Um den Anschluss an die Spitze nicht zu verlieren, sollten die aktuell drittplatzierten 1860er unbedingt punkten. Die Gegner sind dann der Tabellenzweite TuS Bersenbrück sowie der TuS Bloherfelde, der sich aktuell im Mittelfeld der Liga befindet.

Bremen 1860: Bartling, Bormann, Burgdorf, Eling, Eschner, Esken, Hedergott, Hoyer, Meywerk, Müller, Steinmüller, Sörensen, Frommlowitz

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