Kommentar über Davie Selke

Veränderung

Werders Last-Minute-Neuzugang lebt von Aggressivität, Athletik, körperlicher Präsenz. Werder hat damit entschieden, dass diese Attribute jetzt gebraucht werden, analysiert Christoph Sonnenberg.
01.02.2020, 05:00
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Von Christoph Sonnenberg
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2015: Davie Selke wird von den Werder-Fans bejubelt. Jetzt kommt er zurück.

CARMEN JASPERSEN/DPA

Anfang Januar skizzierte Frank Baumann die geplanten Transferaktivitäten des Winters mit dem Satz: „Es wird keinen Zehn-Millionen-Transfer geben." Dieser Satz ist hinfällig, Werder verpflichtete Davie Selke. Zunächst auf Leihbasis bis Sommer 2021. Spielt Bremen dann noch Bundesliga, greift eine Kaufverpflichtung über rund 12 Millionen Euro.

Das Volumen des Transfers – Gehalt kommt noch hinzu – dürfte am Ende an die 20 Millionen Euro betragen. Für Werder, wo alle stets betonen, wie gering die finanziellen Mittel sind, eine beachtliche Summe. Sie zeigt einerseits den Druck, unter dem der Klub steht. Sie lässt sich andererseits nur stemmen, wenn im Gegenzug Geld eingenommen wird durch Verkäufe. Milot Rashica ist da an erster Stelle zu nennen.

Mit Selke kommt ein Stürmer, der 18 Tore in 97 Bundesligapartien erzielt hat. Ein Torjäger ist er nicht, auch seine fußballerischen Fertigkeiten sind beschränkt. Er lebt von Aggressivität, Athletik, körperlicher Präsenz. Werder hat entschieden, dass diese Attribute jetzt gebraucht werden. Die Kaufverpflichtung zeigt, dass dem langfristig so ist. Bremens Fußball dürfte sich durch Selke verändern.

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