Volleyball-Oberliga der Frauen

„Wir können Fünf-Satz-Spiele“

Mit einem 3:2-Sieg über Westerstede und einer 1:3-Niederlage gegen Lathen beendeten die Oberliga-Volleyballerinnen des TV Eiche Horn II ihren Oberliga-Heimspieltag.
01.10.2020, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Rainer Jüttner

Bremen. Auch am zweiten Spieltag mussten die Oberliga-Volleyballerinnen des TV Eiche Horn II ihre Steherqualitäten unter Beweis stellen. Denn ähnlich wie beim Auftaktsieg über Aufsteiger SVG Lüneburg kam die Mannschaft von Trainer Matthias Gilch erst langsam auf Touren, um sich gegen die TSG Westerstede dann doch noch mit dem 3:2-Erfolg (14:25, 16:25, 25:20, 25:19, 15:13) die nächsten beiden Punkte zu holen. In der zweiten Begegnung dieses ersten Heimspieltages erwies sich dann Raspo Lathen allerdings als zu stark. Mit 1:3 (17:25, 25:22, 19:25, 18:25) kassierten die Hornerinnen damit ihre erste Saisonniederlage.

TV Eiche Horn II – TSG Westerstede 3:2: Nach einem sehr guten Start, der von starken Aufschlägen von Maya Schirmer geprägt war, übernahmen die Gäste mehr und mehr das Kommando. „Wir haben stark begonnen, aber genauso stark nachgelassen“, sagte Matthias Gilch. Als größte Hürde erwiesen sich dabei wieder Abstimmungsprobleme innerhalb seines neuformierten Teams. Durch eine Vielzahl an Eigenfehlern brachten die Bremerinnen ihre Gegnerinnen wieder ins Spiel. Gilch versuchte nach dem 10:17-Rückstand im ersten Durchgang Westerstede mit drei Wechseln aus dem Rhythmus zu bringen. Davon betroffen war auch die junge Zuspielerin Mia Harbers. „Sie hatte ihre Sache gut gemacht, doch ich musste reagieren“, sagte Matthias Gilch.

Doch auch nach den Einwechselungen von Annika Gartemann, Arijalda Mujkovic und Stefanie Steinbrink Kelly dauerte es noch einen weiteren Satz, bis die Hornerinnen die taktischen Anweisungen umsetzen konnten. Annahme und Aufbauspiel stabilisierten sich und ab den dritten Durchgang gelang es den Hornerinnen auch, mit ihren platzierten Aufschlägen und Angriffen die Lücken und Schwachstellen im Westersteder Spiel auszunutzen. Gute Noten verdiente sich auch Kapitänin Anika Müller, die als gelernte Außenangreiferin eine gute Leistung auf der Diagonalposition ablieferte und dort später auch im zweiten Spiel zum Einsatz kam.

Hatten die Gäste die Sätze eins und zwei noch mit ihrem hohen Block dominiert, so ließen sie im weiteren Verlauf mehr und mehr nach. Auch, weil die Hornerinnen durch ihre Aufschläge jetzt mehr Druck machten und variabler angriffen. „Spätestens nach dem Satzausgleich war ich doch sehr optimistisch, dass wir das Spiel noch gewinnen. Westerstede hatte ja schon beim 2:3 gegen 1860 eine Zwei-Satz-Führung abgegeben und nach dem Lüneburg-Sieg wussten wir ja, wir können Fünf-Satz-Spiele“, sagte Matthias Gilch. Seine Mannschaft gab ihm schließlich Recht. Mit dem nötigen Selbstvertrauen holten sich die Hornerinnen den entscheidenden Satz in diesem insgesamt ausgeglichenen Spiel mit 15:13.

TV Eiche Horn II - Raspo Lathen 1:3: Im zweiten Spiel des Tages wartete auf die Bremerinnen mit Tabellenführer Raspo Lathen ein ganz anderes Kaliber. Nicht zuletzt das unerwartet klare 0:3 von Bremen 1860 gegen Lathen waren für Matthias Gilch Warnung genug. Klar, dass er sich vor dem Spiel mit 1860-Coach Oliver Neiß ausgetauscht hatte – die Niederlage verhindern konnten aber auch dessen Tipps nicht. „Lathen hat eine junge, technisch gut ausgebildete Mannschaft und verdientermaßen gewonnen“, sagte Gilch. Die Chancen wären seiner Meinung nach aber deutlich größer gewesen, hätten sich beide Mannschaften bereits im ersten Spiel gegenüber gestanden. „Wir hätten dann sicherlich besser dagegen gehalten, vielleicht wäre dann sogar ein Sieg möglich gewesen“, sagte er.

Doch mit einem Fünf-Satz-Spiel in den Knochen tat sich der Horner Angriff gegen den hohen Block der Gäste doch sehr schwer. Hinzu kam, dass Lathen durch eine sehr geringe Zahl an Eigenfehlern klar im Vorteil war. Auch die noch ungewohnten Abläufe in der neuen Konstellation kosteten den Hornerinnen noch viel Kraft. „Wir haben uns trotzdem insgesamt gut geschlagen. Wir wissen, woran wir arbeiten müssen“, sagte Matthias Gilch. Bislang standen Aufschkag und Annahme im Mittelpunkt der Vorbereitung, jetzt soll verstärkt der Angriff trainiert werden.

Bis zum nächsten Punktspiel haben die Hornerinnen jetzt vier Wochen Zeit, um sich in allen Elementen weiter zu entwickeln, dann steht am Sonnabend, 24. Oktober, die Partie beim amtierenden Meister und Topfavoriten SG Karlshöfen/Gnarrenburg auf dem Programm. „Diese vier Wochen hatten wir bereits in unsere Vorbereitung mit eingeplant. Da wird sich bei allen sicherlich noch einiges tun. Wir haben noch Potenzial, das ausgeschöpft werden muss“, sagte Gilch.

TV Eiche Horn II: Schulze, Harbers, Hoffmann, Sarcinelli, Gartemann, Steinbrink Kelly, SDchirmer, Mujkovic, Müller, Rohde, Köhnecke, Sorychta.

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