Leichtathletik Großer Zulauf für kleines Sprintmeeting

Organisator Jens Ellrott ist erfreut, überrascht und erschrocken zugleichen. Sogar aus Süddeutschland wollen Athleten zu seinem Sprintmeeting am Sonnabend in Arsten kommen.
28.05.2021, 17:25
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Großer Zulauf für kleines Sprintmeeting
Von Olaf Dorow

Er habe zuletzt sehr viele Gespräche mit dem Sportamt geführt, sagt Jens Ellrott. Da wird er nicht der Einzige gewesen sein, sollte man meinen. Aber man sollte auch meinen, dass das schon etwas Außergewöhnliches ist, was an diesem Sonnabend auf der Anlage des TuS Komet Arsten ansteht: ein Wettkampf mit mehr als 200 Wettkämpfern. So viele Athleten haben sich angemeldet für das Sprintmeeting des Bremer LT (BLT). Ellrott sagt, dass das ein "wahnsinniges Meldeergebnis" sei und er und sein Orga-Team überwältigt und auch ein wenig erschrocken seien. Bis runter nach Erlangen sei für Bremen gemeldet worden. Wow.

Und: Ist das denn überhaupt erlaubt? Lassen die aktuell gültigen Corona-Richtlinien im Freien nicht nur maximal 100 Sportler zu? "Ja", sagt Ellrott, Geschäftsführer bei Komet Arsten und BLT-Chef.  Aber es würden am Sonnabend ja nicht alle 200 Sprinter beziehungsweise Hürdensprinter gleichzeitig ans Werk gehen. Die Rennen seien verteilt auf neun Stunden zwischen 11 und 20 Uhr. Auch auf der Tribüne, auf der sich auch nur maximal 100 Personen aufhalten dürfen, werde sich das entzerren. Die Betreuer, Trainer, Eltern, die dort sitzen wollen, werden nicht alle zu gleichen Zeit dort sitzen. Das Szenario, dass eine Leichtathletik-Mama aus Bayern ihre Tochter bis nach Bremen karrt und dann draußen bleiben muss, werde es nicht geben, sagt Ellrott.

Zudem soll ein umfangreiches Hygienekonzept greifen. Alle brauchen einen frischen beglaubigten Test. Oder können bei Eintritt aufs Gelände einen durch geschultes Personal vornehmen lassen und sich anschießend für eine Viertelstunde in eine eigens eingerichtete Wartezone begeben. Oder sie sind geimpft oder genesen. Am Einlass werden laut Ellrott Plastikbänder fürs Handgelenk ausgegeben, um die Zahl 100 nicht zu überschreiten. 100 abzüglich der vollständig Geimpften und Genesenen. Ellrott sagt, man wolle Vorbild sein, wie eine Sportveranstaltung laufen kann, von denen es in den letzten Monaten nur so wenig geben durfte. Nicht wie eine, die zum Problemfall und schlimmstenfalls zur Warnung für andere Sportveranstaltungen wird. 

Wenn man so will, ist das Gute an dem ganzen Aufwand, dass sich der ganze Aufwand diesmal gelohnt hat. Noch vor zwei Wochen war er im Arstener Stadion ähnlich hoch, es konnten aber schließlich gerade mal 35 Kaderathleten beim Leichtathletik-Sportfest starten. 

Zur Sache

Fabian Linne verzichtet

Das Sprintmeeting in Arsten sollte an diesem Dienstag auch den Saisoneinstieg bilden für die beiden Werder-Sprinter, die für die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften am kommenden Wochenende in Braunschweig qualifiziert sind. Doch während Sandra Dinkeldein ihre Rückenprobleme so weit kuriert hat, dass sie starten will, verzichtet Fabian Linne erneut - und plant nun quasi einen Kaltstart in Braunschweig.   

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