Bremer Lateinformation Drei Corona-Fälle im A-Team

Im A-Team des Grün-Gold-Clubs aus Bremen gibt es drei Corona-Fälle. Die betroffenen Teammitglieder sind in Quarantäne. Ihnen ginge es gut, sagt Vereinschef Jens Steinmann. Bis zur WM sind es noch vier Wochen.
17.11.2021, 16:53
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Drei Corona-Fälle im A-Team
Von Frank Büter

Im A-Team des Grün-Gold-Clubs Bremen gibt es drei positive Corona-Fälle. Das teilte der Klubvorstand um Jens Steinmann jetzt in einer Presseinformation mit. Am Sonntag, also einen Tag nach der gewonnenen deutschen Meisterschaft der Lateinformationen in Bremerhaven, hatte ein Schnelltest bei einer einzelnen Person aus der Mannschaft ein positives Ergebnis ergeben. Zum Wettkampftag selbst hatte das komplette Team nebst Trainern und Betreuern noch einen Schnelltest absolviert, der indes bei allen Beteiligten negativ gewesen war.

Nach dem positiven Test am Sonntag unterzog sich das gesamte Team zu Wochenbeginn nun freiwillig einem PCR-Test. Am Mittwoch erhielten die Verantwortlichen die letzten Ergebnisse: Drei Infektionen wurden bestätigt, die übrigen Kontaktpersonen sind negativ getestet worden, heißt es in der Presseerklärung. Die drei Infizierten zeigen dank der Impfung wenig Symptome, befinden sich nun aber für 14 Tage in Quarantäne, erklärt Jens Steinmann. Der Grün-Gold-Club habe den Deutschen Tanzsportverband und die TSG Bremerhaven als Ausrichter zeitnah über die positiven Corona-Fälle informiert.

Aufgrund der geringen Virenlast, so vermutet es der Präsident, müssten die Infektionen bereits vor dem Wettkampftag erfolgt sein, "leider hat die tägliche Schnelltestung das nicht angezeigt". Dieser Vorfall aber zeige noch einmal deutlich, wie wichtig gute Hygienekonzepte seien, betont Steinmann und lobt die ausrichtende TSG noch einmal ausdrücklich für die "vorbildliche Einhaltung" im Rahmen der Titelkämpfe. "Unsere beiden Teams waren dort komplett abgeschottet und hatten nicht einmal untereinander Kontakt", erklärt Jens Steinmann.

Die Vorbereitung auf die am 18. Dezember in der Bremer ÖVB-Arena anstehende Weltmeisterschaft wird durch diese Corona-Fälle zumindest ein wenig gestört. In dieser Woche hatte das Team ohnehin frei, Cheftrainer Roberto Albanese hatte Regeneration verordnet. Am kommenden Montag wird die Formation in die Detailarbeit für die WM einsteigen – dann allerdings noch ohne die drei betroffenen Teammitglieder. "Zum Glück haben wir ja noch ein paar Wochen bis zur Weltmeisterschaft", sagt Jens Steinmann.

Derweil ist inzwischen klar, wie das Teilnehmerfeld bei dieser WM aussehen wird. Nach einer internen Befragung hat das Präsidium des Deutschen Tanzsportverbandes die Lateinformation der TSG Bremerhaven als zweiten deutschen Vertreter neben dem gastgebenden Grün-Gold-Club nominiert. Als Dritter der deutschen Meisterschaft nimmt die TSG den Platz des Vizemeisters aus Velbert ein, der unmittelbar nach den Titelkämpfen seine A-Formation vom Ligabetrieb zurückgezogen und diese Abmeldung zu Wochenbeginn auch offiziell bestätigt hat.

Für die TSG, die in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feiert, ist diese Nominierung im Jubiläumsjahr ein echtes Sahnehäubchen. "Für die Mannschaft ist es natürlich ein Traum, eine Weltmeisterschaft zu tanzen", sagt TSG-Präsident Horst Beer, der die neue Jubiläums-Choreografie "Time Machine" für das Team von Trainer Dirk Buchmann entwickelt hat.

Nachdem zuvor auch die Ukraine ihre Teilnahme bestätigt hat, werden nun 16 Formationen in Bremen um den Titel tanzen – zwei weniger als bei der Auflage 2019. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie sei das ein sehr gutes Meldeergebnis, sagt Jens Steinmann. Und auch die Nachfrage nach Tickets sei groß: "Allein seit Sonntag haben wir mehr als 400 Eintrittskarten verkauft. Nach der deutschen Meisterschaft ist das Interesse noch mal gestiegen, die Leute haben Lust auf Tanzsport."

Womöglich sorgt nun auch die Teilnahme der TSG Bremerhaven noch mal für einen Schub im Ticketverkauf. Etwa 2500 der insgesamt 4000 Eintrittskarten sind bisher verkauft worden. Man habe ein schlüssiges Corona-Hygienekonzept, "mit Abständen wird die Hütte voll", sagt Jens Steinmann.

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