6. swb-Marathon in Bremen

Weniger Sperrungen an Osterdeich und Wall

Bremen. Beim 6. swb-Marathon wird der Marktplatz Start- und Zielort für die Läufer werden. Vom Umzug von der Bürgerweide in die Stadt versprechen sich die Organisatoren viel Positives. Auch der Verkehr soll weniger beeinträchtigt werden als im Vorjahr.
14.09.2010, 14:20
Lesedauer: 3 Min
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Von Ben Binkle
Weniger Sperrungen an Osterdeich und Wall

Ulrich Mäurer, Bremens Senator für Inneres und Sport (m.) freut sich mit Organisator Utz Bertschy (l.) und dem Sportlich

BEN BINKLE

Bremen. Ulrich Mäurer ist begeistert. "Der Marathon ist endlich im Zentrum der Stadt angekommen", sagte Bremens Senator für Inneres und Sport fünf Tage vor dem Start des 6. swb-Marathons am Sonntag (8.50 Uhr). Start und Ziel sind erstmals vor dem Bremer Roland. Und der neue Streckenverlauf, der einmal quer durch Bremen führt, soll auch noch den Verkehr entlasten. Die Organisatoren versprechen weniger Verkehrsbehinderungen und Sperrungen als in den Vorjahren.

Der letzte swb-Marathon vor knapp einem Jahr endete noch auf der Bürgerweide. "Das war logistisch sicher optimal", sagt Organisator Utz Bertschy, der diesen Verlust für den Umzug in die historische Kulisse des Bremer Marktplatzes aber gerne in Kauf nimmt: "Der Roland ist natürlich die bessere Kulisse." Und nicht nur das: Von der neuen Streckenführung erwartet sich Bertschy zugleich eine bessere Stimmung und eine höhere Beachtung der Veranstaltung. Auf die Dusche nach dem Rennen müssen die Teilnehmer aber auch in diesem Jahr nicht verzichten. Auf dem Domshof werden ausreichend Duschcontainer aufgestellt.

Rund 45.000 Zuschauer werden entlang der 42,195 Kilometer langen Laufstrecke erwartet, 5000 davon im Bereich von Start und Ziel. Allerdings nur, wenn das Wetter mitspielt. Ein Tag ohne Regen ist für Bertschy "die halbe Miete", damit der 6. swb-Marathon das wird, was er für die Organisatoren werden soll: "Ein sportliches Volksfest auf und neben der Strecke."

Breitensportler kämpfen um persönliche Bestzeiten

Angesagt sind 15 bis 18 Grad Celsius - optimale Temperaturen für die Läufer. So rechnet der sportliche Leiter Herwig Renkwitz mit guten Zeiten. Für den Sieger des Männer-Laufs peilt Renkwitz 2:30 Stunden an, bei den Frauen wird eine Siegerzeit von rund drei Stunden erwartet. Für die meisten der knapp 5000 Starter ist die Siegerzeit aber unerheblich - sie sind als Breitensportler am Start und kämpfen nicht um Rekorde, sondern um persönliche Bestzeiten. "Es ist wichtig, dass wir hier in Bremen nicht nur die Profisportler, sondern auch die Amateure auf die Straße bekommen", lobt Ulrich Mäurer das Bremer Konzept.

Die Obernstraße wird zur Zielgeraden

Und die Besucher auf dem Marktplatz können sich im Optimalfall sogar auf ein packendes Finish einstellen: Erstmals hat der Bremen-Marathon mit der Obernstraße eine echte Zielgerade. Der Umzug von der Bürgerweide ins Herz Bremens soll nicht nur die Stimmung verbessern, sondern auch Entlastungen für Verkehr, Polizei und Bevölkerung bringen.

Das neue Verkehrskonzept jedenfalls lässt jedenfalls an den wichtigsten Knotenpunkten in der Stadt so viel Luft wie möglich. So wird der Osterdeich stadteinwärts in alle Richtungen befahrbar sein, für die Läufer ist die Spur Richtung Peterswerder reserviert. Obwohl die Martinistraße komplett gesperrt ist, gibt die Polizei die Zufahrt zum Pressehaus-Parkhaus frei. Und auch in Findorff, wo der Findorfftunnel befahrbar bleibt, sorgt das Konzept für Entlastung.

Absperrungen werden sukzessive abgebaut

Der vielbefahrene Bereich am Wall ist nur kurze Zeit gesperrt. Weil die Läufer lediglich kurz nach dem Start dort ihre Runden drehen, sollen die Straßen schon ab halb zehn wieder komplett befahrbar sein. Insgesamt sind die Organisatoren bemüht, so wenig Sperrungen wie möglich vorzunehmen. Ab 8 Uhr ist mit Verkehrsbehinderungen im Innenstadtbereich zu rechnen, die Absperrungen werden dann aber sukzessive abgebaut, sobald alle Läufer die entsprechenden Straßen passiert haben.

Betroffen vom Marathon sind auch die Straßenbahnlinien 2 und 3. Sie werden am Sonntag zwischen 6 und 17 Uhr über den Hauptbahnhof umgeleitet. Die BSAG hat an allen betroffenen Haltestellen entsprechende Infotafeln angebracht. Senator Mäurer wirbt zudem für Verständnis bei den Bremer Bürgerinnen und Bürgern. Der Marathon sei schließlich die einzige Großveranstaltung in der Stadt, bei der Absperrungen in diesem Ausmaß nötig sind.

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