Bremer wollen Heimrecht tauschen

Lieber daheim statt auswärts

Am Sonnabend, 12. September, muss Werder im Pokal gegen Jena ran und würde gern im Weserstadion spielen. Dass der Regionalligist das Heimrecht tauscht, ist aber eher unwahrscheinlich.
27.08.2020, 18:09
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Lieber daheim statt auswärts
Von Jean-Julien Beer

Bremen. Lange Zeit stand nicht einmal fest, gegen wen Werder in der ersten Runde des DFB-Pokals überhaupt spielen würde. Als die Auslosung vor etlichen Wochen beendet war, wussten die Bremer lediglich, dass die Reise nach Thüringen führt. Am vergangenen Sonnabend stellte sich dann am Finaltag der Amateure heraus, dass der Kontrahent Carl Zeiss Jena heißt. Und somit blieb zunächst lediglich noch die Frage offen, wann genau denn nun die Partie eigentlich stattfinden würde.

Auch diese Unklarheit ist am Donnerstag beseitigt worden: Wie der Deutsche Fußball-Bund mitteilte, darf Werder beim Pflichtspielauftakt unter Flutlicht ran. Am Sonnabend, 12. September, wird die Begegnung um 20.45 Uhr angepfiffen – kein anderes Spiel findet an diesem Tag derart spät statt. Aufgrund der wohl in Corona-Zeiten ausbleibenden Zuschauer und der organisatorischen Mehrkosten haben in den vergangenen Tagen bereits etliche unterklassige Klubs signalisiert, dass sie ihr Heimrecht tauschen wollen. Bisher soll Werders Pokalspiel im Jenaer Ernst-Abbe-Sportfeld ausgetragen werden. Doch darüber wollen beide Vereinen noch einmal sprechen.

Wie Manager Frank Baumann am Donnerstagnachmittag dem WESER-KURIER bestätigte, soll zwischen Werder und Jena beraten werden, ob man das Spiel nicht vielleicht besser im Weserstadion austragen sollte. Der Tausch des Heimrechts ist in dieser Saison für die Vereine möglich, nachdem Atlas Delmenhorst im vergangenen Jahr – ebenfalls gegen Werder – das Heimrecht quasi durch einen Kniff tauschen konnte, in dem das Weserstadion als Heimspielstätte angegeben wurde.

„Wir wollten erst die genaue Ansetzung des Spiels abwarten und werden das Gespräch mit Jena jetzt noch einmal suchen“, sagte Baumann. Weil der Regionalligist in seinem Stadion sicher recht gut in der Lage sei, die infrastrukturellen Anforderungen, zum Beispiel die der TV-Sender, zu erfüllen, geht Baumann zwar davon aus, dass bei Jena nicht das größte Interesse an einem Tausch des Heimrechts besteht – zumal in Thüringen im Zweifel eher Zuschauer erlaubt würden als im Land Bremen. Dennoch will es der Bremer Geschäftsführer versuchen: „Wir werden nun mit Jena über die Option reden.“

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