3. Handball-Liga Nord Werder kassiert die erste Saisonniederlage

Bremen. Die Erfolgsserie ist gerissen, die Tabellenführung dahin: Nach acht Siegen in Folge mussten die Handballerinnen des SV Werder Bremen gestern Abend im Topspiel der 3. Liga Nord beim neuen Spitzenreiter TSV Owschlag die erste Saisonniederlage quittieren.
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Werder kassiert die erste Saisonniederlage
Von Frank Büter

Bremen. Die Erfolgsserie ist gerissen, die Tabellenführung dahin: Nach acht Siegen in Folge mussten die Handballerinnen des SV Werder Bremen gestern Abend im Topspiel der 3. Liga Nord beim neuen Spitzenreiter TSV Owschlag die erste Saisonniederlage quittieren. Vor rund 400 Zuschauern verloren die Bremerinnen letztlich verdient mit 27:33 (15:16).

'Wir haben zwar 60 Minuten gut gekämpft, haben aber leider nicht das umsetzen können, was wir uns vorgenommen hatten', sagte SVW-Trainer Radek Lewicki. 'Owschlag ist heute geschlossener aufgetreten. Die waren sehr beweglich und haben wirklich super gespielt.'

'Das war ihre beste Saisonleistung'

Es war eben diese Geschlossenheit, die Werder fehlte. Zu häufig wechselten sich bei den einzelnen Spielerinnen gelungene Aktionen und leichte Fehler ab. Die einzige Konstante im SVW-Dress war Marilena Niemann, die im rechten Rückraum Akzente setzte und bei acht Versuchen auch achtmal traf. 'Das war ihre beste Saisonleistung', lobte Lewicki die 20-jährige Linkshänderin, die damit aber ziemlich allein auf weiter Flur stand. Lediglich Patrizia Otremba (sieben Würfe, vier Tore) bot noch eine einigermaßen ansprechende Vorstellung. Ansonsten blieb Werder hinter seinen Möglichkeiten zurück, agierte zu hektisch und im Abschluss nicht konsequent genug. Neben einer Vielzahl von Fehlwürfen standen am Ende auch 17 technische Fehler zu Buche - in der Summe zu viel, um die Halle erneut als Sieger zu verlassen.

Bereits in der Anfangsphase gerieten die nervös agierenden Gäste mit 1:5 ins Hintertreffen (6.). Die Abwehr stand dabei nicht so sicher wie gewohnt, 'wir waren zu passiv und nicht bissig genug', analysierte Lewicki auch mit Blick auf Owschlags Haupttorschützin Christina Kirste, die aus dem linken Rückraum immer wieder zur Mitte ziehen konnte und neunmal erfolgreich abschloss. Trotz einiger Schwächen kämpfte sich der SVW - lautstark angetrieben von den 70 mitgereisten Bremer Fans - in der temporeichen Partie wieder auf 11:13 heran und stellte zur Pause durch Niemann beim 15:16 den Anschluss her.

In Unterzahl zwei Gegentore kassiert

Bei Wiederbeginn agierte Werder in Überzahl, leistete sich aber einen Fehlpass und kassierte prompt zwei Gegentore zum 15:18. Owschlag, das erst sein zweites Heimspiel bestritt, gab diesen Vorsprung in der Folge nicht mehr ab. Spätestens beim 24:28 aus Bremer Sicht war die Vorentscheidung gefallen (52.). 'Natürlich bin ich etwas enttäuscht. Aber es war trotzdem ein echtes Handballfest. Und ich hoffe, dass wir daraus lernen', so Lewicki.

SV Werder Bremen: Anschütz, Riecken - Brdar (8/3), Niemann (8), Barnstorff (1), S. Wassrodt, Schatzer, Otremba (4), Jänicke, Bohlmann, N. Wassrodt (4), Neumann (2)

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