2. Handball-Bundesliga der Frauen

Werder kommt vom Tabellenende nicht weg

Die jungen Bremerinnen kassierten nach gutem Beginn eine 24:31-Niederlage gegen den TVB Wuppertal. Angesichts der kommenden starken Gegner wird es Werder schwer haben, sich in der Tabelle nach oben zu arbeiten.
01.12.2019, 17:30
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Von Olaf Kowalzik
Werder kommt vom Tabellenende nicht weg

Klasse Aktion von Jordis Mehrtens: Trotz starker Gegenwehr kommt die Werderanerin zum Wurf. Am Ende reichten aber auch ihre drei Treffer nicht zum erhofften Erfolg.

Oliver Baumgart/hansepixx

Die Lösung des Dilemmas klingt aus dem Mund von Dominic Buttig recht einfach. „Ein Sieg, wir brauchen für unser Selbstvertrauen jetzt unbedingt einen Sieg", dozierte der Handball-Trainer des SV Werder Bremen. Ja, wenn es denn so leicht wäre, dann hätten seine Zweitliga-Frauen längst damit losgelegt und sich zuhause nicht die 24:31 (10:13)-Klatsche gegen den TVB Wuppertal eingefangen. Gegen einen Gegner, der zwar als Saisonziel einen Platz unter den ersten Fünf angepeilt hatte, der aber verletzungsbedingt wie die Grün-Weißen Kelleratmosphäre schnuppert.

Die sogenannten „Handballgirls„ aus Wuppertal sind diesen Geruch vorübergehend los. Für Werder war es dagegen die achte Niederlage im zehnten Spiel, die die Lage nach einem Drittel der Saison mit nunmehr 3:17 Punkten auf dem vorletzten Platz weiter verschärft. Die letzten beiden Aufgaben in diesem Jahr versprechen kaum Aussichten auf Besserung, denn am Sonnabend geht es für die „Jugend forscht“-Truppe zum heimstarken Tabellensechsten HC Rödertal. Danach kommt der Spitzenreiter SV Union Halle-Neustadt in die Klaus-Dieter-Fischer-Halle. Und das neue Jahr beginnt mit dem Gastspiel beim Topteam von Sachsen Zwickau auch nicht wirklich leichter.

„Wir hatten in der vergangenen Saison auch das Phänomen, gegen die direkte Konkurrenz zu verlieren und dafür gegen höher stehende Teams zu punkten", macht sich Buttig Mut. In der vergangenen Saison hatte er aber deutlich mehr gestandene Zweitliga-Kompetenz auf dem Spielfeld stehen, von der mit der Verletzten Rabea Neßlage und der erkrankten Lena Thomas gegen Wuppertal zwei Spielerinnen fehlten. Bei der verletzten Linksaußen Laura Sposato steht am 12. Dezember ein nächster Belastungstest an.

Routiniers wie Katrin Friedrich oder Katrin Salkic aus der zweiten Mannschaft, die unter Buttigs Augen dem Oberliga-Spitzenreiter BV Garrel mit 26:17 die erste Saisonniederlage zufügten, sind für den Werder-Trainer zurzeit offenbar kein Thema.„Wir sprechen viel miteinander, tauschen uns aus und nehmen dabei auch kein Blatt vor den Mund", schildert Buttig den regelmäßigen Austausch mit seiner Sportlichen Leitung, die ja bewusst mit dem Risiko einer jungen Mannschaft in die Saison gegangen ist.

Werder erwischte gegen Wuppertal dank einer starken Abwehr und überlegten Angriffen mit 5:2 einen klasse Auftakt (10.). „Danach wird bei uns vorne immer mehr geballert, wir schließen zu schnell ab", bemängelte Buttig die Wurfquote, die bei 35 Prozent lag. So fiel Werder nach dem 9:9 auf 11:16 zurück und steckte nach dem 16:19 vor allem in Unterzahl die vorentscheidenden Treffer zum 16:23 ein (46.). „An unseren Zuschauern liegt es nicht", betonte Buttig, dessen Team vor 300 Fans auch im fünften Heimspiel der Saison sieglos blieb (1:9 Punkte). Für den Trainer beruht vieles in seiner jungen Mannschaft auf Kopfsache. „Nun müssen wir noch härter arbeiten als der Rest der Liga", sagte er.

SV Werder: Anschütz, Andresen; Conze (6/2), Engel (2), Mehrtens (3), Heinrich (4), Seidel, Engelke (4/2), Gajewski (1), Güter (2), Döpke (1), Defayay (1)

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