Fußball-Regionalliga Nord

Werder-Nachwuchs ist noch zu unerfahren

Im Duell der beiden U23-Teams siegt der VfL Wolfsburg ungefährdet mit 2:0. Schon beim Seitenwechsel war die Partie entschieden.
16.08.2019, 22:07
Lesedauer: 2 Min
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Von Stefan Freye
Werder-Nachwuchs ist noch zu unerfahren

Wolfsburgs John Iredale (mit erhobener Hand) bejubelt sein 1:0 in der 23. Minute. Links neben ihm nähert sich John Yeboah, der wenig später schon den 2:0-Endstand für den VfL erzielte.

nordphoto / Ewert

So rein nominell standen sich zwei Nachwuchsteams gegenüber in diesem Duell: Die Fußballer von Werders U 23 und vom VfL Wolfsburg II werden ja durch Fußballer gebildet, die jung sind und über eine Perspektive verfügen. Bei der 0:2 (0:2)-Heimniederlage der Bremer wurde indes deutlich: Nachwuchsteam, das ist ein weiter Begriff. Denn während der Gastgeber einmal mehr eine Elf stellte, die nach dem Verlust von rund einem Dutzend Stammspieler nahezu neu besetzt und entsprechend unerfahren auftrat, überzeugte der VfL II mit einer gewissen Routine.

„Sie haben ihren Kader trotz des verpassten Aufstiegs zusammenhalten können und sich punktuell verstärkt“, hatte Konrad Fünfstück den Gegner vor dem Spiel charakterisiert. Der Werder-Coach war gegen den amtierenden Meister dagegen einmal mehr mit einer Mannschaft angetreten, deren Durchschnittsalter die 20 Jahre nicht überstieg – und das merkte man diesem Spiel, abgesehen von der Anfangsphase, durchaus an. Lediglich rund 15 Minuten lang hatten die Bremer mitgespielt und einen Gegner auf Augenhöhe gestellt. Die Chancen für Yannik Engelhardt, der aus kurzer Distanz scheiterte (13.), und ein schöner Schlenzer von Luc Ihorst knapp neben den rechten Pfosten (18.) unterstrichen die grün-weißen Ambitionen.

Allerdings suchte der Gast bereits in den Anfangsminuten ein wenig aktiver den Weg zum gegnerischen Tor, und schon bald hatte sich auch die VfL-Defensive auf die Bremer Angriffe eingestellt. Zu überraschen vermochte der Führungstreffer von John Iredale aus sechs Metern deshalb nicht. Und als John Yeboah von der Strafraumgrenze zum 2:0 traf, da hatten die Wolfsburger bereits für Dominanz gesorgt. Dabei halfen die Bremer bei beiden Toren allerdings kräftig mit, indem sie jeweils auf der rechten Abwehrseite den Ball verloren, bevor dieser zum Torschützen in die Mitte gelangt war.

„Wir haben unsere Chancen liegengelassen, Wolfsburg war konsequenter“, meinte Konrad Fünfstück. Das galt für die erste Halbzeit. Für die zweite dagegen eher nicht. Bedurfte es noch eines Beweis der Überlegenheit der Gäste, so wurde er nach dem Wechsel erbracht: Ohne sich allzu sehr zu verausgaben, kontrollierte der Gast das Geschehen. Nach vorn taten die Wolfsburger allenfalls noch das Nötigste, in Gefahr gerieten sie allerdings nicht. Am Ende sah sich der Werder-Trainer bestätigt: „Es standen heute zwei unterschiedliche U 23-Teams auf dem Platz – der VfL verfügt in allen Mannschaftsteilen über sehr viel Erfahrung, und wir haben mit Herz gespielt, sind aber unerfahren.“

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