2. Handball-Bundesliga Damen Werder startet in die Vorbereitung

Neun Spielerinnen weg, acht dazu: Werders Handballtrainer Dominic Buttig muss den größten personellen Umbruch seit dem Zweitligaaufstieg 2015 moderieren – und er will die Flucht nach vorne antreten.
15.07.2019, 22:11
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Werder startet in die Vorbereitung
Von Frank Büter

Bremen. Kennenlernspiele waren ein wichtiger Bestandteil bei der ersten Trainingseinheit der Werder-Frauen. Und das aus gutem Grund. Denn Trainer Dominic Buttig muss beim Bremer Handballteam, das zu Wochenbeginn die Vorbereitung auf die kommende Zweitligasaison aufgenommen hat, den größten personellen Umbruch seit dem Aufstieg im Jahr 2015 moderieren. Gleich neun Spielerinnen, darunter diverse Leistungsträger und langjährig erfahrene Stammkräfte, haben den Verein verlassen, acht neue Spielerinnen sind dazugestoßen.

„Die Fluktuation war schon recht groß, da sind viele neue Gesichter dabei“, sagt Buttig mit Blick auf seinen 14-köpfigen Kader, dem mit den beiden Torfrauen Meike Anschütz und Marie Andresen sowie Rabea Neßlage, Lotta Heinrich, Lena Thomas und Jordis Mehrtens nur noch sechs Spielerinnen aus der Vorsaison angehören. Neu dabei sind die externen Zugänge Stefanie Güter (TSG 1888 Eddersheim/Rückraum), Laura Sposato (Füchse Berlin/Linksaußen), Denise Engelke (TV Oyten/Rückraum), Maren Gajewski (SV Henstedt-Ulzburg/Rechtsaußen) und Alina Defayay (TV Hannover-Badenstedt/Kreis). Neu dabei sind aber auch die aus eigenen Reihen in den Zweitligakader aufgerückten Malin Pods, Pia Döpke und Naomi Conze. Letztere wird allerdings in dieser ersten Trainings­woche noch fehlen. Die 17-Jährige weilt aktuell bei einem Lehrgang der U 17-Nationalmannschaft in Kienbaum und hofft auf die Berufung in den 16er-Kader für die Anfang ­August in Slowenien stattfindende Europameisterschaft.

Kennenlernspiele waren indes nicht der einzige Schwerpunkt dieser ersten Trainingseinheit. Es gab schließlich auch einige organisatorische Dinge für die insgesamt achtwöchige Vorbereitungsphase zu besprechen. Etwa für das Trainingslager Anfang August in Blomberg oder die Teilnahme am stets gut besetzten Heinrich-Horn-Turnier der SG Kirchhof in Melsungen (10. und 11. August). Und geschwitzt wurde natürlich auch: Buttig ließ seine Spielerinnen unter anderem einen Lauftest absolvieren, um den Fitnessstand abzurufen und Vergleichsdaten für die kommenden Monate zu haben. Apropos Daten: Ohnehin setzt der 30-Jährige, der gerade seine langjährige Lebensgefährtin Sina geheiratet hat und erst am Sonntag aus den Flitterwochen zurückgekehrt ist, künftig verstärkt auf Leistungs- und Präventionsdiagnostik. Ziel ist es, dadurch das Verletzungsrisiko zu minimieren.

Die Trainingsinhalte für die nächsten Wochen sind klar – und sind anspruchsvoll. Es gilt, die Zugänge zu integrieren, und das neu formierte Team auf Zweitliganiveau zu heben. Weil Werder keine gestandenen, höherklassig erfahrenen, sondern viele junge, talentierte Spielerinnen verpflichtet hat, will der angehende A-Lizenz-Inhaber Buttig mit seinem Team „die Flucht nach vorne“ antreten. Aggressiv und mutig will er seine Mannschaft ausrichten und über Tempospiel zum Erfolg kommen. „Wir wollen unsere Fans emotional mitnehmen und begeistern“, sagt Buttig.

Das erste Pflichtspiel steht am Wochenende 31. August/1. September an, dann treten die Grün-Weißen in der ersten Runde des DHB-Pokals beim Oberligisten SG Friedrichsfehn/Petersfehn an. Zum Ligaauftakt am 7. September gastiert Werder beim TSV Nord Harrislee.

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