Bremer Fußball-Schnack

Werder-Trainer statt FCO-Spieler: Wasmus beendet seine Karriere

Nach drei Kreuzbandrissen wechselt Leander Wasmus an die Seitenlinie, RB Leipzig trainierte in Oberneuland und das Datum für das Lotto-Masters steht fest: der Bremer Fußball-Schnack in Kürze.
25.09.2019, 15:15
Lesedauer: 3 Min
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Von Stefan Freye
Werder-Trainer statt FCO-Spieler: Wasmus beendet seine Karriere

Beim Testspiel gegen den VfL Osnabrück im Juli, das 1:6 endete, stand Leander Wasmus noch in der Elf des FC Oberneuland.

Frank Koch

Der FC Oberneuland wird in Tom Keil schon bald durch eine weitere ­Offensivkraft verstärkt. „Ein Super-Spieler“, sagt FCO-Coach Kristian Arambasic begeistert. Der 19-Jährige hatte zuletzt einige Tage beim Bremen-Liga-­Spitzenreiter mittrainiert und wechselt nun von Dynamo Dresden, wo er von der U 11 bis zur U 19 ausgebildet wurde. Zunächst muss der Stürmer allerdings den Ablauf seiner Sperre Anfang November abwarten. Womöglich wäre Tom Keil auch noch ein ­Spieler von Dynamo, hätte er sich im Mai nicht das Kreuzband angerissen und den Anschluss verpasst. Beim FC Oberneuland startet er nun einen Neuanfang. Angesichts der langen Verletztenliste ist der Sachse noch ein bisschen mehr willkommen: ­Nachdem sich Tom Trebin vor einigen Tagen den Mittelfuß gebrochen hat und min­destens sechs Wochen fehlen wird, bilden gleich acht mehr oder weniger schwer ­verletzte Kicker das Oberneulander ­Lazarett.


Eigentlich sollte auch Leander Wasmus noch im Kader des FCO stehen. Erst im Sommer war der Mittelfeldspieler von Werders U 23 an den Vinnenweg gewechselt. „Aber er hat seine fußballerische Karriere nun beendet“, so Arambasic. Nach drei Kreuzbandrissen in den vergangenen Jahren konzentriert sich Wasmus auf das Traineramt – an prominenter Stelle. Denn der 22-Jährige ist nun ein Teil des Trainerteams in Werders U 19. „Er hat Stärken, gerade weil er so jung ist“, sagt Chefcoach Marco Grote über seinen neuen Co-Trainer.


Save the date: Am 21. Dezember (13 Uhr) startet das Lotto-Masters in der ÖVB-Arena. Acht Bremer Teams streiten dann um den Titel des Hallenmeisters, begleitet von einer stattlichen Kulisse und einem spannenden Rahmenprogramm. Die Karten für das Event sind nun auf dem Markt: Es gibt sie zum Preis von 6,- Euro (ermäßigt: 3,- Euro) beim WESER-KURIER, den Vorverkaufsstellen von Nordwest-Ticket, unter www.­nordwest-ticket.de oder telefonisch unter 04 21 / 36 36 36.


Der 1. FC Burg ist derzeit das Maß der Dinge in der Bezirksliga. Nach dem 4:2 beim Blumenthaler SV II führen die Nordbremer die Liga mit 18 Punkten aus sechs Spielen ganz souverän an. Mit dabei am Wochenende, über 90 Minuten, war ein gewisser Manfred Klein. Aber Moment mal: Ist das etwa der „Manni“ Klein, der bereits vor 20 Jahren als Topkicker galt und 2002 zum ersten Bremer Fußballer des Jahres gewählt wurde? Genau der ist es. Nachdem er 2014 eigentlich seine Karriere bei den Herren beendet hatte, ließ sich der mittlerweile 42-Jährige noch einmal zum Mitmachen bewegen – mittels einer List. Das Team hatte Klein von der Abschlussfahrt nach Mallorca nämlich ein Video geschickt, mit einer klaren Botschaft: Steig wieder bei uns ein! „Da habe ich mein Herz sprechen lassen“, sagt Manni Klein zur emotionalen Rückholaktion. Sein Kommentar zum starken Start des Aufsteigers: „Grandios.“


Die grüne Karte ist eigentlich eher aus der KFZ-Versicherungswirtschaft bekannt, erfreut sich mittlerweile aber auch im Fußball immer größerer Beliebtheit. Gezeigt wird sie allerdings nicht auf dem Feld, dort bleibt es beim roten und gelben Karton. Die Grüne Karte geht an die Zuschauer von Junioren-Spielen, genauer gesagt: an die Eltern der jungen Kicker und Kickerinnen. Nach dem Start der Kampagne im Vorjahr werden derzeit allein in Bereich des Bremer Verbandes 1200 dieser Karten verteilt. Als persönliche Strafe sind sie allerdings nicht gedacht. Der DFB möchte die Erwachsenen am Spielfeldrand sensibilisieren. „Fair ­bleiben, liebe Eltern“, steht deshalb auf der Vorderseite der sogenannten Fair-Play-­Karten. Dreht man diese um, so erhalten
die Fußball-Eltern noch fünf Verhaltenstipps, von „Denken statt zanken“ bis
zu „Vorbild statt Fuchsteufels-
wild“.


Lösung in Sicht: Seit einigen Wochen muss der Bremer SV bereits auf seinen Stürmer Muhammad Sey verzichten. Ihm war zwar eine Spielgenehmigung erteilt worden, geprüft durch die Fifa, den DFB und den Bremer Fußball-Verband. Ausge­wiesen hatte sich der Geflüchtete aus Gambia ­jedoch mit einem nur in Italien gültigen Dokument. Aus diesem Grund ­erschien die Gültigkeit der Spielgenehmigung zumindest fraglich. Jetzt bemühen sich Spieler und Verein um ein Visum. Es soll im November vorliegen – und dann könnte Muhammad Sey wieder für den BSV auflaufen.

Mit dem SV Darmstadt 98 ist in dieser Saison bereits eine Profi-Mannschaft auf dem Platz des FC Oberneuland aufgelaufen, gewann im DFB-Pokal 6:1 in der ersten Runde gegen den Bremen-Ligisten. Vielleicht hat sich die Qualität des Platzes rumgesprochen oder das nette Ambiente, jedenfalls bekam der FCO die Anfrage von RB Leipzig, ob der Klub vor dem Spiel im Weserstadion am vergangenen Sonnabend noch eine kurze Trainingseinheit auf dem Gelände am Vinnenweg durchführen könne. Natürlich gab es den Zuschlag, der Tabellenführer fuhr im Mannschaftsbus vor und trainierte unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Auch der FC Heidenheim (spielt am 30. Oktober um 18.30 Uhr bei Werder im DFB-Pokal) hat jetzt Interesse, beim FCO noch vor dem Anpfiff zu trainieren.

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