Handball Werders Drittliga-Handballerinnen fiebern Pokalpartie entgegen

Das Weiterkommen im DHB-Pokal ist für Werders Handballerinnen zwar jetzt schon so gut wie aussichtslos. Die Bremer Freude über das Los in der zweiten Pokalrunde hätte dennoch kaum größer ausfallen können.
02.10.2014, 00:00
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Von Olaf Kowalzik

Das Weiterkommen im DHB-Pokal ist für Werders Handballerinnen zwar jetzt schon so gut wie aussichtslos. Die Bremer Freude über das Los in der zweiten Pokalrunde hätte dennoch kaum größer ausfallen können. Mit dem HC Leipzig ist am Sonnabend ein Topteam zu Gast.

Werders Handball-Trainer Radek Lewicki gerät ins Schwärmen, wenn er an seine Aufgabe in der zweiten DHB-Pokalrunde denkt. „Der HC Leipzig ist eine Mannschaft von internationaler Topklasse. Solch einen hochkarätigen Gegner hatten wir in einem Pflichtspiel noch nie!“

Am Sonnabend ist es so weit: Traumlos nennen die Bremer Drittliga-Handballerinnen den Titelverteidiger, der um 18.30 Uhr in der Halle an der Hermine-Berthold-Straße aufkreuzt. Dort geht es für die beiden Mannschaften um den Einzug in die dritte DHB-Pokalrunde. Für Radek Lewicki ein schier hoffnungsloses Unterfangen: „Im Fußball wäre ja so einiges möglich, da kann man sich hinten reinstellen und mit Glück gewinnen. Beim temporeichen Handball geht das natürlich nicht.“

Dafür ist der Bundesliga-Vizemeister, der sich gerade gegen FTC Budapest in einem nervenaufreibenden Siebenmeterstechen für die Champions League qualifiziert hat, eine Nummer zu gewaltig. Alle Gäste-Spielerinnen weisen in ihrer sportlichen Vita Einsätze in einer Jugend-, Juniorinnen- oder Frauennationalmannschaft auf. Allen voran die aktuellen Nationalspielerinnen Katja Schülke im Tor (91 Einsätze), Anne Müller (156) am Kreis sowie Anne Hubinger (27) und Saskia Lang (45) im Rückraum. Am meisten freut sich der Pole Lewicki jedoch auf seine Landsfrau Karolina Kudlacz (144 Länderspiele), mit 36 Toren zurzeit die Topscorerin der Bundesliga. Seiner Meinung nach ist das 1,78-Meter Kraftpaket zurzeit eine der Topspielerinnen Europas, „vergleichbar mit der damaligen Wallerin Renata Zienkiewicz“.

Für Radek Lewicki ist die DHB-Pokalteilnahme „die Belohnung dafür, dass wir uns in vielen Spielen auf Bremer Ebene qualifiziert haben. Das sollen jetzt alle meine Spielerinnen so richtig genießen.“ Das Zuschauerinteresse ist schon im Vorfeld groß: Der Fanklub aus Leipzig hat sich mit rund 30 Schlachtenbummlern angekündigt, außerdem gibt es weitere Kartenvorbestellungen in dreistelliger Höhe. „Wir rechnen mit über 400 Zuschauern, also einer vollen Halle“, sagt Lewicki. Gut, dass sich seine Mannschaft mit dem Sieg gegen den VfL Oldenburg II rechtzeitig in richtige Spiellaune geworfen hat.

Vor der Kür im Pokal müssen Werders Spielerinnen aber noch einmal im Ligaalltag ran. Am Freitag um 15.30 Uhr treffen sie auswärts auf den Tabellennachbarn SV Henstedt-Ulzburg. „Wir sind physisch stark genug für beide Partien, der Fokus liegt aber auf dem Punktspiel“, betont der SVW-Coach. So lange muss sich sein Team darauf konzentrieren, erwartet der Coach. „Erst wenn das Punktspiel abgepfiffen ist, wird für uns das Pokalspiel gegen Leipzig zum Thema.“

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