Handball

Neustart Mitte Januar oder Anfang Februar

Die Handball-Verbände aus Niedersachsen und Bremen enstellen mehrere Modelle für den Spielbetrieb in den unteren Ligen vor – das Echo bei den Vereinstrainern ist geteilt
24.11.2020, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Olaf Kowalzik

Bremen. Es ist ein Ziel, auf das es sich hinzuarbeiten lohnt. Die „Task Force Spielbetrieb“ der Handballverbände Bremen (BHV) und Niedersachsen (HVN) hat den Mannschaften von der Oberliga bis hinunter zur Landesliga Vorschläge unterbreitet, wie es mit der aktuellen Punktspielsaison weitergehen könnte. Demnach würden die Punktspielrunden in der Oberliga der Männer und Frauen sowie der Verbandsliga am 16./17. Januar 2021 oder am 6./7. Februar weitergehen. Je nachdem, für welches Modell die Klubs votieren. Die Landesliga soll am 6./7. Februar starten. Immer vorausgesetzt, dass die Corona-Verordnungen dies auch zulassen.

„Wir müssen uns Ziele setzen und wollen den Spielbetrieb spätestens Mitte Juli mit einer sportlichen Wertung beenden“ sagt Jens Schoof, Vizepräsident Spieltechnik des BHV und HVN. Da es in dieser Saison von der Bundesliga bis zur 3. Liga auf die Ermittlung von Meistern, Auf- und Absteigern hinausläuft, werden die darunter liegenden Spielklassen den Platz freiräumen müssen.
Am kommenden Sonnabend sollen die Oberligaklubs per Videokonferenz über die Vorschläge zum möglichen Re-Start diskutieren. Bei den Frauen-Oberligisten liegen drei zur Beratung vor.

„Es ist super, dass Ideen entwickelt und Starttermine genannt wurden", lobt Corinna Wannmacher, die sich als Trainerin bei der SG Findorff engagiert. Das erste Modell sieht eine Fortsetzung der unterbrochenen Saison am 16./17. Januar nach dem bisherigen Modus vor. Das bevorzugt Radek Lewicki, Trainer des SV Werder Bremen II. „Wir müssen so schnell wie möglich wieder starten. Zwei Wochen Trainingsvorbereitung müssen reichen“, sagt er.

Auch Corinna Wannmacher favorisiert diese Variante, nur glaubt sie nicht daran, dass im Januar wieder gespielt werden darf. Daher bevorzugt sie das zweite Modell, bei dem die aktuelle Staffeleinteilung ebenfalls bestehen bleibt. Gespielt würde ab dem 6. Februar aber nur eine Einfachrunde, in der die Ergebnisse der bisher ausgetragenen Partien mit einfließen. Anschließend gibt es eine Auf- und Abstiegsrunde. „Für mich wäre das am fairsten, es gibt für jeden Vor- und Nachteile", meint sie.

Radek Lewicki empfindet diese Variante als „Katastrophe. Da zieht er das dritte Modell vor, nach dem die zurzeit dreigeteilte Liga in vier Staffeln neu aufgeteilt wird. Saisonstart wäre der 6./7. Februar, gespielt würde mit Hin- und Rückrunde. Danach spielen die Erstplatzierten die Aufsteiger aus, die Letztplatzierten steigen ab. Die Vorletzten gehen in eine Abstiegsrunde. „Bei der Stärke der Teams in unserer Region wäre eine noch kleinere Staffel mit neuen Grenzen ungerecht", entgegnet Wannmacher.

Zwei Modelle gibt es für die Männer-Oberliga, in der der HC Bremen spielt. Beim ersten Modell würde die Saison am Wochenende 16./17. Januar starten, die 29 Teams werden in drei (bisher zwei) Staffeln eingeteilt. Die Erstplatzierten spielen die Aufsteiger aus, die Letztplatzierten steigen ab. Die Vorletzten gehen gegebenenfalls in die Abstiegsrelegation. Beim zweiten Vorschlag beginnt die Saison entweder am 16./17. Januar oder am 6./7. Februar. Hier bleiben die Staffeleinteilungen unverändert, der Spielbetrieb wird unter Berücksichtigung der bisher ausgetragenen Partien in einer Einfachrunde fortgesetzt. Anschließend gibt es Auf- und Abstiegsrunden.

„Ein System mit Hin- und Rückrunde wäre am fairsten“, sagt Marten Franke, Spielertrainer des HC Bremen. Er rechnet jedoch nicht mit einem Start Mitte Januar. „Wichtig ist, dieses Mal frühzeitig einen Cut hinzubekommen, um möglichst früh in die kommende Saisonvorbereitung zu starten. Diese Serie wird so oder so verkorkst sein", sagt er.

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