Weltmeisterschaft der Lateinformationen Elfter Titel für den Grün-Gold-Club Bremen

Der Grün-Gold-Club Bremen hat bei der Weltmeisterschaft der Lateinformationen in der ÖVB-Arena den Titel verteidigt. Es ist der elfte Triumph für das Team von Erfolgstrainer Roberto Albanese.
19.12.2021, 01:31
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Elfter Titel für den Grün-Gold-Club Bremen
Von Frank Büter

Der Titelhattrick ist perfekt: Nach 2018 und 2019 triumphierte das A-Team des Grün-Gold-Clubs Bremen bei der Weltmeisterschaft der Lateinformationen am späten Samstagabend zum dritten Mal in Folge; es ist der elfte WM-Titel insgesamt für das Team von Trainer Roberto Albanese. Und es war ein verdienter, ein souveräner Triumph für das Bremer Aushängeschild, das in der ÖVB-Arena mit seiner neuen Choreografie "Emozioni" Publikum und Wertungsrichter gleichermaßen beeindruckt hat und von den mehr als 3000 Zuschauern mit stehenden Ovationen gefeiert wurde. 37,00 Punkte gab es für die energiegeladene Darbietung mit allein 52 Bilderwechseln und vielen rasanten Highlights.

Auf den Plätzen zwei und drei folgten wie schon bei den Titelkämpfen 2019 mit klarem Abstand Vera Tyumen und Duet Perm aus Russland. Diese beiden Teams traten bei diesen Titelkämpfen als „neutrale Athleten“ und unter der Flagge des nationalen russischen Tanzsportverbandes (FDSARR) an, da die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada Russland vor zwei Jahren wegen Manipulation von Daten aus dem russischen Anti-Doping-Labor vorübergehend von allen internationalen Wettbewerben wie Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen ausgeschlossen hat.

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Der alte und neue Weltmeister aus Bremen bot zu italienischen Klängen wie Gloria von Umberto Tozzi oder Svalutation von Adriano Celentano auch im Finale eine ansprechende Leistung, tanzte sehr harmonisch, synchron und ausdrucksstark. Und vor allem: Grün-Gold tanzte mit viel Freude. Das hatte Trainer Albanese schon am Nachmittag imponiert, wenngleich er da noch Steigerungspotenzial gesehen hatte. "Wir können das noch besser", hatte der 48-Jährige da gesagt. Die Mannschaft sei am Anfang noch etwas nervös gewesen, habe sich dann aber schnell gefangen. Die Steigerung im zweiten Durchgang hatte ihm dann gefallen: "Wir sind sehr zufrieden", sagte Albanese und ergänzte mit Blick auf das danach anstehende Finale: "Die Mannschaft ist sehr fokussiert." Und sie blieb es bis zum Schluss. "Das war auf den Punkt", sagte Albanese später. "Die Mannschaft hat über drei Durchgänge ein tolles Turnier getanzt."

Neben dem Grün-Gold-Club und den beiden russischen Teams hatten auch die beiden österreichischen Formationen Zwölfaxing und Wien sowie die TSG Bremerhaven und Moon Dance aus der Mongolei das Finale erreicht, in dem diesmal sieben Teams starten durften. Die Qualifikation für diese Endrunde war bereits ein schöner Erfolg für die TSG Bremerhaven, die im Jahr ihres 50-jährigen Bestehens erstmals seit 2007 wieder bei einer WM dabei war und mit der vom früheren Erfolgstrainer Horst Beer entwickelten Choreografie "Time Machine" einen starken Eindruck hinterlassen hatte. Der vierte Platz war der verdiente Lohn für die Mannschaft von Trainer Dirk Buchmann und wurde vom großen Fanblock aus Bremerhaven denn auch lautstark gefeiert.

In der Zwischenrunde hatten sich übrigens alle 13 teilnehmenden Teams den Zuschauern präsentieren dürfen. "Das ist sportlich eine starke Entscheidung", kommentierte Moderator Andreas Neuhaus am Nachmittag diesen Entschluss des Oberschiedsrichters Heinz Späker. Nachdem das Teilnehmerfeld durch die Corona-bedingten Absagen der beiden polnischen Vertreter Costa Latina Warschau und CMG Radom sowie des englischen Teams XS Latin B aus Cambridge von 16 auf 13 geschrumpft war, hätte es indes auch wenig Sinn gemacht, eine Formation nach der Vorrunde auszusortieren. So hatten alle Teilnehmer die Gelegenheit, sich nach dem feierlichen Einmarsch zur Eröffnung auch noch mal sportlich von ihrer besten Seite zu zeigen.

Gegenüber der Deutschen Meisterschaft Mitte November in Bremerhaven hatte es beim Bremer A-Team übrigens eine personelle Umbesetzung geben: Für Carmen Kupisz tanzte diesmal die aus dem B-Team aufgerückte Lisa Brückner an der Seite von Jan Frost. Beide Tänzerinnen lagen in der Vorbereitung leistungsmäßig auf einem Level, "beide hatten es sich verdient, dabei zu sein", erklärte Roberto Albanese. Und deshalb habe er in einem Sechs-Augen-Gespräch entschieden, Lisa und Carmen je eine Meisterschaft tanzen zu lassen.

Der Endstand im Finale:

  1. Grün-Gold-Club Bremen/Deutschland 37,00
  2. Vera Tyumen/Russland 35,00
  3. Duet Perm/Russland 34,68
  4. TSG Bremerhaven/Deutschland 33,38
  5. HSV Zwölfaxing/Österreich 33,36
  6. Moon Dance/Mongolei 31,55
  7. Schwarz-Gold Wien/Österreich 31,16

Diese Paare tanzten für das A-Team des Grün-Gold-Clubs Bremen: Kevin Berger, Tabea Horstmann; Julian Warnke, Diana Starnets; Roland Piekarczyk, Berit Postera; Jan Frost, Lisa Brückner; Michel Spiro, Franziska Streeb; Philipp Ziehdorn, Onondari Nergui; Lukas Witte, Joyce Hildebrand; Raban Bottke, Melanie Sotskov

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