Kommentar über Frank Baumann

Zartes Signal

Frank Baumanns Ankündigung, sein Amt abzugeben, ist eher als zartes Signal zu verstehen und zugleich als Aufforderung, frühzeitig die Regelung seiner Nachfolge anzugehen, meint Christoph Sonnenberg.
10.10.2019, 17:55
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Zartes Signal
Von Christoph Sonnenberg
Zartes Signal

Frank Baumann, Geschäftsführer Sport bei Werder Bremen.

CARMEN JASPERSEN/dpa

Dass er den Job des Sportvorstands bei Werder nicht ewig machen will, hat Frank Baumann mehrfach gesagt. Nur eben ohne genaue Zeitangabe. Die steht jetzt: Sechs Jahre noch, bis 2025, dann wird er 50. Und will ein Jahr Pause machen vom Fußball, der Familie zuliebe.

Es passt zu Baumann, seinen Plan auf einem Sportforum in der fränkischen Provinz auszusprechen und sich kein großes Forum zu suchen. Und man glaubt ihm, dass er die große Bühne Fußball verlässt, ohne Entzugserscheinungen zu bekommen.

Sechs-Jahres-Pläne werden im Fußball aber nicht erstellt. Es kann sein, dass sich die Wege bereits vorher trennen. Auch wenn es unwahrscheinlich erscheint, gerade jetzt, wo mit Baumann, Florian Kohfeldt und Marco Bode Leute in der Verantwortung stehen, denen es um Werder geht und die Entwicklung nachhaltig positiv ist.

Was aber, wenn Werder in sechs Jahren um die Meisterschaft mitspielt? Oder mitten im Abstiegskampf steckt? Kaum vorstellbar, dass Baumann dann einfach von Bord geht. Die Zahl sechs ist eher als zartes Signal zu verstehen und zugleich als Aufforderung, frühzeitig die Regelung der Nachfolge Baumanns anzugehen.

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