Zehntklässler forschen beim Projekt „Tracks“ auch in den Ausstellungsräumen des Übersee-Museums Spurensuche in Afrika, Ozeanien und Walle

Westend·Bahnhofsvorstadt. Wie ernähren sich Menschen in anderen Kulturen? Und woher stammen die Nahrungsmittel, die wir verzehren? Mit vielen Fragen rund um das Thema Ernährung hat sich die Klasse 10c der Oberschule an der Helgolander Straße im Rahmen ihrer Projektwoche beschäftigt. Das Übersee-Museum hatte sie zum Jugendbildungsprojekt „Tracks“ eingeladen, bei dem es darum geht, sich zu einem bestimmten Thema auf Spurensuche zu begeben – zunächst im Museum und anschließend im eigenen Stadtteil.
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Von Anne Gerling

Wie ernähren sich Menschen in anderen Kulturen? Und woher stammen die Nahrungsmittel, die wir verzehren? Mit vielen Fragen rund um das Thema Ernährung hat sich die Klasse 10c der Oberschule an der Helgolander Straße im Rahmen ihrer Projektwoche beschäftigt. Das Übersee-Museum hatte sie zum Jugendbildungsprojekt „Tracks“ eingeladen, bei dem es darum geht, sich zu einem bestimmten Thema auf Spurensuche zu begeben – zunächst im Museum und anschließend im eigenen Stadtteil.

Die Waller Schülerinnen und Schüler hatten sich für den Schwerpunkt Ernährung entschieden; und so forschten die zunächst gemeinsam mit Museumsvermittlerin Hedwig Thelen vom Übersee-Museum in Afrika und Ozeanien – genauer gesagt: in den entsprechenden Ausstellungsräumen zu diesen beiden Lebenswelten. Dabei haben sie beispielsweise untersucht, mit welchen Methoden in Afrika gejagt wird und wie dort Lebensmittel aufbewahrt werden. Die San, die in Namibia mit einem fast zerbrechlich wirkenden Wurfspeer Antilopen, Zebras, Gazellen oder gar Giraffen erlegen, brauchen viel Ausdauer, da sie ihre Beute zunächst über einen langen Zeitraum verfolgen, bis diese ermüdet und erschöpft ist, erfuhren die Jugendlichen dabei zum Beispiel. Aber auch, dass dieses afrikanische Volk Straußeneier benutzt, um dann für die Jagd Wasservorräte anzulegen.

Anschließend ging es hinaus auf die Straßen Walles. Während sich die Jugendlichen in ihrem eigenen Stadtteil näher umsahen, haben sie in unterschiedlichen Geschäften nachgefragt, wovon sich die Menschen hierzulande ernähren und woher die Lebensmittel stammen, die dort in Supermärkten, auf dem Wochenmarkt oder in Bioläden angeboten werden. Unter anderem ging es auch um das Verhältnis von Fast Food und gesunder Ernährung: 13 Fast-Food-Läden von der Pommesbude über Burger- und Döner-Läden bis zur Filiale einer großen Fast-Food-Kette hat eine Schülergruppe im unmittelbaren Umkreis ihrer Schule gezählt. „Das ist für zehn Minuten Fußweg schon eine ganze Menge“, sagt Florian, der an dieser Recherche beteiligt war. Im Durchschnitt essen Waller zweimal im Monat Fast Food und dreimal im Monat ein Fertiggericht, ergab außerdem die Befragung von Passanten.

Bei „Tracks“ steht am Ende die Frage: „In welcher Gesellschaft will ich leben?“ Dementsprechend haben die Schüler zum Abschluss ihrer Projektwoche Aussagen dazu formuliert, wie sie sich gerne ernähren würden und wie idealerweise mit Lebensmitteln umgegangen werden sollte. „Wir wünschen uns, dass jeder Mensch genug zu essen hat“, schrieben sie dabei auf. Schulleiterin Ingrid Brücker-Götz zeigte sich bei der Abschlusspräsentation im Übersee-Museum angetan von den neuen Erkenntnissen der Schüler. „Ich glaube, am meisten Spaß hat ihnen die Recherche im Stadtteil gemacht“, berichtet sie.

Pro Schulhalbjahr vergibt das Übersee-Museum fünf Projektplätze für die Jahrgänge 6 bis 10. Die Teilnahme ist kostenfrei. Schulklassen, die sich ebenfalls eine Woche lang im Rahmen von „Tracks“ zu einem der vier Schwerpunkte Stadt/Raum, Natur, Ernährung oder Technik auf Spurensuche begeben möchten, können sich per E-Mail an tracks@uebersee-museum.de ans Museum wenden.

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