Hulsberg-Viertel

St.-Jürgen-Quartier steht zum Verkauf

Die Grundstücksentwicklung Klinikum Bremen-Mitte (GEG) hat jetzt ein weiteres Verkaufsverfahren im Neuen Hulsberg-Viertel gestartet. Der Bebauungsplan sieht 30 Prozent sozialen Wohnungsbau vor.
10.04.2019, 16:34
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Von Karina Skwirblies
St.-Jürgen-Quartier steht zum Verkauf

Verkauft werden soll ein Gelände (Markierung), das in einem spitzen Winkel in Richtung Werder-Imbiss endet.

GEG

Die Grundstücksentwicklung Klinikum Bremen-Mitte (GEG) hat jetzt ein weiteres Verkaufsverfahren im Neuen Hulsberg-Viertel gestartet. Zum Verkauf steht ein rund 29 000 Quadratmeter großes Grundstück, auch St.-Jürgen-Quartier genannt. Es handelt sich um knapp drei von insgesamt 14 Hektar, die das Neue Hulsberg-Viertel bilden sollen. Vom Käufer erwartet die GEG ein Mindestgebot von rund 24 500 000 Euro.

Verkauft werden soll ein Gelände zwischen der St.-Jürgen-Straße und der Straße Am Schwarzen Meer, das in einem spitzen Winkel in Richtung Werder-Imbiss endet. Auf vier Flächen sollen hier Neubauten entstehen:

Wohngebäude mit einer Kita und Gewerbenutzungen. Außerdem gehören die heutige Augenklinik und die Urologie (Haus 8) mit zum Grundstück. Bei Haus 8 handelt es sich um ein Denkmal, das unter Ensembleschutz steht und nicht abgerissen werden darf. Die Frauenklinik aus den 80er-Jahren dagegen soll den Neubauten weichen.

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Monatelange Verzögerungen

Die Entwicklung des Neuen Hulsberg-Quartiers verläuft langsamer als geplant. Ursprünglich sollten bereits im vergangenen Jahr mehrere Grundstück auf den Markt kommen. Dies hat sich um einige Monate verzögert. Bislang ist vom Klinik-Gelände lediglich ein knapp 1900 Quadratmeter großes Grundstück an der St.-Jürgen-Straße verkauft worden, auf dem jetzt ein neues Ärztehaus entsteht.

Für ein kleineres Grundstück neben der Pathologie mit dem Namen „Sorgenfrei 1“ laufen derzeit die Verhandlungen mit einem Käufer, berichtet Florian Kommer von der GEG im Gespräch mit dem WESER-KURIER. Im Februar dieses Jahren wurde das Baufeld 2, „Friedrich-Karl“, vom Verkauf ausgeschrieben, rund 1700 Quadratmeter groß. Mit dem St.-Jürgen-Quartier steht nun ein deutlich größerer Teil des gesamten Neuen Hulsberg-Quartiers zum Verkauf.

Baugemeinschaften stehen im Bieterverfahren außen vor. Gefragt ist ein Investor, der das Gelände und dessen Bebauung allein übernimmt, erklärt Florian Kommer. Die oberirdische Bebauungsfläche betrage rund 46 000 Quadratmeter. Damit sei die gesamte Quadratmeterzahl gemeint, die verteilt über mehrere Etagen für die Wohnnutzung oder als Gewerbefläche zur Verfügung stehen. 30 Prozent der Wohneinheiten müssten dabei als sozial geförderter Wohnungsbau hergestellt werden.

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Bauunternehmen oder Investoren aus der Immobilien- und Wohnungsbauwirtschaft müssen ein Kaufgebot und ein Bebauungskonzept vorlegen. Um an dem Verkaufsverfahren teilnehmen zu können, müssen sie sich bis zum 5. Mai bei der GEG bewerben. Wer am Ende den Zuschlag erhält, das richtet sich zu 70 Prozent nach dem Preis und zu 30 Prozent nach dem vorgelegten Bebauungskonzept.

Florian Kommer rechnet damit, dass sich das ganze Verfahren über ein halbes Jahr hinzieht. „Wir rechnen mit aufwändigen Bietergesprächen. Das ist aber in Ordnung, denn wo kann man noch in Bremen in so attraktiver Lage ein derart großes Stück neue Stadt bauen? Uns ist es da lieber, dass wir behutsam und Schritt für Schritt das Verkaufsverfahren steuern und keine übereilten Entscheidungen treffen.“

Weitere Informationen

Die Verkaufsunterlagen können bei der GEG per E-Mail angefordert werden: florian.kommer@geg-bremen.de. Weitere Informationen im Internet unter www.neues-hulsberg.de

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