Bremer Scheinfirma täuschte Verkäufe vor

Staatsanwalt beschlagnahmt 180.000 Euro von Betrügern

Rund 200.000 Euro hat eine Bremer Scheinfirma im Internet mit vorgetäuschten Verkäufen von Atemschutzmasken erbeutet. Vier Unternehmer fielen darauf rein - dürfen jetzt aber hoffen, ihr Geld zurückzubekommen.
25.03.2020, 16:23
Lesedauer: 1 Min
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Staatsanwalt beschlagnahmt 180.000 Euro von Betrügern
Von Ralf Michel
Staatsanwalt beschlagnahmt 180.000 Euro von Betrügern

Eine Bremer Scheinfirma hat mehrere Anbieter von Desinfektionsmittel und Schutzmasken betrogen (Symbolbild).

ERIC LALMAND

Die vier Unternehmen, die in den vergangenen Tagen Betrügern im Internet auf den Leim gegangen waren und in sogenannten „Fake-Shops“ für rund 200.000 Euro Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel überwiesen hatten, können damit rechnen, einen Großteil ihres Geldes zurückzuerhalten: Die Staatsanwaltschaft Bremen hat mittels Kontopfändung 180.000 Euro zugunsten der Betrugsopfer sichergestellt. Das Geld wurde zwar beschlagnahmt, nach den Tätern wird aber weiterhin gesucht. Die Ermittlungen dauern an.

Die Kontaktaufnahme der Täter zu mehreren Großhändlern aus der Gesundheitsbranche war unter dem Deckmantel einer in Bremen registrierten Firma erfolgt. Unter Vorlage gefälschter behördlicher Bescheinigungen boten die Betrüger Atemschutz- und Desinfektionsmittel zum Verkauf gegen Vorkasse an. Insgesamt vier Unternehmen nahmen das Angebot an und überwiesen etwa 200.000 Euro auf das Konto der Firma. Von dort leiteten es die Betrüger unverzüglich auf Konten Dritter weiter. In keinem Fall wurde die Ware ausgeliefert.

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Der Staatsanwaltschaft gelang es nun, beim Amtsgericht Bremen Vermögensarreste zu erwirken und mittels anschließender Kontenpfändung insgesamt etwa 180.000 Euro für die geschädigten Unternehmen zu sichern.

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