Gaststätte Dammsiel im Blockland

Pächter geben Abschiedsparty

Die Pächter des Gasthauses Dammsiel feiern am 8. März ihren Abschied. Deichverbandschef Wilfried Döscher verhandelt mit Nachfolgern. In den kommenden Tagen soll eine Entscheidung fallen.
06.03.2020, 18:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Petra Scheller
Pächter geben Abschiedsparty

Ein Blick auf die Gaststätte Dammsiel.

CARMEN JASPERSEN

Blockland. An diesem Wochenende verabschieden sich die langjährigen Pächter des Gasthauses Dammsiel von ihren Stammgästen. Am Sonntag, 8. März, steigt eine kleine Abschiedsparty, ab 17 Uhr im Landgasthof an der Wümme. Das teilen die Betreiber Petra Heinemann und ihr Lebensgefährte Timo Schröder mit. „Ich habe jetzt meinen Frieden mit der Entscheidung getroffen“, berichtet Petra Heinemann mit fester Stimme. Ende vergangenen Jahres hatte das Paar sich entschieden, den Pachtvertrag mit dem Deichverband am rechten Weserufer zu kündigen. Der Verband ist Eigentümer der Immobilie.

Der Entschluss fiel schwer, berichtet Petra Heinmann. Denn über 170 Jahre lang wurde der Gasthof an der Schleuse bereits von ihren Vorfahren betrieben. Die Pächterin führte den Hof in fünfter Generation. In dem Haus im Niederblockland 32 haben schon ihre Urgroßeltern Gäste bewirtet, erzählt Heinemann ein wenig wehmütig. Sie verbinde mit dem Idyll an der Wümme Kindheitserinnerungen. Ihre Mutter Helga Garbade hat früher gekocht, der Vater stand hinterm Tresen.

Petra Heinemann wollte unbedingt in die Fußstapfen ihrer Eltern treten und machte eine Ausbildung zur Restaurantfachfrau. Der Gasthof war ein Familienprojekt. Noch heute helfe ihre Mutter im Service und in der Küche aus, erzählt die Tochter. Zusätzlich setze das Wirtspaar zehn Aushilfen ein, einige gehörten seit Jahren zum Team. Gründe für das Aus gibt es einige. Einer wiegt wohl am schwersten: Das in die Jahre gekommene Gasthaus sollte saniert werden. Petra Heinemann und Timo Schröder hätten auf ihre Kosten die alte Küche und den Sanitärbereich instand setzen lassen müssen. Dazu fehlte dem Paar schlicht das Geld.

Inzwischen haben sich mehrere Interessenten das Haus angesehen, berichtet Timo Schröder. Deichverbandschef Wilfried Döscher verhandelt zurzeit über die Nachfolge. „In zehn Tagen könnte das Ergebnis feststehen“, sagt Döscher vorsichtig. Mehr will der Deichverbandschef zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen.

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