Bamf-Skandal

"Spiegel": 97 Prozent der Asylfälle zweier Anwälte in Bremen anerkannt

Neue Details zum Skandal um die Bremer Außenstelle des Bamf: Laut eines Berichts des Magazins "Spiegel" sollen 97 Prozent der Asylfälle genehmigt worden sein, die von zwei Bremer Anwälten eingereicht wurden.
25.05.2018, 14:48
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"Spiegel": 97 Prozent der Asylfälle zweier Anwälte in Bremen anerkannt

Die Zentrale Aufnahmestelle für Flüchtlinge an der Lindenstraße in Fähr-Lobbendorf beherbergt auch die Außenstelle des Bundesamtes.

Christian Kosak

Wie das Magazin am Freitag berichtet, zeigt ein interner Bericht der Behörde, dass 97 Prozent aller Asylanträge, die von zwei Rechtsanwälten in Bremen eingereicht wurden, genehmigt wurden.

Damit erhielten mehr als 1000 Flüchtlinge einen positiven Bescheid ohne ausreichende Prüfung.

In dem 17-seitigen Bericht vom 11. Mai wird auf die Rechtsanwälte Irfan C. und Cahit T. verwiesen, die von Januar 2013 bis November 2017 deutschlandweit für 4568 Asylfälle ein Mandat hatten. Davon wurden 1371 Fälle in Bremen entschieden und 97 Prozent der Entscheidungen positiv beschieden. Im Vergleich: Die Quote für positive Bescheide liegt in anderen Dienststellen bei 75 Prozent.

In Bremen sind laut dem Bericht innerhalb der Bamf-Stelle nur wenige Menschen mit dem Entscheiden über Asylgesuche betraut: Neben der Amtsleiterin Ulrike B. seien fünf weitere Mitarbeiter beteiligt gewesen. Vorschriften sollen absichtlich missachtet worden sein, heißt es in dem Papier. (shm)

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