Fußball-Bremen-Liga

Einfach nur nervig

Der Blumenthaler SV ist in der Fußball-Bremen-Liga nach seinem 6:1-Kantersieg über den ESC Geestemünde auf dem harten Boden der Realität zurück.
04.10.2020, 19:29
Lesedauer: 2 Min
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Von Karsten Hollmann

Der Blumenthaler SV ist in der Fußball-Bremen-Liga nach seinem 6:1-Kantersieg über den ESC Geestemünde auf dem harten Boden der Realität zurück. Beim BSC Hastedt kassierten enttäuschende Nordbremer eine 1:3-Schlappe. BSV-Trainer Steffen Dieckermann war direkt nach dem Schlusspfiff derart angefressen, dass er keinen Kommentar zum Spiel abgeben wollte. „Wir haben überhaupt nicht ins Spiel gefunden“, sagte dessen Assistent Steffan Wuttke.

Die Gäste gestalteten die Anfangsviertelstunde sehr ausgeglichen, mussten dann aber zwei Gegentore nach Standardsituationen hinnehmen. Beim 1:0 nach 16 Minuten von Elvis-Andrei Popa bekamen die Blau-Roten den Ball nach einem Eckball von Karim Jahjah nicht aus der Gefahrenzone. Nur 120 Sekunden später war Elmehdi Faouzi, nach einem Freistoß von der linken Seite von Moritz Rosik auf den zweiten Pfosten, mit links mit einem noch abgefälschten Schuss in die lange Ecke zur Vorentscheidung erfolgreich.

„Da haben wir zweimal gepennt. Die Zuordnung stimmte nicht“, erklärte Wuttke. Nach einer halben Stunde fackelte Hastedts Youssef Alo nicht lange und zwang BSV-Torhüter Mahmoud Hachem aus 25 Metern zu einer Glanzparade. Kurz darauf sorgte wieder einmal ein Eckball von Youssef Alo für Gefahr.

Die Blumenthaler Akteure wirkten bei Standards sehr unsicher. Drei Minuten vor dem Pausentee wehrte erst Mahmoud Hachem einen Schuss von Alo ab, ehe Maurice Hesseling im letzten Moment den Nachschuss von Sedat Yücel blockte.

Völlig genervt wegen der Widerworte seiner Schützlinge in der Kabine kehrte Dieckermann bereits vor seinen Mannen auf den Platz zurück. Die waren aber auf Wiedergutmachung aus. Bo Weishaupt legte den Ball an Hastedts Linksverteidiger Ensa Jarju vorbei, der sich nur noch mit einem Foul gegen Weishaupt zu helfen wusste. „Spiel den Ball nach vorne“, ärgerte sich der sportliche Leiter des BSC, Gökhan Deli, an der Seitenlinie. Den fälligen Strafstoß verwandelte Weishaupt selbst zum Anschlusstor.

Hastedts Tormann George-Costin Iordache war zwar noch mit einer Hand am Ball, vermochte den zu scharfen Schuss aber nicht mehr abzuwehren (48.). „Wir sind mit viel Willen und Elan in die zweite Halbzeit gegangen“, freute sich Steffan Wuttke. Auf der anderen Seite ließ Dominik Willkomm Elmehdi Faouzi in der 53. Minute im 16-Meter-Raum über die Klinge springen. Wieder zeigte Referee Bastian Norden auf den Elfmeterpunkt. BSC-Kapitän Max Buschermöhle übernahm die Verantwortung und stellte den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her. „Die Blumenthaler haben es viel mit langen Bällen versucht. Das ist aber auch kein Wunder, weil sie mit Kilian Lammers einen langen Mann da vorne drin haben“, ließ Gökhan Deli wissen.

Lammers hatte aber nicht gerade seinen besten Tag erwischt. Der Zwei-Meter-Mann kam kaum zum Abschluss und konnte auch nur selten mal den Ball vorne festmachen. Der eingewechselte Maik Alpers visierte nach einer Vorlage von Bo Weishaupt nur das BSC-Außennetz an (80.). In der Schlussphase war es ein offener Schlagabtausch. Mahmoud Hachem zeigte gegen Marcus Kenneweg (81.) und bei einem Freistoß von Karim Jahjah (88.) sehenswerte Paraden. Auf der Gegenseite verpassten Lammers und Weishaupt den Anschlusstreffer. „Hastedt hat es aber auch gut gemacht“, zeigte sich Steffan Wuttke als fairer Verlierer.

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