Lotto-Pokal, 2. Ruunde

Auf ein Neues

Ein Wunschlos ist es sicherlich für keine Seite: Nach dem 1:0-Erfolg über den Bremer SV im Punktspiel der Bremen-Liga, trifft der Blumenthaler SV nun auch im Pokal-Wettbewerb auf den amtierenden Meister.
19.08.2019, 15:38
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Von Klaus Grunewald, Marc Gogol und Reiner Tienken
Auf ein Neues

Yves Mfumu (rechts) hatte im mit 1:0 gewonnenen Punktspiel gegen den Bremer SV gute Szenen auf dem linken Flügel. An diesem Dienstag trifft er mit dem Blumenthaler SV nun im Lotto-Pokal auf die Mannschaft vom Panzenberg.

Christian Kosak

Blumenthal. Ein Wunschlos ist es sicherlich für keine Seite: Nach dem 1:0-Erfolg über den Bremer SV am vergangenen Freitag im Punktspiel der Bremen-Liga, trifft der Blumenthaler SV an diesem Dienstag auch in der 2. Runde des Lotto-Pokals auf den amtierenden Bremer Meister. Die Begegnung im Burgwallstadion soll von Schiedsrichter Cedric Philipp (SC Borgfeld) um 18.30 Uhr angepfiffen werden. Neben dem Blumenthaler SV sind auch der SV Türkspor (20 Uhr gegen TuS Schwachhausen) und der Neurönnebecker TV (18.30 Uhr gegen SFL Bremerhaven) im Pokal-Einsatz.

Blumenthaler SV – Bremer SV: So viel steht bereits fest: Es wird einen Verlierer und damit einen Bremen-Ligisten geben, der auch im Pokal hohe Erwartungen hegt und früh scheitert. Die Losfee wollte es so. Und neben dem Blumenthaler oder dem Bremer SV werden auch in den Partien SV Hemelingen gegen Leher TS sowie FC Union 60 gegen BTS Neustadt zwei Vertreter der höchsten Bremer Fußballklasse auf der Strecke bleiben.

Denis Spitzer, Trainer des Blumenthaler SV, hofft natürlich, dass seine Mannschaft an diesem frühen Abend mit dem gleichen Engagement gegen den Bremer SV zu Werke geht wie am vergangenen Freitag. Da gewann die Burgwallelf knapp, aber letztlich verdient durch einen Treffer von Innenverteidiger Mario Vukoja mit 1:0. An ihrer Taktik dürften die Nordbremer auch im Pokalmatch gegen die Westbremer festhalten. Und die hatte BSV-Coach Ralf Voigt offenbar überrascht. Die Gastgeber waren nicht, wie wohl erwartet, stürmisch, sondern verhalten zur Sache gegangen. Stets darauf bedacht, im Mittelfeld die Übersicht und Dominanz zu behalten. Denis Spitzer formulierte es so: „Wir haben tiefer gestanden, als es der Bremer SV vermutet hatte.“

Spiel kontrollieren und in der Abwehr nichts anbrennen lassen, ohne die Offensive zu vernachlässigen – so könnte das Motto des Blumenthaler SV lauten. Im Mittelfeld bietet sich Spitzer zudem eine Verstärkung an. Weil Moritz Hannemann nach überstandenen Leistenproblemen wieder fit ist, könnte er neben Malte Tietze seine Kreise ziehen. Auf alle Fälle dürfen die Fußballfans eine erneut spannende Partie im Burgwallstadion erwarten. Allein schon deshalb, weil ein Pokalspiel immer Endspielcharakter ohne Chance auf Wiedergutmachung hat. Wer verliert, ist raus und kann sich auf die Punktspiele konzentrieren.

Dienstag, 18.30 Uhr, Burgwallstadion

SV Türkspor – TuS Schwachhausen: „Die Enttäuschung über die unglückliche Niederlage zum Punktspielstart in Huchting ist riesengroß“, sagte Türkspors Trainer Bahadir Kilickeser. Insofern brennen seine Spieler auf eine Art Wiedergutmachung. Das dürfte als frischgebackener Landesligist für die Nordbremer gegen den momentanen Tabellenzweiten der Bremen-Liga aber alles andere als einfach sein. „Eigentlich haben wir als Aufsteiger gegen Schwachhausen nichts zu verlieren und können locker aufspielen“, meint Bahadir Kilickeser, dennoch dürfte etwas Druck auf dem Heimteam lasten. Das Zuschaueraufkommen sollte, auch angesichts der zuvor stattfindenden Partie des Blumenthaler SV gegen den Bremer SV, einigermaßen hoch sein und die Erwartungen von Außen deshalb nicht ganz so niedrig.

Für den SV Türkspor wird dieses Zweitrunden-Pokal-Duell jedoch ein völlig anderes Spiel als noch die 90 Minuten in Huchting werden. Dort stand der Gegner meist tief in der eigenen Hälfte, und die Kilickeser-Mannen durften ihr Kombinationsspiel aufziehen. Gegen die Stadtbremer wird es zunächst einmal auf die Sicherung des eigenen Tores ankommen. Ausfälle hat Bahadir Kilickeser bis auf den Urlauber Sebastian Heese nicht zu beklagen.

Dienstag, 20 Uhr, Burgwall (Kunstrasen)

Neurönnebecker TV – SFL Bremerhaven: Ein ganz schwerer Brocken wird dem Neurönnebecker TV (Kreisliga A) vorgesetzt. Die Schützlinge von Trainer Oktay Özdemir müssen gegen den Bremen-Ligisten SFL Bremerhaven Farbe bekennen. Der Verbandsligist, aktuell Tabellenzweiter, reist mit der Empfehlung eines 4:0-Kantersieges gegen den Habenhauser FV an. „Das ist ein Highlight und ein Bonusspiel für meine Mannschaft“, freut sich NTV-Coach Oktay Özdemir auf die große Herausforderung. Stefan Rothermund steht dem Gastgeber nach abgelaufener Sperre wieder zur Verfügung. Kemal Kalac (Urlaub) und Mustafa Can (Dienst) gilt es zu ersetzen. Auf Sascha Högemann dürfte allem Anschein nach im NTV-Tor ein arbeitsreicher Abend zukommen. „Wir wollen das Ergebnis so niedrig wie möglich halten und den Bremen-Ligisten ein bisschen ärgern“, hofft Oktay Özdemir beim Duell David gegen Goliath auf ein respektables Resultat.

Dienstag, 18.30 Uhr, Turnerstraße

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