DJK Germania Blumenthal

Aydin Pekyalcin macht eine Pause

Aydin Pekyalcin ist nicht mehr Trainer beim Fußball-Landesligisten DJK Germania Blumenthal. Der in Hemelingen wohnende Familienvater möchte sich auch mehr um Beruf und Familie konzentrieren.
28.05.2020, 16:23
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Olaf Schnell
Aydin Pekyalcin macht eine Pause

Trainer Aydin Pekyalcin gönnt sich nun erst einmal eine Pause.

Olaf Schnell

So ganz einfach ist ihm die Entscheidung nicht gefallen. Zwar kam Aydin Pekyalcin nach der Saison 2019/20 schon etwas ins Grübeln, setzte dann aber doch noch die Trainer-Arbeit beim Fußball-Landesligisten DJK Germania Blumenthal fort. Doch nun hat der 52-Jährige dem Nordbremer Traditionsverein mitgeteilt, dass er erst einmal eine schöpferische Pause einlegen möchte. Damit der in Hemelingen wohnende Familienvater sich auch mehr um Beruf und Familie konzentrieren kann.

Seit der Saison 2018/19 war Aydin Pekyalcin für die erste Mannschaft der „Germanen“ verantwortlich und schaffte hier die Sensation, als er mit einem Großteil der Reserve (Kreisliga B) und Ü32-Spielern den Klassenerhalt in der Landesliga Bremen schaffte. Davor stand er bei der Zweiten rund vier Jahre erfolgreich an der Seitenlinie und insgesamt blickt Pekyalcin auf stolze 17 Jahre bei den Blumenthalern zurück.

Alles fing mit dem Coachen bei den G-Junioren an, das dann im Herrenbereich endete. „Ich habe bei DJK jede Station mitgenommen. Das volle Pfund bis nach oben,“ berichtete Aydin Pekyalcin. Ständige Wegbegleiter waren von der Jugend zum Beispiel Koray und Kerem Caliscan und ab der C-Jugend auch Marius Schramm. Selbst aktiv war der Stadtbremer zuerst bei der DJK Germania Blumenthal im Jugendbereich unter dem Coach Joseph Ramuscak, beim SV Grohn (A-Jugend-Verbandsliga), SV Türkspor und beim TSV Meyenburg im Einsatz – bis dann eine schlimme Knieverletzung seine aktive Laufbahn beendete.

„Mein größter Erfolg mit DJK war eigentlich, dass ich mit dem Verein im ersten Jahr bei der Ersten mit einer halben Kreisliga-B-Mannschaft inklusive ein paar Ü32-Spielern den Klassenerhalt in der Landesliga geschafft habe. Damals waren doch 90 Prozent der Leute der Meinung, dass wir der erste Absteiger sind. Das war für mich schon ein Highlight“, erinnerte sich Aydin Pekyalcin. Im zweiten Jahr musste der 52-Jährige dann aufgrund vieler Abgänge mit einer fast neuen Mannschaft zusammenarbeiten.

„Das muss eigentlich definitiv in die Hose gehen. Wenn die Chemie zwischen Trainer, Mannschaft und Verein untereinander auch nicht mehr so richtig passt, dann macht das irgendwo auch für alle Beteiligten keinen Spaß mehr“, so Pekyalcin, der sich nun erst einmal auf seine Pause freut. Es aber gut möglich, dass Aydin Pekyalcin wieder ins Trainingsgeschäft zurückkehrt. „Das lasse ich offen. Ich werde sehen, was trainermäßig auf mich zukommt. Einmal in der Woche werde ich auf jeden Fall weiter zum Training der DJK-Ü40-Herren gehen.“

Der zweite DJK-Vorsitzende Gerd Stedtnitz hatte eigentlich nicht mit dem Ausscheiden von Aydin Pekyalcin gerechnet. „Wir müssen nun seine Entscheidung aber so akzeptieren. Wir können ja auch nicht meckern. Aydin hat bei uns gute Arbeit geleistet. Respekt, dass er mit den zweiten Herren den Landesliga-Klassenerhalt geschafft hat. Da standen wir ja schon vorher eigentlich als Absteiger fest“, erinnerte sich der Ex-Stürmer des Blumenthaler SV und SV Atlas Delmenhorst.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+