Fußball-Bremen-Liga Blumenthal demontiert Brinkum

Die Nordbremer legten mit dem 5:1-Sieg gegen den Meister der Saison 2017/18 ihre Reifeprüfung ab – mit glänzenden Noten. Trainer Denis Spitzer sprach nach dem Abpfiff von der besten Saisonleistung.
05.05.2019, 19:15
Lesedauer: 2 Min
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Von Klaus Grunewald

Blumenthal. „Wir haben kaum personelle Sorgen, aber Probleme mit dem Tabellenplatz“, sagte der Coach des Brinkumer SV, Dennis Offermann, vor dem Anpfiff der Partie in der Fußball-Bremen-Liga beim Blumenthaler SV. Nach der auch in dieser Höhe verdienten 1:5-Niederlage im Burgwallstadion gilt diese Feststellung umso mehr. Die Stuhrer sind auf den zehnten Rang abgerutscht und müssen um die Teilnahme am Hallen-Spektakel in der ÖVB-Arena bangen. Dagegen zeigten die Nordbremer ihr bislang bestes Saisonspiel. Entsprechend freute sich ihr Trainer Denis Spitzer: „Es war eine überragende Leistung meiner Mannschaft.“

Tatsächlich hat die Entwicklung der jungen Blumenthaler Elf von einem Abstiegskandidaten in der Hinrunde zur drittbesten Mannschaft der Rückrunde am Sonnabend ihre endgültige Bestätigung gefunden. Gegen den Meister der Saison 2017/18 legten die Blumenthaler ihre Reifeprüfung ab – mit glänzenden Noten. Spieltechnisch, taktisch und kämpferisch konnten die Stuhrer dem Team von Denis Spitzer kaum das Wasser reichen. Vor allem das Umschaltspiel klappte hervorragend, weil die Burgwall-Elf in der Rückwärtsbewegung fast fehlerfrei agierte und dem auf Konter lauernden Gast nur einmal in die Falle lief. In der 53. Minute entwischte Brinkums Bastian Helms den hoch stehenden Nordbremern und verkürzte zum zwischenzeitlichen 1:3 aus Sicht des Offermann-Teams.

Der Brinkumer Mittelfeldspieler versuchte zwar von Beginn an, dem Match seinen Stempel aufzudrücken. Doch er zerrieb sich oft in Zweikämpfen, weil er wenig Unterstützung fand. Der Grund: Die immens laufstarken Blumenthaler erstickten die meisten Kombinationsversuche der Gäste spätestens vor dem eigenen Strafraum. Darüber hinaus kontrollierten Moritz Hannemann, Mola Lamine Khan und Jan-Luca Warm das Geschehen im Mittelfeld und inszenierten immer wieder gefährliche Offensivattacken.

Nach einem Vorstoß über die linke Außenbahn hatte Warm so auch den frühen Führungstreffer des Blumenthaler SV eingeleitet. Seine Flanke erreichte Khan, der den Ball über Brinkums Keeper Tariq Olatunji hinweg zum 1:0 ins Netz spitzelte (13.). Schon fünf Minuten später hatte Blumenthals Mittelstürmer Vinzenz van Koll das 2:0 auf dem Fuß, doch sein Schuss strich am rechten Pfosten vorbei. Als sich aber Brinkums Abwehrspieler Esin Demirkapi einen Fehlpass erlaubte, reagierte van Koll umgehend und markierte das 2:0 (21.). Nur drei Minuten später stand der Goalgetter erneut im Zentrum des Geschehens. Im Kampf um den Ball wurde er von Olatunji „umgemäht“. Der Unparteiische entschied auf Strafstoß, Jonathan Bondombe-Simba schob den Ball allerdings Olantunji direkt in die Arme.

Die zweite Halbzeit war erst zwei Minuten alt, da hämmerte Leon Nnamdi Krämer die Kugel zur 3:0-Führung ins linke Brinkumer Toreck. Einmal mehr hatte die Abwehr der Gäste zuvor die Orientierung verloren. Doch der Anschlusstreffer von Helms weckte zumindest vorübergehend die Lebensgeister des Meisters. Er versuchte noch einmal über den Kampf ins Spiel zu kommen, konnte es vorübergehend auch ausgeglichen gestalten – zwingende Torchancen aber blieben aus, weil die von Blumenthals Mannschaftskapitän Ennio Cordes organisierte Abwehr einschließlich Torwart Jascha Tiemann weiterhin konzentriert zu Werke ging. Kurzum: Auch in der Schlussphase zeigten die Gastgeber, dass sie taktisch gereift sind. In der 84. Minute leitete dann erneut Warm einen Konter über die linke Seite ein. Seine Flanke erreichte Jonathan Bondombe-Simba, der keine Mühe hatte, sich in die Torschützenliste einzutragen und auf 4:1 zu erhöhen.

Und direkt nach dem Anstoß der Brinkumer eroberte Vinzenz van Koll den Ball und setzte mit dem 5:1 den Schlusspunkt unter eine Glanzleitung der Burgwall-Elf. Lobte Denis Spitzer: „Wir haben hervorragend gegen den Ball gearbeitet; ich bin hoch zufrieden.“

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