Golf-Club Bremer Schweiz

Stadtbürgerschaft stimmt Änderung zu

Vor 13 Jahren genehmigte die Stadt dem Golf-Club Bremer Schweiz eine Golfbahn zu verlegen. Seitdem quert die Bahn einen öffentlichen Wanderweg. Deren Sicherung war nun Thema in der Stadtbürgerschaft.
13.10.2021, 16:00
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Stadtbürgerschaft stimmt Änderung zu
Von Aljoscha-Marcello Dohme

Vor 13 Jahren genehmigte die Stadt dem Golf-Club Bremer Schweiz den Bau eines Clubhauses. Außerdem wurde dem Verein damals zugestanden, eine Golfbahn zu verlegen. Genau diese Erlaubnis hat die Stadtbürgerschaft am Dienstagabend beschäftigt.

Konkret ging es um Golfbahn 18, die sowohl auf Bremer als auch auf Niedersächsischer Seite liegt. Seit der Verlegung quert sie in Schwanewede einen öffentlichen Wanderweg. Um Spaziergänger vor fliegenden Golfbällen zu schützen, waren verschiedene Maßnahmen vorgesehen. Dazu zählen die Absenkung des Weges, die Aufböschung auf der Seite der Schlagrichtung sowie ein Schutz vor herabfallenden Golfbällen. "Laut Begründung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans handelt es sich um eine zur Umsetzung des Vorhaben- und Erschließungsplans unverzichtbare Maßnahme. Die Vorhabenträgerin ist daher im Durchführungsvertrag zur Umsetzung dieser Maßnahme verpflichtet worden", heißt es in der Sitzungsvorlage.

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Dennoch sei keines der Vorhaben umgesetzt worden. Stattdessen habe man Schilder mit dem Hinweis „Rad- und Gehweg kreuzt Golfbahn“ aufgestellt. Umgekehrt würden auch Golfer durch Schilder auf Passanten hingewiesen werden. Zudem seien Umlaufschranken unmittelbar vor der Golfbahn aufgestellt worden. Darüber hinaus werde eine Sichtbeziehung zwischen dem Wanderweg und der Golfbahn gewährleistet. Dafür werde eine Wallhecke auf einer Länge von etwa 60 Metern niedrig gehalten. "Diese Maßnahme hat sich als praktikabel und ausreichend sicher erwiesen", ist dem Papier zu entnehmen. 

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Aus diesem Grund sollte der Durchführungsvertrag entsprechend geändert werden. Neben den bereits umgesetzten Maßnahmen wie etwa den Hinweisschildern beinhaltet die Vereinbarung noch einen weiteren Punkt: "Die Stadtgemeinde Bremen darf jederzeit verlangen, dass der Vorhabenträger die Sicherung der öffentlichen Wegeverbindung weitergehend gewährleistet durch Anböschung auf Seiten der Schlagrichtung und eine geringfügige Absenkung des Weges sowie eine Schutzvorrichtung vor herabfallenden Bällen."  

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In einem ersten Schritt hat die städtische Deputation für Mobilität, Bau und Stadtentwicklung der Änderung bereits im Mai zugestimmt. "Weil die Begründung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans die ursprünglich vorgesehene Maßnahme besonders hervorhebt, wird die hier vorgeschlagene wesentliche Änderung des Durchführungsvertrags abschließend der Stadtbürgerschaft vorgelegt", heißt es in dem Papier. Am Dienstagabend hat auch die Stadtbürgerschaft der Änderung zugestimmt.

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