Trauer

Pfarrer Helmut Graw ist verstorben

Die Blumenthaler St. Marien-Gemeinde gedenkt am 15. August ihres ehemaligen Seelsorgers.
05.08.2021, 11:29
Lesedauer: 1 Min
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Von Winfried Schwarz
Pfarrer Helmut Graw ist verstorben

Helmut Graw ist am 15. Juli in Goslar verstorben.

Dr. T. Andrich

Die katholische Kirchengemeinde St. Marien in Blumenthal gedenkt im Gottesdienst am Sonntag, 15. August, 11 Uhr, ihres langjährigen Pfarrers Helmut Graw, der bereits am 15. Juli im Alter von 88 Jahren in Goslar gestorben ist. Graw war über 21 Jahre Pfarrer von St. Marien und zeitweise stellvertretender Dechant von Bremen-Nord. Vor allem zum Ende seines aktiven Berufslebens hatte der 1932 im ostpreußischen Allenstein geborene Seelsorger die vom Bistum Hildesheim eingeleiteten; tiefgreifenden Strukturveränderungen im Dekanat Bremen-Nord vorbereitet und umgesetzt. So war im Laufe der Jahre aus einer anfänglich seelsorgerischen Mitbetreuung der Gemeinden Heilig Kreuz in Bockhorn und St. Ansgar in Schwanewede die Übernahme der vollen Verantwortung für die Filialgemeinden geworden. Schließlich kam als dritter Teil das Gebiet der ehemals eigenständigen Pfarrei Christ König in Rönnebeck zur Blumenthaler Gemeinde und damit in den Arbeitsbereich von Pfarrer Graw.

Der Priesterweihe 1966 folgten Kaplans-Jahre in Hann. Münden und Stade sowie ein halbjähriges Studium in Rom bei der internationalen Fokolarbewegung. Als Pfarrer ging er zunächst nach Hamburg-Harburg. Von dort kam er im Dezember 1982 nach Blumenthal. In die Jahre seiner Tätigkeit in Blumenthal fallen die umfangreichen Renovierungsarbeiten in den Kirchen St. Marien, Hl. Kreuz und St. Ansgar, die Neugestaltung der Friedhofsanlage sowie die Erneuerung der Clubräume in den Gemeindezentren von Blumenthal und Bockhorn. Daneben organisierte er Pilger- und Studienreisen nach Rom, Israel, Fatima, Lourdes, Tschenstochau und Brasilien. Enge Kontakte unterhielt er zu den Nachbargemeinden der lutherischen und reformierten Kirche.

Neben den Katholiken in Bremen-Nord lagen Pfarrer Graw, der als so genannter Spätberufener erst nach einer Drogisten-Ausbildung und Leitung eines Labors in der freien Wirtschaft zum Theologiestudium fand, stets die Sorgen und Nöte drogenkranker Häftlinge am Herzen. So ist er Mitbegründer des Projekts „Fazendas da Esperanca – Höfe der Hoffnung“,  in dem Drogenabhängige aufgefangen werden.

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