Lotto-Pokal

BSV kontert sich ins Halbfinale

Nach der bitteren 2:4-Heimniederlage in der Bremen-Liga hat es der Blumenthaler SV im Pokal-Wettbewerb besser gemacht: bei der SV Hemelingen gelang ein 3:1-Erfolg.
31.10.2019, 18:47
Lesedauer: 3 Min
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Von Karsten Hollmann

Blumenthal. Jascha Tiemann ballte beide Fäuste und schrie in der 72. Minute ein lautes „Ja“ heraus. Gerade hatte der Torwart des Blumenthaler SV eine Doppelchance für die SV Hemelingen zunichte gemacht. Tiemann war beim 3:1-Sieg der Nordbremer beim Ligarivalen aus der Fußball-Bremen-Liga im zweiten Durchgang ein vielbeschäftigter Mann und trug mit seinen Paraden zum Halbfinaleinzug im Bremer Lotto-Pokal bei. „Jascha war ein Faktor bei unserem Sieg. Er hat es als sicherer Rückhalt gut gemacht“, erteilte Blumenthals Trainer Denis Spitzer seinem Keeper ein Sonderlob.

Nachdem der BSV in der Meisterschaft zuletzt geschwächelt hatte, erfüllte er im Pokal die Erwartungen und darf auf die Finalteilnahme hoffen. In der Vorschlussrunde muss der Blumenthaler SV erneut auswärts ran. Gegner wird – voraussichtlich am Sonnabend, 28. März – der Landesligist FC Huchting sein, der sich gestern mit 5:2 gegen den Bremen-Ligisten ESC Geestemünde behauptete.

Wegen einer chaotischen Verkehrslage in und um Bremen herum begann die Partie eine Viertelstunde später als geplant. Dem Gast schien dies aber nicht zu schaden. Bereits nach zehn Minuten flankte Sebastian Kurkiewicz den Ball von der linken Seite in den Strafraum. Dort waren sich Hemelingens Spielführer Michel Fischer und sein Torhüter Jonathan Grubich nicht einig und luden Jonathan Bondombe-Simba so zum frühen 1:0-Führungstreffer ein. Der Gast ließ die Hausherren daraufhin kommen und verlegte sich aufs Kontern. „Rückwärts, schneller“, ermahnte Denis Spitzer seine Mannen nach einer Viertelstunde dazu, sich in der Defensive nicht gehen zu lassen. Kurz darauf passte Malte Tietze den Ball genau in die Lücke zu Jonathan Bondombe-Simba. Dessen Schuss wurde von einem Hemelinger noch leicht ans Außennetz abgefälscht. Ein Eckball gab es trotzdem nicht. Nach einer halben Stunde tauchte Sebastian Kurkiewicz nach einem langen Ball des starken Jan-Luca Warm alleine vor dem gegnerischen Kasten auf. Dessen Abschluss war aber weder ein richtiger Schuss, noch eine Vorlage für den mitgelaufenen Vinzenz van Koll.

Vier Minuten vor der Pause lief sich Kurkiewicz auf dem linken Flügel frei. Moritz Hannemann entschied sich aber für den Pass durch die Mitte und lag damit genau richtig. „Vinze“ van Koll nahm die Kugel an und überlupfte Jonathan Grubich mit viel Gefühl zur Vorentscheidung. In der 45. Minute lenkte Malte Syeren einen Schuss des freistehenden Mahdi Matar über die Querlatte. Den anschließenden Eckball von Jan-Luca Warm verlängerte Sebastian Kurkiewicz gekonnt an den Innenpfosten, von wo der Ball zum 3:0 über die Linie sprang. „Wir haben die erste Halbzeit mehr oder weniger verschlafen“, ärgerte sich Hemelingens Coach Feyhat Tuncel.

Die Blau-Roten schalteten im zweiten Durchgang in den Verwaltungsmodus. Die Gastgeber rannten an. Miguel Troue hatte kurz nach der Pause bereits Jascha Tiemann umkurvt und bediente Muhammd Eryilmaz in der Mitte – der verzog jedoch. „Man, schieß aufs Tor“, pflaumte Troue seinen Teamkollegen an. Michel Fischer köpfte das Spielgerät nach einem Eckstoß von Erilmaz knapp vorbei (50.). Zehn Minuten später fasste sich Sebastian Kurkiewicz auf der anderen Seite mit beiden Händen an den Kopf, weil er es nicht begreifen konnte, dass Jonathan Grubich seinen Schuss noch abwehrte. Diese Szene wiederholte sich kurze Zeit später.

Die Schlussphase gehörte aber den Hausherren. Blumenthals Dennis Jordan kratzte einen Kopfball von Miguel Troue von der Linie (68.). Muhammed Eryilmaz beförderte das Leder zudem freistehend drüber (69.). Nach der Doppelparade von Jascha Tiemann gegen Eryilmaz nach 72 Minuten ließ Tiemann auch Miguel Troue und Femi Lepe bravourös abblitzen. Dann foulte Joker Jannik Stein Clinton Helmdach. Den fälligen Freistoß von David Grüner leitete Femi Lepe zum 1:3 in die Maschen weiter. Kurz vor Schluss setzte Lepe den Ball unbedrängt vorbei.

„Wir wussten, dass Hemelingen noch einmal kommen würde. Mir hat meine Mannschaft aber in der Breite gut gefallen“, bilanzierte Denis Spitzer nach der geglückten Revanche für die 2:4-Schlappe im Punktspiel.

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