Fußball-Kreisliga B

Die Torfabrik

Der Neurönnebecker TV erwies sich als überaus torhungrig und erzielte in 30 Spielen 177 Treffer. Jetzt will sich die Mannschaft um Trainer Oktay Özdemir in der Kreisliga A beweisen.
16.06.2019, 19:13
Lesedauer: 2 Min
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Von Reiner Tienken
Die Torfabrik

Mit dieser Mannschaft schaffte der Neurönnebecker TV den Aufstieg in die Kreisliga A. Hintere Reihe (jeweils von links): Trainer Oktay Özdemir, Shirwan Hussein Khalef, Max Graser, Ertugrul Asli, Christian Plaul, Simeon Nachkov Yordanov, Stefan Rothermund, Marcel Viohl, Halil Acar ,Christoph Lohse, Betreuer Holger Högemann; vordere Reihe: Daniel Seedorf, Hamza Atmaca, Stefan Stefanov, Hassan Osman Jimale, Chris Ziegenbein, Andre Ziegenbein, Sinan Asli; vorne liegend: Sascha Högemann. Es fehlen Safak Temirlenk, Hüseyin Önet, Serdal Uca, Murat Asli, Kevin-Pascal Macke, Muhammet Bozkurt, Sascha Bauer, Serbest Mirzoud und Sahin Kartal.

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Rönnebeck. Der Neurönnebecker TV hat im Spieljahr 2018/19 kräftige Spuren in der Fußball-Kreisliga B Bremen hinterlassen. Das Team von Trainer Oktay Özdemir, das Vizemeister wurde und sich den Aufstieg in die Kreisliga A sicherte, schoss bei seinem Höhenflug förmlich aus allen Lagen. 177 Saisontreffer weist die eindrucksvolle Bilanz nach 30 Saisonspielen aus.

Oktay Özdemir begeisterte mit seiner kameradschaftlichen Art viele Akteure für den Ex-Verein des aktuellen Werder-Stadionsprechers Christian Stoll. 17 Spieler schlossen sich dem Neurönnebecker TV im Sommer 2018 neu an, vier Neuzugänge kamen in der Winterpause 18/19 hinzu. „Ich setze darauf, dass jeder Feldspieler läuft. Die Defensivarbeit fängt bei mir ganz vorne an“, versteht sich Oktay Özdemir als Trainer, der viel Wert auf mannschaftliche Geschlossenheit auf dem Rasenrechteck legt. Akteure aus fünf Nationen tummeln sich im Spieleraufgebot. Für den 39-jährigen Übungsleiter geht es vor allem darum, Harmonie vorzuleben und auszustrahlen. „Bei uns wird nie über Politik und Länder gesprochen. Da kommt nur Unruhe bei heraus“, betonte Oktay Özdemir. Auf dem Erfolgsritt durch die Kreisliga B erfuhr der Trainer allerhand Unterstützung durch den Vorstand. Sven Rühlke (Vorsitzender) und Cord Ziegenbein (Spartenleiter) standen ihrem Coach hilfreich zur Seite. „Dadurch habe ich viel Unterstützung bekommen“, stellte Oktay Özdemir fest.

Der Neurönnebecker TV ist auf dem Platz nur schwer ausrechenbar. Mit Chris Ziegenbein (37 Saisontore), Shirwan Khalef (31), Stefan Rothermund (21), Ertugrul Asli und André Ziegenbein (beide 20) gelang fünf Stammkräften eine zweistellige Anzahl an Punktspieltreffern in der Kreisliga B. Die Torzahl von Shirwan Khalef konnte sich beim 4:2 am letzen Spieltag über den SC Weyhe II nicht mehr erhöhen. Dem NTV-Zehner sprang beim Auftritt zuvor (18:0 gegen den FC Huchting II) die Kniescheibe heraus. Shirwan Khalef bewegt sich aktuell nur an Krücken fort. Noch schlimmer erwischte es Neuzugang Serbest Mirzou, der sich in der Frühjahrsserie einen Kreuzbandriss zuzog.

Anklang fand beim Tabellenzweiten die jüngste Dänemark-Tour, durch die das NTV-Team noch enger zusammenrückte. „Das Wetter war gut, die Stimmung ebenfalls gut“, brachte Oktay Özdemir den Skandinavien-Trip, den Daniel Seedorf und Halil Acar organisiert hatten, auf einen Nenner.

Dem Neurönnebecker TV steht nach der Sommerpause ein zumindest leichter Umbruch bevor. André Ziegenbein, Chris Ziegenbein (beide zum Bezirksligisten FC Hansa Schwanewede) und Serdal Uja (DJK Germania Blumenthal, Ü32) werden dem Kreisliga-A-Aufsteiger den Rücken kehren. Acht Neuzugänge sollen die Lücken schließen. Oktay Özdemir ist es gelungen, Nico Flacke, Kemal Kalac, Cuma Aytac (alle DJK Germania Blumenthal), Mahmut Gökalp (SV Türkspor), Berhan Durgun (KSV Vatan Sport), Kuersat Karakay (TSV Lesum-Burgdamm), Meik Kothrade (TV Eiche Horn) und Alekov Aleko (Bulgarien) für den NTV zu gewinnen. Mit dem 24-fachen Landesliga-Saisontorschützen Kemal Kalac zog der Aufsteiger einen dicken Fischer an Land. Alekov Aleko ist ein ehemaliger Jugend-Nationalspieler Bulgariens. „Er macht einen sehr guten Eindruck“, ist Oktay Özdemir überzeugt davon, dass der Neuzugang vom Balkan den Verein leistungsmäßig voranbringt.

26 Spieler umfasst derzeit das Aufgebot für die Spielzeit 2019/20. „Wir wollen den Schwung mitnehmen und in der oberen Tabellenhälfte landen“, gab Oktay Özdemir als Maxime für die Kreisliga A aus. Eine hohe Meinung vertritt der NTV-Coach über einen anderen Nordbremer Verein in der Staffel. „Mein Favorit ist der SV Eintracht Aumund. Die sind gut bestückt“, hat Oktay Özdemir einen Lokalrivalen im Titelrennen ganz oben auf dem Zettel.

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