Fußball-Landesliga DJK will endlich wieder gewinnen

Die Nordbremer sind seit acht Spielen sieglos, holten dabei nur einen Punkt. Nun soll die Negativserie an diesem Sonnabend beim TS Woltmerhausen enden. Das gute Omen: Im Hinspiel gewann DJK mit 2:1.
22.03.2019, 16:17
Lesedauer: 4 Min
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Von Jens Pillnick und Marc Gogol

Bremen-Nord. Der Blick auf die Tabelle der Fußball-Landesliga bereitet aus Nordbremer Sicht wenig Freude. Mit dem SV Grohn und dem TSV Lesum-Burgdamm belegen zwei Mannschaften die Abstiegsränge, zudem befinden sich der SV Lemwerder als Tabellenelfter und DJK Blumenthal als Zwölfter in der Grauzone der Liga.

In den Fokus gerückt ist aufgrund der Konstellation der SV Grohn. Seit Wochen und auch in den nächsten Wochen wird sich immer wieder die Frage stellen, ob die „Husaren“ den Klassenerhalt schaffen. Am Sonntag ab 15 Uhr haben sie nun die Gelegenheit, ihr mageres Punktkonto im Heimspiel gegen den TuS Huchting aufzustocken und ein Zeichen zu setzen. Die weiteren Duelle an diesem Wochenende mit Nordbremer Beteiligung lauten: TS Woltmershausen gegen DJK Germania Blumenthal (Sbd., 14 Uhr), SC Vahr Blockdiek gegen TSV Lesum-Burgdamm (Sbd., 16 Uhr) und SG Findorff gegen SV Lemwerder (So., 15.30 Uhr).

TS Woltmershausen – DJK Germania Blumenthal: Ein Ergebnis wie im Hinspiel täte den Nordbremern richtig gut. Am 23. September hatten sie nämlich mit 2:1 die Oberhand behalten. Ein Dreier, der ein Teil der guten Hinrunde gewesen ist. Mitterweile ist bei der Mannschaft von Trainer Aydin Pekyalcin die anfängliche Euphorie jedoch verflogen. DJK ist seit acht Spielen sieglos und holte in diesem Zeitraum nur einen Punkt. Immer wieder warnt Pekyalcin davor, nicht noch in den Abstiegskampf zu geraten. Unter der Woche haben sich Spieler und Trainer nach dem Training zusammengesetzt, um den Weg für die ausstehenden acht Spiele abzustecken. Pekyalcin: „Wir müssen uns zusammenraufen und als Mannschaft noch enger zusammenkommen. Wir müssen Gas geben und auch bis zur 94. Minute konzentriert sein.“

Die Spielpause am vergangenen Wochenende und eine Mannschaftsfeier hätte allen gutgetan, mit der Partie in Pusdorf bietet sich die Gelegenheit für einen Neuanfang. Einen Neuanfang mit breiter Brust fordert Pekyalcin, der auch in der kommenden Saison bei DJK am Ruder stehen wird. Die Nordbremer, die beim Tabellensechsten ohne personelle Probleme auflaufen, wollen dem Gegner ihr Spiel aufzwingen und mal wieder richtig punkten. Wie das geht, haben sie im mit 2:1 gewonnenen Hinspiel ja gezeigt.

Sonnabend, 14 Uhr, Hansaweg

SV Grohn – TuS Huchting: Die Leistungen werden besser, die entsprechenden Ergebnisse lassen aber noch auf sich warten. Beim TuS Komet Arsten und bei OT stellten sich die „Husaren“ als funktionierende Einheit dar, gingen beim jeweiligen 1:2 aber leer aus. Bleibt also die Hoffnung und der unbedingte Wille, um nun im Heimspiel gegen Huchting Zählbares zu erreichen. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt Spielertrainer Jan-Philipp Heine auch im Training in erster Linie darauf, die zuletzt erkennbare Steigerung hinsichtlich der Einstellung und taktischen Disziplin zu stabilisieren. So kündigt er für die Partie gegen den Tabellensiebten leidenschaftlich kämpfende und gut eingestellte „Husaren“ an.

Mit Tipps, die den Gegner betreffen, wurde Heine von den Ex-Huchtingern Janis Enßle und Fabian König versorgt. Gegenüber dem Auftritt bei OT ist Heine zu einer Änderung gezwungen, denn Offensivmann Cetin Cansin fällt mit einer Knieverletzung, die er sich vergangenes Wochenende bei einem Weitschussversuch zugezogen hatte, aus. Zunächst nicht mehr im Kader steht, laut Heine aus privaten Gründen, Dennis Magull.

Sonntag, 15 Uhr, Oeversberg

SG Findorff – SV Lemwerder: Trotz der zehn Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsrang nimmt Lemwerders am Saisonende scheidender Trainer Norman Stamer Woche für Woche das Wort Klassenerhalt in den Mund. Da seine Mannschaft zu selten punktet und noch auf das Spitzenquartett trifft, soll sich niemand in Sicherheit wiegen. „Ich will am letzten Spieltag kein Endspiel gegen Grohn“, malt er sich aus, was in den kommenden Wochen noch so alles passieren könnte.

Damit nichts passiert, fordert er von seiner Mannschaft noch zwei Siege, um die Saison „dann locker auslaufen lassen zu können“. Und der erste soll möglichst jetzt gegen die SG Findorff, gegen die im Hinspiel ein 4:1 gelang, her. „Das wäre ein Riesenschritt“, sagt Stamer. Ein Schritt, für den aber viel geleistet werden muss. Denn die Gastgeber sind nur sechs Punkte vom Abstiegsplatz entfernt und wollen – wie auch der SVL – nicht in den Sog geraten. „Findorff wird motiviert auftreten, deshalb müssen wir Ehrgeiz an den Tag legen“, weiß Stamer, der auf die Rückkehr von Steven Holstein setzt. Fragezeichen stehen hinter dem Mitwirken von Levon Hayrepetyan und Frank Schach. Fabio Forstmann ist rot-gesperrt nur in der Zuschauerrolle. ⇒PJ

Sonntag, 15.30 Uhr, BSA Findorff

SC Vahr Blockdiek – TSV Lesum-Burgdamm: Es war der 22. September des vergangenen Jahres, als die Nordbremer zuletzt nach 90 Minuten jubeln durften. Durch das Siegtor von Behar Ramadani gewann der TSV Lesum-Burgdamm auf dem Heidberg gegen den SC Vahr Blockdiek mit 4:3 und hoffte damals noch auf den Beginn eines Aufwärtstrendes. Dieser stellte sich bekanntermaßen nicht ein, inzwischen ist der Abstieg der Schützlinge von Trainer Bayram Özkul wohl unvermeidlich geworden. „Es geht nun darum, die Saison vernünftig zu Ende zu bringen und sich ordentlich aus der Landesliga zu verabschieden“, sagt Bayram Özkul, der auch etwas Positives aus der momentanen Situation mitnimmt: „Der Druck ist jetzt vielleicht weg, ohne ihn kommt eventuell der Spaßfaktor wieder auf den Platz. Wir wollen jedenfalls unsere Leistung abfordern und eine gute Figur auf dem Platz machen. Außerdem geht es bei den Heidbergern auch schon um die Planungen für die neue Saison in der Bezirksliga, man hat sich in der Fußball-Abteilung bereits zusammengesetzt und andiskutiert, welche Spieler bleiben werden. Nicht mitwirken können in der Vahr auf alle Fälle die gesperrten Abdullah Özkul (Rot) und Izzet Bekar (Gelb-Rot). ⇒GOL

Sbd., 16 Uhr, Konrad-Adenauer-Allee

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