Die Geschichte Es ging immer auf und ab

Die Geschichte Blumenthals erzählt von wirtschaftlichen Erfolgen, aber auch von Krieg und Krisen – und von denjenigen, die darunter am meisten leiden.
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Die erste Burganlage Blumenthals wird um das Jahr 1200 oberhalb des Auenthals von den Rittern von Oumünde errichtet. Rund 100 Jahre später folgt die erste urkundliche Erwähnung.

Im selben Jahr werden die Raubritter von Oumünde, deren Raubzüge Bremens Handel empfindlich störten, vom Erzbischof Bremens aufgefordert, ihre Burg Blomendal zu zerstören. Im Jahr 1354 lassen die Ritter die Burg aber wieder aufbauen, die heute den Namen „Haus Blomendal“ trägt und im Jahr 1436 an die Stadt Bremen verkauft wird.

1820 hat Blumenthal 280 Einwohner, die in 45 Wohngebäuden leben. In den 1830er Jahren steigt die Bevölkerungszahl, weil sich Schiffbauer und Kahnschiffer zum Transport von Waren zwischen Bremerhaven und Bremen ansiedeln. 1884 wird die Wollkämmerei von Bremer Kaufleuten gegründet. Am Ende des 18. Jahrhunderts arbeiten rund 2300 Menschen in der Wollkämmerei und weitere Betriebe mit dem Schwerpunkt Maschinen-Spinnbau siedeln sich an.

Es folgt ein erneuter Anstieg der Bevölkerung, da Arbeitskräfte aus Posen, Schlesien und Westpreußen kommen. Neben Wohngebäuden werden auch Kirchen und Schulen errichtet. Im Jahr 1888 eröffnet die Eisenbahnstrecke Farge-Vegesack mit einem Bahnhof in Blumenthal.

Fünf Jahre später wird die Großwerft „Bremer Vulkan“ an der Grenze zu Vegesack errichtet. Im Jahr 1907 werden Lüssum, Rönnebeck und Bockhorn eingemeindet. Zwischen 1925 und 1927 wird die Abwasserkanalisation ausgebaut, Wasserwerk und Wasserturm errichtet.

Aufgrund der Gebietsreform kommen die preußischen Gemeinden Blumenthal und Farge/Rekum 1939 zu Bremen. Während des Zweiten Weltkriegs gibt es Arbeitslager, in denen Kriegsgefangene und KZ-Insassen inhaftiert und in der Industrie eingesetzt werden. Zwischen 1943 und 1945 bauen Zwangsarbeiter in Farge am U-Boot-Bunker „Valentin“. Nach Kriegsende steigt die Einwohnerzahl erneut stark an, da sich viele Flüchtlinge im Bremer Norden niederlassen.

1960 leben 31.251 Menschen in Blumenthal, 1975 wird der Stadtteil von der Werftenkrise schwer getroffen, dann vom Konkurs des Bremer „Vulkan“ 1996. Um dem Stadtteil auf die Beine zu helfen, gehört er seit 1999 zum Programm „WiN –Wohnen in Nachbarschaften“. Außerdem wird 2002 mit dem Bau des Einkaufszentrums im Bereich des „Müllerlochs“ begonnen.

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