Blumenthaler SV

Kniat kehrt an den Burgwall zurück

Im Rahmen eines kleinen Blitzturniers trifft der BSV gleich im ersten Spiel auf die Paderborner U21.
31.07.2020, 16:25
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Von Olaf Schnell
Kniat kehrt an den Burgwall zurück

Urlaubsbedingt wird der Akteur des Fußball-Bremen-Ligisten Blumenthaler SV, Patrick Chwiendacz (links, in einem Spiel gegen den Brinkumer SV), in dem Testspiel gegen die Paderborner an diesem Sonnabend auf dem Burgwall fehlen.

Christian Kosak

Vom 1. Juli 2014 bis 30. Juni 2017 stand Michél Kniat beim Fußball-Bremen-Ligisten Blumenthaler SV an der Seitenlinie. An diesem Sonnabend kehrt nun der 34-jährige A-Lizenztrainer aus alter Verbundenheit zu den Nordbremern an seine alte Wirkungsstätte mit seiner Mannschaft des SC Paderborn U21 zurück.

Im Rahmen eines kleinen Blitzturniers trifft der BSV gleich im ersten Spiel auf die Paderborner (Anpfiff 13 Uhr). Um 14.30 Uhr kicken dann noch die Kniat-Schützlinge, die in der Oberliga Westfalen angesiedelt sind, gegen den Regionalliga-Aufsteiger FC Oberneuland.

Nach dem Abschied von Kniat vor rund drei Jahren riss der Kontakt zum ersten BSV-Vorsitzenden Peter Moussalli nie ab. „Wir telefonieren eigentlich fast jeden Tag. Irgendwann sagte er dann zu mir, er möchte auch gerne gegen Oberneuland spielen und er würde auch nach Bremen kommen. Und dann haben wir das so eingetütet. Aus diesem Spiel gegen Paderborn können wir nun nur lernen. Wir hatten ja schon zweimal das Vergnügen gegen Paderborn und haben zweimal deutlich verloren. Aber wir wollen unseren Jungs auch etwas bieten und darum sind wir froh, dass wir solche Spiele haben“ (Moussalli).

So erklärt es sich, dass die Paderborner zu einer Kurzvisite auf dem Blumenthaler Rasenplatz zu Gast sind. Eigentlich hätte die Burgwall-Elf gegen Oberneuland sich auch noch messen können. Aber da es durchaus möglich ist, dass diese beiden Teams im Rahmen des Lottopokals im Finale am Sonnabend, 22. August, noch aufeinandertreffen, wurde darauf verzichtet. Im Vorfeld des freundschaftlichen Vergleichs freut sich Michél Kniat nun wie Bolle auf das Spiel gegen die Blumenthaler. „Ich habe noch zu allen Jungs von früher Kontakt, ganz besonders zu Peter Moussalli, Rainer Raute und Aleksander Lokocz“, meinte Kniat.

Und Tipps könnten die Blumenthaler im Vorfeld des Halbfinalspiels beim FC Huchting am Sonnabend, 15. August, dann auch noch von „Mitch“ Kniat bekommen. Zwar scheiterte der 34-jährige Kniat in seiner Blumenthaler Zeit gleich dreimal mit dem BSV-Team im Finale des Lottopokals, doch sollte die BSV-Elf den Sprung in das Endspiel schaffen, „werde ich definitiv mit von der Partie sein, wenn es bei mir zeitlich passt. Dann bin ich nicht mehr der Ex-Trainer, sondern ein Fan vom Blumenthaler SV“, äußerte sich Kniat, der sich auch freut, dass der BSV mit dem Coach Steffen Dieckermann „einen richtig guten Fang gemacht hat. Ich glaube, dass die eher weniger Tipps von mir brauchen – die sind da relativ gut aufgestellt. Aber wenn ich helfen kann, egal wann und egal wo – immer“, so Kniat.

Die Paderborner laufen im Burgwallstadion in Bestbesetzung auf. „Wir werden zwar keine Profis dabei haben, weil die erst noch ihre Vorbereitung beginnen, dennoch kommen wir definitiv mit einer starken Truppe“ (Kniat). Und Gast-Geschenke werden auch nicht verteilt. „Wenn ich da auf dem Platz bin, dann will ich auch jedes Spiel gewinnen und am liebsten so hoch wie möglich. Auf dem Platz habe ich halt‘ keine Freunde“, so Michél Kniat.

Wie der BSV-Neutrainer Steffen Dieckermann mitteilte, wird Patrick Chwiendacz fehlen, weil er sich im Urlaub befindet. „Gegen Paderborn kann man sicherlich neue Erkenntnisse gewinnen, und auch die Spieler, die ambitioniert sind, etwas höher spielen zu wollen. Es wird auf jeden Fall ein schönes Erlebnis für die Jungs. Das ist auf jeden Fall besser, als wenn du gegen den FC Barfuß spielst und 12:0 gewinnst“, sagte Dieckermann.

Peter Moussalli würde sich freuen, wenn er zum Blitzturnier an diesem Sonnabend auf dem Burgwall auch ein paar Zuschauer begrüßen könnte. „Wir haben ja eine neue Verordnung bekommen, vielleicht auch im Hinblick der Pokal-Halbfinalspiele. Es sind jetzt Spiele mit insgesamt 400 Personen erlaubt – also Aktive plus die Zuschauer. Wenn heute nun 100 bis 150 Fans, mit entsprechenden Sicherheitsabstand, vor Ort sind, wäre es sehr schön für uns“, äußerte sich der BSV-Chef.

An diesem Sonntag, 2. August, folgt für den Blumenthaler SV bereits der nächste Härtetest. Dann gastieren die Dieckermann-Schützlinge beim Oberligisten VfL Oldenburg (Anpfiff 12 Uhr).

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