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Burgwall soll Festung werden

Blumenthaler SV strebt auch gegen Leher TS drei Punkte an, SAV gastiert beim FC Unio 60
10.09.2020, 15:26
Lesedauer: 3 Min
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Von Klaus Grunewald
Burgwall soll Festung werden

Zwei-Meter-Mann Kilian Lammers (blau), der beim Saisonauftakt zweimal gegen Habenhausen traf, ist wegen seiner Kopfballstärke gefürchtet. Am Sonnabend trifft er mit dem Blumenthaler SV bei der Heimspielpremiere auf die Leher TS.

Thomas Koch

Blumenthal. Der Start in die neue Saison der Fußball-Bremen-Liga hat sowohl beim Blumenthaler SV (3:0 in Habenhausen) als auch bei der SG Aumund-Vegesack (2:2 gegen den Brinkumer SV) das Selbstbewusstsein gestärkt. Deshalb wollen die beiden Nordvertreter am bevorstehenden Wochenende möglichst nahtlos an ihre guten Leistungen anknüpfen. Die Burgwallelf duelliert sich am Sonnabend ab 13.15 Uhr im eigenen Stadion mit der Leher Turnerschaft, die SAV ist am Sonntag zu Gast beim FC Union 60. Die Partie im Rollsportstadion am Jürgensdeich wird um 15 Uhr angepfiffen.

Blumenthaler SV – Leher TS: Nimmt man den Blick auf die Tabelle zum Maßstab, findet am Sonnabendmittag im Burgwallstadion das Spitzenspiel der Bremen-Liga statt. Schließlich belegen die Bremerhavener und die Nordbremer nach ihren Auftakterfolgen die beiden ersten Ränge. Allerdings haben auch vier weitere Teams bereits drei Punkte auf dem Konto und die Optik kann sich schnell ändern. Zumal von den sechs siegreichen Teams des ersten Spieltages nur der Bremer SV und der Blumenthaler SV Heimvorteil haben. „Den wollen wir unbedingt nutzen, schließlich soll der Burgwall wieder eine Blumenthaler Festung werden“, sagt der neue Coach Steffen Dieckermann.

Allerdings warnt er davor, die Seestädter auf die leichte Schulter zu nehmen. Sie besäßen eine kompakte Truppe mit einer sehr guten Mentalität. Dieckermann hat sich auch über den kommenden Gegner eingehend informiert und ein Bild von den Stärken und Schwächen der Leher Turnerschaft gemacht. Der Blumenthaler Trainer erwartet eine körperbetonte Auseinandersetzung: „Wir müssen alles reinwerfen, um gegen Lehe optimal zu punkten, lautet die Regieanweisung an seine Spieler. Von denen die meisten zum ersten Mal Bekanntschaft mit den Seestädtern machen. Die wie in der vergangenen Saison vor allem auswärts mit einer stabilen Defensive, aber keineswegs mit einer Mauertaktik operieren dürften. Die Blumenthaler Deckung muss insbesondere auf LTS-Goalgetter Jan-Niklas Kersten ein Auge werfen, der beim 4:1-Sieg gegen den KSV Vatan Sport zweimal ins Schwarze traf.

Als Doppeltorschütze ließ sich am vergangenen Sonntag auch Kilian Lammers feiern. Er dürfte am Sonnabend ebenso zur Startformation gehören wie die meisten Akteure, die dem Habenhauser FV am Bunnsackerweg nahezu problemlos das Nachsehen gaben. Steffen Dieckermann macht jedoch kein Geheimnis daraus, dass er die Aufstellung auch nach Trainingseindrücken vornimmt. Mit anderen Worten: Auf zwei, drei Positionen der Startelf könnten andere Gesichter auftauchen. In den vergangenen acht Begegnungen gab es vier Blumenthaler sowie zwei Leher Siege, und zweimal trennte man sich remis.

Sonnabend, 13.15 Uhr Burgwallstadion

FC Union 60 – SG Aumund-Vegesack: „Das wird eine völlig andere Partie als gegen den Brinkumer SV“, lautet die Prognose von SAV-Coach Björn Krämer. Während seine Mannschaft vor einer Woche beim schwer erkämpften 2:2-Unentschieden gegen den Meisterschaftsanwärter aus Stuhr in erster Linie in der Defensive gefordert war, muss sie Sonntag am Jürgensdeich spielerische Lösungen finden, um den Abwehrriegel der Gastgeber zu knacken. Kein einfaches Unterfangen, was am vergangenen Wochenende schon der favorisierte Bremer SV erfahren musste und sein Heimspiel gegen die Mannschaft von Trainer Frank Dahlenberg nach 0:1-Pausenrückstand nur mühsam mit 2:1 gewann.

Björn Krämer attestiert dem kommenden Gegner denn auch eine sehr gute Ordnung und ein aggressives Zweikampfverhalten. Der Aufwand werde groß sein, hat Krämer die Mannschaft auf die Partie im Rollsportstadion eingestimmt. Mit anderen Worten: Der SAV-Coach geht davon aus, dass seine Spieler erneut an ihre Leistungsgrenze gehen müssen, um auch gegen Union 60 zu punkten. Und diese Leistungsgrenze liege noch nicht einmal bei 100 Prozent. Die coronabedingte Vorbereitungszeit auf die neue Saison sei mit sechs Wochen für alle Mannschaften schlicht zu kurz gewesen, erläutert Krämer und verweist auf die letzten 20 Minuten des Spiels gegen Brinkum. Auch die Gäste aus Stuhr seien am Ende ihrer Kräfte gewesen.

Um am Sonntag nicht erneut zum finalen Fight gezwungen zu sein, wollen die Nordbremer den Sack möglichst vorher zumachen. Und das könnte mit einer Anfangsformation versucht werden, die gegenüber dem Saisonauftakt auf zwei oder drei Positionen geändert wird. Nicht allerdings im Tor. „Dort ist Jan Niklas Dähne klar die Nummer eins“, unterstreicht der Vegesacker Trainer, der nach dem hart umkämpften Match gegen Brinkum keine Verletzten zu beklagen hat. Krämer: „Einige haben Blessuren davongetragen, sind aber einsatzbereit.“ Aus den letzten sieben Kräftemessen mit dem FC Union 60 ging die SAV viermal als Sieger hervor, zweimal kassierte sie Niederlagen und einmal trennte man sich unentschieden.

Sonntag, 15 Uhr, Rollsportstadion

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