Fußball

Landesliga-Derby bleibt ohne Sieger

SV Türkspor hat beim 1:1-Remis gegen SV Lemwerder Pech mit zwei Aluminiumtreffern
06.09.2020, 20:07
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Karsten Hollmann
Landesliga-Derby bleibt ohne Sieger

Sando Iacovozzi schreit sie heraus, die Freude über das gerade erzielte 1:0 des SV Lemwerder gegen den SV Türkspor.

CARMEN JASPERSEN

Bremen-Nord. Den Saisonstart in die Fußball-Landesliga hatte sich der SV Türkspor irgendwie anders vorgestellt. Der Tabellensechste der Abbruchsaison musste sich trotz bester Möglichkeiten mit einem mageren 1:1-Unentschieden gegen das Kellerkind des Vorjahres, den SV Lemwerder, zufrieden geben. „Wir haben zu viel liegen gelassen. Es waren eindeutig zwei verschenkte Punkte. Für Lemwerder müsste es sich dagegen wie ein Sieg anfühlen“, bilanzierte Türkspors Trainer Kemal Kök.

Die Hausherren hatten mehr Ballbesitz und rannten permanent gegen einen tief stehenden Lokalrivalen an. Der Gast lauerte fast ausschließlich auf Konter und suchte sein Heil überwiegend in langen Bällen. „Unser Ziel ist es grundsätzlich, nach Ballgewinnen schnell über die Außen zu kommen, um dann Tim Weinmann in der Mitte in Szene zu setzen“, sagte Lemwerders Spielertrainer Fabian Wilshusen, der an der Seitenlinie von Teammanager Norman Stamer vertreten wurde, da Co-Trainer Waldemar Gilmut im Urlaub weilt. Wilshusen, der nach überstandenem Kreuzbandriss wieder fit ist, sah die Platzherren nicht klar im Vorteil. „Ich sehe das 1:1 als gerechtes Ergebnis an, auch wenn Türkspor in spielerischer Hinsicht einen Tick besser war“, so der Mittelfeldmann.

Nach 33 Minuten gab es einen dieser von den Gästen erhofften Ballgewinne in der eigenen Hälfte. Tobias Lange stieß im Anschluss über die rechte Seite vor und bediente dann Sandro Iacovozzi in der Mitte. Iacovozzi blieb eiskalt und verwandelte die Hereingabe zur Führung für den Gast. Zuvor hatte Bela Prieß nach einer schönen Flanke von Batuhan Öztürk auf der anderen Seite aus fünf Metern nur die Querlatte anvisiert. Kurz vor der Pause sorgte Cabrail Finke mit einem sehenswerten Flachschuss von der Strafraumgrenze aber für den verdienten Ausgleich zum 1:1.

In der 65. Minute stürmte Lemwerders Torwart Calvin Gätje aus seinem Gehäuse, um den Winkel gegen Ismaila Jammeh zu verkürzen. Mit Erfolg. Der Youngster traf bei seinem Abschluss nur den Pfosten. Auch Cebrail Finke, Sezer Aydin sowie ein weiteres Mal Ismaila Jammeh vergaben noch weitere gute Möglichkeiten für die Platzherren. „Am Ende hätten wir aber auch noch das 2:1 erzielen können“, versicherte Fabian Wilshusen. Nach seiner Flanke scheiterte Tim Weinmann zum Beispiel am prima reagierenden Türkspor-Keeper Hendrik Schulz. Der frühere Torsteher der TuSG Ritterhude tauchte blitzschnell ins bedrohte Eck ab. „Hendrik hat auch ein-, zweimal richtig gut gehalten“, räumte Kemal Kök ein. Beinahe hätte Spielertrainer Fabian Wilshusen auch noch mit einer Freistoßhereingabe das 2:1 für Lemwerder eingeleitet. Doch der eingewechselte Felix Maas zog das Spielgerät kurz vor Ultimo knapp links unten am Pfosten vorbei.

„Meine Mannschaft hat gut zusammengehalten. Wenn wir so weiter machen, dann kommen die Erfolge demnächst von ganz alleine“, ist sich Wilshusen sicher. Sein Gegenüber Kemal Kök fasste seine Eindrücke so zusammen: „Mein Team hat richtig gut gekämpft, sich aber leider nicht dafür mit einem Sieg belohnt.“

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+