Fußball

SV Türkspor befindet sich noch in der Findungsphase

Trainer Kemal Kök beklagt vor dem Landesliga-Derby aber auch die Abschlussschwäche seines noch sieglosen Teams
18.09.2020, 17:04
Lesedauer: 3 Min
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Von Marc Gogol

Bremen-Nord. Mit dem SV Türkspor und dem SV Grohn treffen am dritten Spieltag der Fußball-Landesliga am Sonntagnachmittag die beiden bestplatzierten Nordbremer Mannschaften der vergangenen Spielzeit aufeinander. Allerdings sind die Gastgeber in dieser Serie noch sieglos. Das gilt ebenfalls für die personell stark veränderte DJK Germania Blumenthal, die zuvor auf dem Burgwall den VfL 07 Bremen empfängt. Bereits an diesem Sonnabend hat Neuling 1. FC Burg Heimrecht gegen den SC Vahr Blockdiek, während der SV Lemwerder zum TSV Melchiorshausen reisen muss.

SV Türkspor – SV Grohn: Der Nordrivale kommt dem SV Türkspor als Gegner gerade nicht recht. Der in der abgelaufenen Saison noch so starke Aufsteiger hat wichtige Stammspieler abgeben müssen und sucht noch seine optimale Formation. Sowohl beim mageren 1:1 zum Auftakt gegen den SV Lemwerder als auch beim 0:3 in Huchting beklagte Trainer Kemal Kök die Abschlussschwäche seines Teams. „Wir hatten einige fragwürdige Entscheidungen der Schiedsrichter gegen uns, haben aber auch glasklare Möglichkeiten nicht verwertet“, so Kemal Kök: „Die Spiele laufen sonst mit Sicherheit anders.

Beim SV Grohn ist Spielertrainer Jan-Philipp Heine einerseits froh über den 4:2-Erfolg über die DJK Germania Blumenthal, andererseits hat dieser erste Dreier aber auch noch Nachwirkungen: Beim elfmeterreifen Foul eine Viertelstunde vor Schluss gegen ihn hat er sich einen Riss im großen Zeh bis zum Mittelfußknochen hin zugezogen. Außerdem ist Keisuke Morikami gelb-rot gesperrt, und Jannis Kurkiewicz ist krank geschrieben. „Wir gehen zwar stark ersatzgeschwächt in das Spiel, ich traue meiner Mannschaft aber trotzdem sogar drei Punkte zu. Ziel ist es auf jeden Fall nicht zu verlieren“, sagt Jan-Philipp Heine.

Sonntag, 15.30 Uhr, Rasenplatz Burgwall

TSV Melchiorshausen – SV Lemwerder: Lemwerders Spielertrainer Fabian Wilshusen steht nicht auf der Liste der Ausfälle – das ist nach seiner Blessur aus dem Woltmershausen-Spiel (2:6) die gute Nachricht. Allerdings fehlen erneut Tobias Lange und Felix Maas, neu zu den Ausfällen gesellen sich Christoph Gruska, Björn Swyter und Mirko Ohlzen hinzu. Melchiorshausen erwartet Fabian Wilshusen in starker Verfassung und hofft, dass seine Mannschaft zunächst einmal hinten sicher stehen wird. „Wir müssen uns voll reinknien, die individuellen Fehler abstellen und möglichst erstmal die Null halten“, gibt der SVL-Coach die Marschrichtung an. „Wir sind wieder einmal der klare Außenseiter.“

Sonnabend, 13.30 Uhr, Bollmannsdamm

1. FC Burg - SC Vahr Blockdiek: „Ich bin froh, dass wir schon gepunktet haben, denn jetzt machen mir viele kranke Spieler Sorgen“, sagt Burgs Trainer Sascha Steinbusch und bezieht sich damit auf die gelungene Heimpremiere in der Vorwoche. Niklas Siedenburg hat nach seinem MRT allerdings eine bittere Diagnose erhalten – Meniskusschaden und Ausfall für die komplette Hinrunde. Dazu kommen fünf weitere Burger Akteure mit kleineren Blessuren. Den Gegner hat Sascha Steinbusch beobachtet und schätzt ihn auf einem ähnlichen Level wie OT Bremen ein, das der Aufsteiger jüngst mit 4:2 auf die Heimreise schickte. „Wir wollen das zweite Heimspiel in Folge natürlich wieder positiv für uns gestalten, zumal unser Kapitän Turgay Kaptan aus dem Urlaub zurückkehrt“, ergänzt Sascha Steinbusch.

Sonnabend, 15 Uhr, Grambker Geest

DJK Germania Blumenthal – VfL 07 Bremen: Es wird eng bei den „Germanen“. Nicht nur was die Punkte betrifft, da stehen bisher keine auf der Habenseite, sondern auch personell. Yusuf Demir hatte in Grohn in der Nachspielzeit wegen einer Notbremse Rot gesehen, und der Ex-Grohner Sezer Karakus hat einen Bänderriss erlitten. „Dazu kommen weitere Ausfälle wegen privater Termine, Anleihen von den Alten Herren oder aus der Zweiten kann ich auch nicht allzu viele machen, da die Mannschaften ebenfalls im Einsatz sind“, berichtet DJK-Trainer Wolfgang Stedtnitz von schwierigen Personalplanungen. „Ich hoffe, unser letztes Aufgebot wird sich zerreißen, als eingeschworene Mannschaft auftreten und die taktische Marschrouten befolgen“, ergänzt er.

Sonntag, 13 Uhr, Burgwall

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