Fußball-Landesliga

Gegen Lemwerder unter Druck

DJK Blumenthal bewegt sich am Rande der Abstiegszone. Ein Sieg gegen das abgeschlagene Schlusslicht ist Pflicht. Doch der SVL verschenkt nichts.
06.03.2020, 15:59
Lesedauer: 3 Min
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Von Marc Gogol

Bremen-Nord. Im Nordderby zwischen der DJK Germania Blumenthal und dem SV Lemwerder treffen zwei Mannschaften aus den unteren Tabellenregionen der Fußball-Landesliga Bremen direkt aufeinander. Außerdem reist der SV Türkspor zum Tabellendritten TuS Komet Arsten, während der SV Grohn den Sechsten VfL 07 Bremen empfängt. Alle drei Begegnungen werden am Sonntag um 15 Uhr angepfiffen.

TuS Komet Arsten – SV Türkspor: Der Tabellendritte empfängt den Fünften, ein Verfolgerduell, das Spannung verspricht. In der Hinrunde gab es ein torreiches 5:4 für den SV Türkspor, insofern betitelt Bahadir Kilickeser, Trainer der Nordbremer, den TuS Komet Arsten nicht zu Unrecht als „stärksten Gegner, den wir hatten“. Dennoch lautet die Zielsetzung im Bremer Süden, mindestens einen Punkt zu holen. Oder wie es Bahadir Kilickeser umschreibt: „Wenn wir bei Komet nicht verlieren, haben wir alles richtig gemacht.“

Im Gegensatz zum Spiel gegen Melchiorshausen werden die Gäste jedoch etwas defensiver ausgerichtet in die Partie gehen, abwarten und dann mit ihren schnellen Spitzen auf Konter spielen. „Arsten wird ein ganz anders Kaliber sein als Melchiorshausen“, weiß Bahadir Kilcikeser. Fehlen wird den Nordbremer noch einmal Sezer Aydin aufgrund seiner Rot-Sperre. Ralf Bela Prieß kehrt hingegen wieder in den Kader des SV Türkspor zurück.

Egon-Kähler-Straße, So., 15 Uhr

SV Grohn - VfL 07 Bremen: Das 0:0 im Hinspiel beim Tabellensechsten macht Jan-Philipp Heine, Spielertrainer des SV Grohn, Mut. „Damals wäre für uns sogar noch mehr möglich gewesen“, erinnert sich Heine und weiß, dass die „Husaren“ mit einem Heimsieg einen ganz großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen können. Deshalb möchte der SV Grohn die Partie auch unbedingt über die Bühne bringen, ganz gleich, wie die Wetterverhältnisse sein werden. „Noch sind wir guter Hoffnung, auf den Rasen gehen zu können“, sagte Jan-Philipp Heine am Donnerstag, zur Not wird aber auch der Schlackeplatz hergerichtet.

„Egal wo wir spielen, wir werden zu Hause für unsere Zuschauer wieder alles reinhauen, und vielleicht gelingt uns dann ja wieder ein Dreier“, so der SVG-Übungsleiter. Angeschlagen ist zurzeit der 2:1-Siegtorschütze aus dem Lemwerder-Spiel, Gezim Bullari, ihn plagen Knieprobleme. Ebenfalls fraglich ist der Einsatz von Stammspieler Jeremy Boxberger, dem eine malade Leiste zu schaffen macht.

Sonntag, 15 Uhr, Oeversberg

DJK Germania Blumenthal – SV Lemwerder: Nach dem 0:1 bei OT Bremen ist die Lage für die DJK im Abstiegskampf weiterhin bedrohlich, schließlich beträgt der Vorsprung auf Rang 15 lediglich drei Zähler. Dort ist der TSV Hasenbüren beheimatet, der jedoch noch ein Nachholspiel zu absolvieren hat. Im ersten Heimspiel des neuen Kalenderjahres darf also für die Nordbremer keine weitere Niederlage hinzukommen. Unmissverständlich formuliert es dabei DJK-Trainer Aydin Pekyalcin: „Ein Sieg muss her.“ Nur drei Punkte bringen die „Germanen“ einen Schritt aus dem Tabellenkeller heraus.

Dabei dürfte die Aufgabe gegen den Tabellenletzten aus der Wesermarsch kein Selbstläufer werden, denn der SV Lemwerder verlor seine beiden Punktspiele in diesem Jahr nur äußerst knapp (0:1 und 1:2). „Wir werden Lemwerder, auch wenn sie Letzter sind, ernst nehmen“, sagt Aydin Pekyalcin und fordert seine Spieler auf, das Spiel konzentriert anzugehen. Möglicherweise kann bei entsprechenden Witterungsbedingungen das Nordderby sogar auf dem Rasenplatz des Burgwall-Stadions ausgetragen werden. Bei den Kraftsportlern sind fast alle Akteure einsatzbereit, lediglich Ibrahim Tiras dürfte verletzungsbedingt passen müssen.

Für Fabian Wilshusen, Trainer des SV Lemwerder, geht es in erster Linie um die Fortsetzung der zuletzt gezeigten Auftritte. „Wenn wir das wieder so angehen, treten wir der DJK auf Augenhöhe gegenüber“, sagt der Neu-Trainer des SVL. Er setzt dabei auch ein wenig darauf, dass seine Mannschaft vom Gastgeber schon etwas unterschätzt werden wird. „Die werden sicher irgendwie denken, das gewinnt man gegen uns mal eben“, ist sich Fabian Wilshusen sicher.

Ein Spiel auf dem Blumenthaler Kunstrasenplatz käme der taktischen Ausrichtung der Lemwerderaner mit ihrem gefestigten 4-4-2-System durchaus entgegen, denn der kleinere Platz macht die Räume entsprechend eng. „Da ist es schwer durchzukommen“, sagt Fabian Wilshusen. Er muss personell lediglich auf den gelb-rot gesperrten Ibrahim Almohammad verzichten und im Tor den beruflich unabkömmlichen Paul-Philipp Lapsien ersetzen. Für ihn wird Marc-Oliver Jung zwischen die Pfosten gehen.

Sonntag, 15 Uhr, Burgwall

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