Geplante Sanierung Info-Veranstaltung zum Tanklager Farge

Die Bürgerinitiative Tanklager Farge lädt alle Interessierten zu einer Informations- und Fragestunde via Zoom ein. Schwerpunkt sind die Ergebnisse eines Planungswettbewerbs zu einer neuen Sanierungsstrategie.
23.03.2021, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Info-Veranstaltung zum Tanklager Farge
Von Patricia Friedek

Der Verein „Bürgerinitiative Tanklager Farge“ veranstaltet am Donnerstag, 25. März, eine virtuelle Informations- und Fragestunde für interessierte Bürgerinnen und Bürger zur geplanten Sanierung auf dem Gelände des Tanklagers Farge. Die Veranstaltung ersetzt eine Bürgerversammlung, die in den vergangenen Monaten aufgrund der Pandemie nicht möglich war. „Ich hoffe, dass auch eine virtuelle Veranstaltung viele Betroffene und Interessierte anspricht“, sagt Heidrun Pörtner, Vorsitzende der Bürgerinitiative.

Das Tanklager Farge war das größte künstlich angelegte unterirdische Tanklager der Welt. Der betroffene Bereich am Verladebahnhof II wurde mittlerweile stillgelegt. Das Anliegen der Bürgerinitiative: Während der Nutzung des Tanklagers in Farge sind etliche Tonnen Benzin und andere Kraftstoffe in den Boden gelangt. Die Schadstoffe gelangen nach und nach in das Grundwasser und können damit zu einer Gefahr für das Trinkwasser werden. Die Initiative fordert eine Sanierungsstrategie der Bereiche mit vergiftetem Grundwasser. Die Wasserqualität bislang nicht erkennbar besser geworden sei.

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Ein Schwerpunkt des Infoabends ist ein Planungswettbewerb für neue Sanierungsverfahren, der bereits im vergangenen Jahr durchgeführt wurde. Im September hatte die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) die Ergebnisse vorgestellt. Die Entscheidung fiel auf den Vorschlag einer gründlichen Quellensanierung. Der Boden rund um den ehemaligen Verladebahnhof soll demnach in großem Umfang ausgebaggert und gereinigt werden. Es handelt sich um eine Fläche von etwa 6000 Quadratmetern und eine Tiefe von rund 16 Metern.

Die BIMA geht von Kosten von mindestens 20 Millionen Euro aus. Die Arbeiten sollen in knapp zwei Jahren beginnen und mehrere Jahre dauern. Mit der bisherigen Strategie könne ein Abfluss der Schadstoffe ins Grundwasser nicht langfristig verhindert werden, bemängelte die Bürgerinitiative. Das Ergebnis des Planungswettbewerbs befürwortet der Verein hingegen.

Der Infoabend am Donnerstag wird mit der Videokonferenz-Plattform Zoom veranstaltet. Unter anderem ist Rainald Brede, Projektleiter der BIMA, anwesend. Die Veranstaltung fängt um 19 Uhr an und ist für jedermann zugänglich. Über die Email-Adresse info@tanklagerfarge.de können Interessierte die Zugangsdaten anfordern. Auch auf der Vereinswebsite www.tanklager-farge.de stellt die Initiative den Zoom-Link bereit. Ab 18.30 Uhr kann die Verbindung am kommenden Donnerstag getestet werden.

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