Fußball-Regionalliga der C-Junioren Irgendwie drinbleiben

Der Blumenthaler SV muss sich ab Sonnabend 13 Uhr auf norddeutscher Ebene bewähren. Das Moussalli-Team startet mit einem Heimspiel gegen den SV Werder Bremen, der zu den Titelanwärtern zählt.
22.08.2019, 15:53
Lesedauer: 2 Min
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Von Karsten Hollmann

Blumenthal. Die Fußball-C-Junioren des Blumenthaler SV wollen auf keinen Fall eine Wiederholung der Saison 2013/2014 in der Regionalliga Nord erfahren. Damals stiegen die Nordbremer mit nur sechs Punkten und einem Torverhältnis von 10:64 sang- und klanglos wieder aus der höchsten deutschen Spielklasse ab. Mit der am Sonnabend um 13 Uhr am heimischen Burgwall beginnenden Serie gegen einen der Meisterschaftsfavoriten, SV Werder Bremen, soll alles anders werden.

„Wir wollen kein Kanonenfutter sein. Ich kann mir angesichts der Testspiele in der Vorbereitung allerdings auch nicht vorstellen, dass wir ein Waterloo erleben werden“, sagt Blumenthals Trainer Peter Moussalli. Beim heimischen Turnier mit 14 höherklassigen Teams reichte es schließlich immerhin zu Platz fünf für den Aufsteiger. „25 Minuten Spielzeit waren allerdings auch nicht besonders aussagekräftig“, räumt Moussalli ein. Dieser erwartet ein Titelkampf zwischen Werder, dem HSV, Hannover 96 und dem FC St. Pauli. „Solche Klubs haben natürlich ganz andere Rahmenbedingungen. Wir sind dagegen nur ein Dorfverein“, gibt Peter Mousalli zu bedenken. Mit den Teams wie dem VfB Lübeck, Eintracht Braunschweig, SC Vorwärts Wacker, Holstein Kiel und dem JFV Nordwest sehe er seine Mannschaft aber etwa auf Augenhöhe: „Da wird die Tagesform entscheiden.“

Peter Moussalli war bereits zuvor Coach des jüngeren C-Jugend-Jahrgangs, der in der Bezirksliga als Blumenthaler SV II Platz vier belegte. „Wir haben sowieso schon immer unsere besten Spieler an die erste Mannschaft abgegeben, die auch einen großen Anteil am Aufstieg hatten“, versichert Moussalli. Er muss gleich 14 neue Spieler integrieren. „Wenn man aufsteigt, kommen die Spieler schon fast von ganz alleine. Die Mannschaft muss sich aber erst finden. Da brauchen wir ein bisschen Geduld“, so der 47-Jährige. Die größte Hoffnung setzt der Klubchef allerdings in einen bereits zuvor für die Blau-Roten aufgelaufenen Kicker. Stürmer Jonas Paeslack traf regelmäßig in den Freundschaftsspielen. „Jonas ist extrem zweikampfstark, ehrgeizig und hat sich zuletzt super entwickelt“, betont Peter Moussalli. Paeslack ist auch bereits den Verantwortlichen von Werder Bremen aufgefallen. Der Angreifer absolvierte auch schon das eine oder andere Probetraining bei den Grün-Weißen. Ein Wechsel ist aber zumindest vorerst vom Tisch.

Der Coach erwartet eine extrem schwere Auftaktaufgabe mit dem Heimspiel gegen Werder Bremen. Insgesamt sieht er seine Formation aber bestens gerüstet für die neue Spielzeit: „Wir haben sehr hart gearbeitet und zuletzt viermal die Woche trainiert. Körperlich sind wir dementsprechend hervorragend aufgestellt.“ Alle Beteiligten hätten auch eine riesige Lust auf die Regionalliga. Das Unternehmen Klassenerhalt könnte aber schwierig werden. „Da vier Teams absteigen, müssen wir schon Zehnter werden. Das wird schwer. Dennoch werden wir versuchen, irgendwie drinzubleiben“, erklärt Moussalli. Ihm zur Seite steht Rainer Raute sowie mit Jannik Brüggemann ein weiterer Co-Trainer, der in der vergangenen Saison bereits Erfahrungen in der B-Junioren-Regionalliga beim SC Borgfeld gesammelt hat.

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