Fußball-Lotto-Pokal Keine große Pokal-Hürde

Der nächste Pokal-Heimgegner SC Vahr-Blockdiek (21. August/18.30 Uhr) dürfte für die DJK Germania Blumenthal ein anderes Kaliber werden als der Bremerhavener Vertreter BSC Grünhöfe (Kreisliga).
13.08.2019, 15:40
Lesedauer: 3 Min
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Von Marc Gogol und Karsten Hollmann

Blumenthal. Der nächste Pokal-Heimgegner SC Vahr-Blockdiek (21. August/18.30 Uhr) dürfte für die DJK Germania Blumenthal ein anderes Kaliber werden als der Erstrunden-Kontrahent im Fußball-Lotto-Pokal, der Bremerhavener Vertreter BSC Grünhöfe (Kreisliga). Gleich mit 17:0 (8:0) behielten die Schützlinge von Trainer Aydin Pekyalcin ungefährdet die Oberhand. Dagegen musste sich der 1. FC Burg gegen den Landesligisten TS Woltmershausen beugen (1:6).

BSC Grünhöfe – DJK Germania Blumenthal 0:17 (0:8): Die Treffer für die Nordbremer verteilten sich zeitlich relativ gleichmäßig über die 90 Minuten. Abdullah Tiras, der in Minute sieben auch den Torreigen eröffnete, Kerem Caliskan und Marcel Wilpert durften sich gleich dreimal in die Torschützenliste eintragen. Die Gastgeber hatten überhaupt keine Torchance zu verzeichnen. Insofern zeigte sich Coach Aydin Pekyalcin mit dem Auftreten seiner Mannschaft im ersten Pflichtspiel der neuen Saison auch komplett zufrieden.

„Es war wichtig, dass wir den Gegner ernst genommen haben, wie wir jeden Gegner ernst nehmen wollen“, sagte der DJK-Trainer. Seine Mannschaft habe das, was man sich vorgenommen hatte, sehr gut umgesetzt und das über die gesamten 90 Minuten hinweg, betonte Aydin Pekyalcin.

Der Klassenunterschied machte sich natürlich spielerisch und auch konditionell schnell bemerkbar. Dennoch ließen die Nordbremer Akteure in Sachen Disziplin nicht nach und erarbeiteten sich immer weiter gute Torchancen. Aus der geschlossenen Mannschaftsleistung wollte Aydin Pekyalcin keinen seiner Akteure besonders herausheben, dennoch war zu vermerken, dass dem zehn Minuten zuvor eingewechselten Burak Öztekin ein sehenswertes „Sonntagstor“ (Pekyalcin) gelang. Der DJKler traf in der 86. Minute aus rund 25 Metern Torentfernung mit einem Fallrückzieher in die Maschen.

Aufgrund des 100-jährigen Vereinsjubiläums des Burgwall-Nachbarn Blumenthaler SV haben die „Germanen“ zum Punktspielauftakt am kommenden Wochenende noch frei, das Heimspiel gegen die SG Findorff wurde auf den 3. Oktober verlegt. So greifen die Pekyalcin-Mannen erst mit dem Auswärtsspiel bei Tura Bremen am 24. August um 18 Uhr in den Landesliga-Spielbetrieb ein.

1. FC Burg – TS Woltmershausen 1:6 (0:2): Burg hat sich ehrenhaft aus dem Pokal verabschiedet. Der Bezirksliga-Aufsteiger zog sich gegen den TSW sehr ordentlich aus der Affäre. „Woltmershausen war vielleicht den einen Tick besser und hat deshalb auch verdient gewonnen. Aber das 1:6 spiegelt nicht den wahren Spielverlauf wider“, versicherte Burgs Trainer Sascha Steinbusch.

Die Gastgeber betrieben einen wahren Chancenwucher. Alleine Julian Kubicek scheiterte viermal am Querbalken. Bereits in der Anfangsphase testete der Angreifer aus der Distanz die Festigkeit des Aluminiums. Zu diesem Zeitpunkt stand es noch 0:0. Als dann auch noch FC-Schlussmann Muammer Eren einen Handelfmeter bravourös abwehrte, schien für den Außenseiter alles möglich zu sein. Doch einige Minuten später leisteten sich die Hausherren einen folgenschweren Ballverlust im Spielaufbau. Björn Fender nutzte diesen zum 1:0 für den Favoriten. Wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff legte Manuel Joao Dinis Carrilho, nach einem erneuten Fehler im Spielaufbau des Heimteams, die Vorentscheidung zum 2:0 nach. Kurz zuvor hätten die Nordbremer aber ausgleichen können. Denis Schumann versäumte es jedoch, drei seiner mitgelaufenen und in der Mitte frei stehenden Mitspieler zu bedienen.

„Das hätte das 1:1 sein müssen“, ärgerte sich Sascha Steinbusch. Der Gast verlor nach 19 Minuten dann Malik-Kenneth Mannes, der nach einem unglücklichen Zweikampf ins Krankenhaus gebracht werden musste. Die Platzherren bekamen zudem Manuel Joao Dinis Carrilho nicht richtig in den Griff. Der vierfache Torschütze schlug nach 64 Minuten zum 3:0 zu, ehe Joker Omar Camara sogar auf 4:0 erhöhte. Eine Viertelstunde vor dem Ende betrieb der Bezirksligist aber wenigstens ein bisschen Ergebniskosmetik. Nach einem Freistoß von Luca Apmann köpfte Sergej Awik den Ball zum 1:4 in die Maschen.

„Dann haben wir hinten komplett aufgemacht, um noch etwas bewegen zu können“, teilte Steinbusch mit. Dank der daraus resultierenden Räume machte Manuel Joao Dinis Carrilho mit einem Doppelschlag noch das halbe Dutzend Treffer voll. Auf der Gegenseite fand Kevin Stepput nach einem Foul an Julian Kubicek mit dem fälligen Strafstoß seinen Meister in TS-Keeper Pascal Wiewrodt. Denis Schumann und Julian Kubicek scheiterten auch noch freistehend an Wiewrodt. Aber auch Eren reagierte noch ein paar Mal glänzend. „Das Spiel hätte deshalb auch 5:7 ausgehen können“, erklärte Steinbusch.

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