Fußball-Bezirksliga

Kellerduell gewonnen

Eine Prise Erleichterung dürfen sich die Kicker der TSV Farge-Rekum nach dem 27. Spieltag gönnen. Sie haben durch das mit 4:0 gewonnene Duell gegen den TSV Grolland die Abstiegsränge verlassen.
13.05.2019, 15:51
Lesedauer: 3 Min
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Von MARTIN PRIGGE

Bremen-Nord. Eine Prise Erleichterung dürfen sich die Bezirksliga-Fußballer der TSV Farge-Rekum nach dem 27. Spieltag gönnen. Sie haben durch das mit 4:0 gewonnene Duell gegen den Tabellenvorletzten TSV Grolland erstmals seit dem fünften Spieltag die Abstiegsränge verlassen.

Während der frischgebackene Meister SV Türkspor sein Auswärtsspiel beim ATSV Sebaldsbrück mit 1:0 für sich entschied, wird es jedoch im Abstiegskampf der drei anderen Nordteams immer enger – das Trio wird wohl den Abstieg unter sich ausmachen. So gab der Tabellenzwölfte Blumenthaler SV II eine 2:0-Führung noch aus der Hand und verlor am Ende 2:3 gegen die Leher TS II. Auch der SG Aumund-Vegesack II (14.) droht nach der 1:4-Niederlage beim SC Weyhe der Abstieg in die Kreisliga A, da sie nun hinter den Fargern den 14. Rang belegt.

TSV Grolland – TSV Farge-Rekum 0:4 (0:2): Dem phänomenalen 11:1-Kantersieg über den Bremer SV II ließen die Farger ein 4:0 über den Vorletzten Grolland folgen. Das Farger Trainertrio Malte Golla/Dennis Zäbe/Jerome Schröder darf sich somit weiterhin Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen, da das Team mit der SAV II die Plätze getauscht und somit einem Abstiegsplatz vorerst den Rücken gekehrt hat.

In der Anfangsphase verlief die Partie relativ ausgeglichen, doch dann machten Farges Goalgetter Christian Bohnhardt (27.) und Phillip-Malte Barnat (29.) mit einem Doppelschlag kurzen Prozess. Sebastian Heese hätte noch vor der Pause das 3:0 erzielen können. „Wir haben geduldig gespielt und defensiv gut gestanden“, berichtete Dennis Zäbe. Grolland übte zwar nach dem Wechsel mehr Druck aus, doch die Nordbremer setzten der Partie mit den Treffern von Thorben Jendroschek (3:0/60.) und erneut Phillip-Malte Barnat (4:0/76.) den Deckel drauf. Da sprach Dennis Zäbe für das Trainerteam erwartungsgemäß von Zufriedenheit.

Leher TS II – Blumenthaler SV II 3:2 (0:2): Ursprünglich hatte Blumenthal II mit einem Sieg gegen LTS II den Klassenerhalt sichern wollen. Doch das Team um Spielertrainer Daniel Rosenfeldt verzockte seine Spielbestimmtheit und gab eine 2:0-Pausenführung aus der Hand. „Es passiert uns zu oft, dass wir nach nur einem Gegentor die Köpfe hängen lassen, weil es sich gleich wie ein doppelter oder dreifacher Rückschlag anfühlt und jeder Angst hat, im Anschluss einen Fehler zu machen“, erklärte Rosenfeldt, der per Lupfer das 1:0 (7.) für die Gäste erzielte. Blumenthals Topscorer Mirko Leppek erhöhte auf 2:0 (28.).

Doch nach der Halbzeitpause wehte in der Seestadt ein anderer Wind. Zwar hätte Daniel Rosenfeldt nach dem Wiederanpfiff das 3:0 machen müssen, er vergab allerdings. So sorgte Niklas Gräfe mit dem Anschlusstreffer für einigen Wirbel (62.), ehe Christoph Wohlfahrt die schockierten Blumenthaler fünf Minuten später mit dem 2:2-Ausgleich ärgerte (67.).

Beide Mannschaften hatten ein weiteres Tor in der Folge auf dem Fuß. Kurz vor dem Abpfiff besiegelte aber Lehes Luca Bahra mit seinem Treffer zum 3:2-Endstand (88.) aus Blumenthaler Sicht einen gebrauchten Abend. „Wir müssen uns jetzt selbst aus der Schlinge des Abstiegskampfes ziehen“, sagte Daniel Rosenfeldt.

SC Weyhe – SG Aumund-Vegesack II 4:1 (1:1): „Wir stehen mit dem Rücken zur Wand und müssen jetzt punkten“, hatte SAV-Spielertrainer Manuel Broekmann in der vergangenen Woche nach dem 1:5 gegen ATS Buntentor angesichts der engen Tabellensituation erklärt. Wichtige drei Zähler im Abstiegskampf blieben der SAV-Reserve in Weyhe jedoch verwehrt, obgleich sie in der 37. Minute per Direktabnahme durch Manuel Broekmann mit 1:0 in Führung gegangen war.

„Leider sind wir nicht in der Lage, eine Führung mal in die Halbzeit zu bekommen und kassieren praktisch im Gegenzug den Ausgleich“, sprach Broekmann von zu passivem Verhalten, als Gordy Mumpese nur zwei Minuten später den 1:1-Ausgleich erzielte (39.). Die Gastgeber waren zwar die spielstärkere Mannschaft, doch „trotzdem war hier heute was drin“, sagte Broekmann.

Im zweiten Durchgang trafen noch Dirk Dennis Lampe (2:1/68.) und Florian Richter doppelt in der Nachspielzeit zum 4:1-Endstand (90.+2/90.+4). „Wenn wir am Ende absteigen, haben wir das nicht heute verspielt", erklärte Manuel Broekmann.

ATSV Sebaldsbrück – SV Türkspor 0:1 (0:1): „Wir wollen auch die letzten Spiele gewinnen“, hatte SVT-Coach Bahadir Kilickeser gesagt, nachdem sein Team in der Vorwoche durch das kampflose 5:0 gegen Leher TS II die Bezirksliga-Meisterschaft auf dem Sofa erreicht hatte. So setzten die Blumenthaler gegen Sebaldsbrück ihren erfolgreichen Weg fort – ein frühes Tor reichte ihnen zum Sieg.

Bereits nach 14 Minuten stand es 1:0 für die Gäste. Kubilay Acan, der seit langer Zeit mal wieder von Beginn an auflaufen konnte, drückte den Ball bei seiner Startelf-Rückkehr nach guter Vorarbeit von Sezer Aydin über die Linie. Warum die über die gesamte Saison äußerst torhungrig auftretende Blumenthaler Mannschaft nur ein Tor erzielte, erklärte Trainer Bahadir Kilickeser mit fehlender Kaltschnäuzigkeit im Abschluss.

„Milan Meyer und Sinan Alija hätten jeweils noch drei bis vier Tore schießen können“, so Kilickeser. Milan Meyer, der als sicherer Elfmeterschütze gilt, verschoss in der 65. Minute auch noch einen Strafstoß.

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