Blumenthaler SV

Steffen Dieckermann: Wir sind im Plan

Der neue Trainer des Fußball-Bremen-Ligisten Blumenthaler SV Steffen Dieckermann hat zu Beginn seiner Arbeit am Burgwall einen Sechs-Wochen-Plan aufgestellt.
07.08.2020, 14:02
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Von Klaus Grunewald
Steffen Dieckermann: Wir sind im Plan

Blumenthals neuer Trainer Steffen Dieckermann hat noch gute Erinnerungen an den Halbfinal-Gegner FC Huchting. Und sein Halbzeit-Fazit stärkt die Hoffnungen der Nordbremer Akteure auf den Einzug ins Finale des Lottopokals.

Christian Kosak

Momentan, sagt Steffen Dieckermann, sei er sehr zufrieden. Der neue Trainer des Fußball-Bremen-Ligisten Blumenthaler SV hat zu Beginn seiner Arbeit am Burgwall einen Sechs-Wochen-Plan aufgestellt. Und sein Halbzeitfazit stärkt die Hoffnungen der Nordbremer auf den Einzug ins Finale des Lottopokals. Ob berechtigt, wird sich am Sonnabend, 15. August, zeigen, wenn die neu formierte Blumenthaler Mannschaft zum Halbfinale beim Landesligisten FC Huchting antreten muss – Anstoß: 16 Uhr.

Dieckermann hat noch gute Erinnerungen an den Halbfinal-Gegner. Als Coach des TuS Komet Arsten erlebte er am 22. September 2019 im Landesligaspiel beim FC Huchting einen 7:2-Kantersieg seines Teams, das den Gastgebern in allen Belangen überlegen war.

Doch das ist Geschichte, aus der sich kaum substanzielle Prognosen für die Pokalbegegnung im Stadion an der Obervielander Straße ziehen lassen. Klar ist nur, dass der Blumenthaler SV als klassenhöhere Mannschaft die Favoritenrolle einnimmt. Und ebenso unmissverständlich macht Dieckermann deutlich, dass sein Team auf dem Huchtinger Rasen dafür den Nachweis liefern soll.

Der Nachfolger von Denis Spitzer als BSV-Trainer hat sich schnell am Burgwall eingelebt. Und er spricht mit Hochachtung von seiner Truppe, bezeichnet sie als gelungene Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern, die zu einer schlagkräftigen Einheit zusammenwachse. Etliche kommen aus der eigenen Jugend des Traditionsvereins und bringen das viel beschworene Gen des Blumenthaler SV mit. Die Neuen, die Dieckermann zum Beispiel aus Arsten folgten, saugen es gerade auf. „Und alle ziehen im Training ohne Abstriche mit“, freut sich der Coach.

Dieckermann spricht nach der dritten der sechs Wochen langen Vorbereitungsphase auf die neue Saison von einer „guten Truppe“, die sich auf dem richtigen Weg befinde. Der allerdings sei noch lang und keineswegs beendet, warnt der 45-jährige Fußball-Lehrer vor Hochmut. Auch gute Spiele, wie beim 3:2-Erfolg gegen den FC Paderborn II, brächten keine Punkte und seien kein Garant für den Einzug ins Pokalfinale.

Das aber wollen die Nordbremer auf alle Fälle erreichen. Und sollte das gelingen, dürften sie sich an die alte Redensart „Dreimal ist Bremer Recht“ erinnern. 2014 und 2016 verpassten sie den Pokalsieg und damit den Einzug in die erste DFB-Pokalrunde, weil sie im Endspiel auf Landesebene jeweils dem Bremer SV mit 0:1 beziehungsweise 0:3 unterlagen. In diesem Jahr ziehen die Sieger der Partien FC Huchting gegen Blumenthaler SV und SC Borgfeld gegen FC Oberneuland (16. August, 15 Uhr) im Stadion am Vinnenweg ins Finale ein. Und der Gewinner trifft in der ersten Pokal-Hauptrunde auf den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach.

Überschattet werden auch die bremischen Halbfinals vom Coronavirus. Die Leidtragenden sind vor allem die Fans. So dürfen sich während der Begegnung an der Obervielander Straße nicht mehr als 400 Personen im Stadion aufhalten; einschließlich Spieler, Trainer, Betreuer und Ordner. Bleiben für die Fans beiden Mannschaften nach Schätzung von Steffen Dieckermann rund 280 Eintrittskarten, also 140 für die Blumenthaler und 140 für die Huchtinger. Die Billets sollen allerdings nicht an der Tageskasse verkauft werden.

Die Vereine haben sich laut Bremer Fußball-Verband darauf verständigt, sie intern zu vergeben. Dennoch können alle Fans die Spiele zumindest im Internet live verfolgen. Lotto Bremen und AOK Bremen/Bremerhaven wollen die Halbfinal-Begegnungen auf sporttotal. tv übertragen. Und nicht, wie bislang üblich, mit nur einer automatisierten Kamera, „sondern in echter Live-Produktion aus sechs Kameraperspektiven und mit Kommentator“. Das Pokalfinale am Sonnabend, 22. August, soll wie in den vergangenen Jahren von der ARD im Rahmen des bundesweiten Finaltags der Amateure gezeigt werden.

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