AG setzt auf Landschaftsschutzgebiet Neue Petition soll Binnendüne retten

Blumenthal. 2005 begann der Einsatz der "Aktionsgemeinschaft Binnendüne" für den Schutz des Blumenthaler Landschaftsraumes zwischen den Straßen "Am Steending", "Im Neuen Kamp", "Wölpscherstraße" und "An der Landesgrenze". Die Bürger setzen sich seitdem gegen eine für sie unnötige Bebauung dieses Gebietes ein. "Wäre damals die Bebauung umgesetzt worden, wäre der Naturraum mit schützenswerten Tieren, Pflanzen, Biotopen, Quellbereich und dem Urnengräberfeld aus der Bronzezeit unwiederbringlich vernichtet worden", heißt es von der AG Binnendüne. Auch das Geotop der Binnendüne mit seiner Ausdehnung weit über den derzeit geschützten Bereich hinaus wäre gefährdet gewesen.
18.06.2013, 05:00
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Von Mes

Blumenthal. 2005 begann der Einsatz der "Aktionsgemeinschaft Binnendüne" für den Schutz des Blumenthaler Landschaftsraumes zwischen den Straßen "Am Steending", "Im Neuen Kamp", "Wölpscherstraße" und "An der Landesgrenze". Die Bürger setzen sich seitdem gegen eine für sie unnötige Bebauung dieses Gebietes ein. "Wäre damals die Bebauung umgesetzt worden, wäre der Naturraum mit schützenswerten Tieren, Pflanzen, Biotopen, Quellbereich und dem Urnengräberfeld aus der Bronzezeit unwiederbringlich vernichtet worden", heißt es von der AG Binnendüne. Auch das Geotop der Binnendüne mit seiner Ausdehnung weit über den derzeit geschützten Bereich hinaus wäre gefährdet gewesen.

Zur Unterschutzstellung dieser Flächen als Landschaftsschutzgebiet hatte die AG Binnendüne im Jahr 2011 eine Online-Petition beim Petitionsausschuss der Bremer Bürgerschaft eingereicht. Diese sei im August des gleichen Jahres positiv beschieden worden. Eine Stellungnahme durch den damaligen Senator für Umwelt und Bau, besage, dass "...nicht mehr beabsichtigt ist, dieses Gebiet mit einem Bebauungsplan zu einem Wohnungsbaugebiet zu entwickeln".

Doch die Aktionsgemeinschaft Binnendüne schlägt Alarm. In einer Pressemitteilung heißt es: "Bis heute ist kein aktives Handeln seitens des Senates zur Umsetzung der Petition zu verzeichnen. Eher wurde der Entscheidung entgegen gehandelt. Aktuell bedrohen mehrere begonnene und geplante Baumaßnahmen in direkter Nachbarschaft wieder das Areal der Binnendüne. Erneut ist der Lebensraum zahlreicher schützenswerter und geschützter Tier- und Pflanzenarten gefährdet."

Die AG hat aus diesem Grund durch ihren Mitstreiter Oliver Seegelcken erneut eine Online-Petition bei der Bremer Bürgerschaft eingereicht. Darin wird die Umsetzung der 2011 positiv beschiedenen Petition verlangt und der Landschaftsschutz für das beschriebene Gebiet nochmals eingefordert.

Die AG macht in diesem Zusammenhang auch deutlich, dass Schirmherrin Karoline Linnert während eines Termines im vergangenen Monat in Blumenthal unterstrichen habe, dass sich ihre Partei an den Koalitionsvertrag halten werde und die Bebauung des Gebietes nicht zuließe. "Mit der Online-Petition soll auch der Koalitionspartner SPD an die positiv beschiedene Petition aus 2011 und nicht zuletzt den gültigen Vertrag erinnert werden", so Joachim Bothe, Mitstreiter der Aktionsgemeinschaft. Weitere Informationen gibt es auch unter www.ag-binnenduene.de.

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