Blumenthaler SV

Raus in Habenhausen, rein beim BSV

Christoph Meyer löst den beruflich bedingt nicht mehr zur Verfügung stehenden Tarek El-Achmar als Trainer bei den A-Junioren des Blumenthaler SV in der Fußball-Verbandsliga Bremen ab.
31.01.2020, 16:12
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Von Karsten Hollmann
Raus in Habenhausen, rein beim BSV

Christoph Meyer (links, neben Habenhausens Cheftrainer Wilco Freund) ist nun beim Blumenthaler SV im Einsatz.

Thorin Mentrup

Blumenthal. Christoph Meyer löst den beruflich bedingt nicht mehr zur Verfügung stehenden Tarek El-Achmar als Trainer bei den A-Junioren des Blumenthaler SV in der Fußball-Verbandsliga Bremen ab. Der ehemalige B-Junioren-Coach der Blau-Roten ist in der Winterpause nach einem Jahr als Co-Trainer beim Herren-Bremen-Ligisten Habenhauser FV entlassen worden und stand somit für ein neues Amt zur Verfügung.

„Als mich Jugendleiter Ramzi Mahjoub anrief, um mich zu fragen, ob ich Interesse habe, die A-Junioren des Blumenthaler SV zu trainieren, habe ich um zwei Tage Bedenkzeit gebeten“, teilte Christoph Meyer mit. In dem ausführlichen Telefonat seien aber bereits alle wichtigen Punkte besprochen worden.

„Eigentlich wollte ich bis zum Sommer pausieren, um mich auf die Familie und den Trainerschein zu konzentrieren“, meinte der 37-jährige Coach. Das Jahr in der Bremen-Liga beim Habenhauser FV habe schon einige Entbehrungen im Hinblick auf das Familienleben mit sich gebracht. „Nachdem ich eine Nacht über das Angebot des BSV geschlafen habe, war mir aber klar, dass ich das Angebot annehme. Ich kann schließlich eine Leistungsmannschaft trainieren und das auch noch nahe an meinem Wohnort“, erklärte der Neuenkirchener.

Die Entlassung in Habenhausen sei für Meyer überraschend gekommen. „Gerne hätte ich die Saison als Co-Trainer noch zu Ende gebracht. Aber man teilte mir in einem offenen Gespräch mit, dass man der Meinung ist, dass ich den Aufwand mit der Arbeit, der Fahrt von Schwanewede nach Habenhausen zum Training und so weiter nicht gewährleisten kann und meine Emotionalität im Trainersein leiden würde, von der ich lebe“, ließ der Familienvater wissen.

Zudem sei er aktuell dabei, seine Trainer-Lizenz zu erlangen. Um pünktlich auf dem Trainingsplatz zu stehen, sei Meyer teilweise in seiner Arbeitskleidung direkt zum Training gefahren. „Der Verein wollte einfach noch einmal im Abstiegskampf etwas anderes probieren“, sagte Christoph Meyer. Er sei aber stolz darauf, dass die Habenhauser den einzigen Sieg in der Hinrunde der Bremen-Liga gegen den ESC Geestemünde unter seiner Regie geholt hätten.

Als Co-Trainer habe er einen gewissen Gestaltungsspielraum gehabt. „Wilco Freund hörte sich meine Meinung und meine Sichtweisen an. Wir haben stets auf Augenhöhe diskutiert. Ich war vom ersten Tag komplett in die Trainingsarbeit integriert und konnte eigene Ideen einbringen oder auch ganze Trainingseinheiten alleine leiten. Das hat einfach Spaß gemacht“, beteuerte Christoph Meyer. In der Bremen-Liga sei aber alles eine Nummer größer als im Jugendbereich.

„Ich durfte ganz andere Blickwinkel und Herangehensweisen kennenlernen. Für meine persönliche Entwicklung ist das wichtig. Das bringt mich weiter“, stellte Meyer fest. Für die Sommer-Saison mit Blumenthals A-Junioren stelle sich Christoph Meyer eine Position im oberen Bereich vor. „Platz eins bis vier wäre super und auch realistisch“, so der gelernte Kaufmann, der mittlerweile im Garten- und Landschaftsbau tätig ist.

„Natürlich gibt es mit dem SC Borgfeld und dem FC Oberneuland starke Konkurrenz. Da muss man schon eine ganze Serie auf einem konstant hohen Niveau spielen, um diese Teams hinter sich zu lassen“, gab Christoph Meyer zu bedenken. Tarek El-Achmar musste sein Traineramt zur Verfügung stellen, da es ihn als Gebietsverkaufsleiter einer Firma für den arabischen und türkischen Raum nach Hamburg verschlug.

„Ich würde den Verein aber gerne weiter als Team-Manager begleiten“, teilte Tarek El-Achmar mit. Wie sehr er sich in dieser Hinsicht einbringt, hinge nun auch von Christoph Meyer ab.

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