Artistenfamilie Traber zeigt in Blumenthal, was mit Fahrzeugen so alles möglich ist / Höhepunkt sind zwei Monstertrucks Schrottpressen auf vier Rädern

Familie Traber in Blumenthal. Mit einer Monstertruck- und Stuntshow nach amerikanischem Vorbild präsentierte sich die Düsseldorfer Artistenfamilie auf einem Supermarktparkplatz. Dem Motto "Super-Show auf heißen Reifen" haben die Stuntmen dabei alle Ehre gemacht.
30.07.2013, 05:00
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Von Nicolas Dohrmann

Familie Traber in Blumenthal. Mit einer Monstertruck- und Stuntshow nach amerikanischem Vorbild präsentierte sich die Düsseldorfer Artistenfamilie auf einem Supermarktparkplatz. Dem Motto "Super-Show auf heißen Reifen" haben die Stuntmen dabei alle Ehre gemacht.

Blumenthal. Wer sich am späten Sonntagnachmittag in der Nähe des Aktiv Discounts in der Heidlerchenstraße befindet, der bekommt ordentlich etwas auf die Ohren. Kreischendes Metall und brüllender Motorenlärm erfüllen die Luft. Auf dem Parkplatz des Supermarktes geht es hoch her. Los geht es mit den Jüngsten der Familie. Der acht Jahre alte Louis Traber führt gemeinsam mit seinem elfjährigen Bruder Johnny Traber junior Artistik auf Quads und Motocross-Maschinen vor. Kleinere Sprünge, Balance auf zwei Reifen sowie der sogenannte Superman – bei dem Louis sich während der Fahrt flach auf den Sitz legt – gehören zu ihrem Programm. Der elfjährige Johnny junior stellt auch seinen Mut unter Beweis, als er, wie ein Tiger in einer Zirkusshow, mit dem Motorrad durch einen Feuerring springt.

Diese Aktion gehört auch zum Programm von Marcel Traber. Der als Feuerteufel der Familie angekündigte Artist zeigt seine Fahrkünste jedoch nicht nur auf dem Motorrad, auch mit dem Auto kann der 18-Jährige schon besser umgehen als die meisten langjährigen Fahrer. Mit dem Gelände-Motorrad springt er über drei Kleinwagen. Seinem Ruf als Feuerteufel macht er alle Ehre, als er mit einem Motorrad durch eine brennende Wand rast.

Die Vorführungen der Traber-Familie sollen allerdings nicht nur Show sein. Auch einen lehrreichen Effekt sollen sie haben. "Falls Sie mal falsch herum in eine Einbahnstraße fahren, können Sie so am besten wieder herauskommen", kündigt Hans-Lutz Traber, der Kopf der Familie, die Vorführung seines Sohnes Johnny an. Der 35-Jährige zeigt mit seinem umgebauten 3er-BMW einen sogenannten J-Turn, bei dem man aus dem Rückwärtsfahren heraus eine 180 Grad Drehung macht, um sofort vorwärts weiterfahren zu können.

Johnny Traber, Juniorenmeister im Motorradspringen über Autos, bindet das Publikum in seine Vorführung ein. Gemeinsam mit einer Freiwilligen aus dem Publikum zeigt er auf dem Quad einen "Wheelie", bei dem über eine längere Strecke nur auf den Hinterrädern gefahren wird. Als er dann beweist, dass man sich auch im Auto auf nur zwei Rädern fortbewegen kann, nimmt der dreifache Vater gleich vier Zuschauerrinnen mit auf die Strecke.

Im Fahren auf zwei Rädern ist vor allem Hans-Lutz Traber absoluter Profi. Unter anderem hält er den Rekord für die längste Distanz bei einer Fahrt auf zwei Rädern. Ganze 158 Kilometer hat er dabei auf dem Nürburgring zurückgelegt. Am Sonntag zeigt er dem staunenden Publikum, dass man auch für eine 360-Grad-Drehung keine vier Räder am Boden haben muss.

150 Zuschauer sind zu wenig

Laut wird es dann noch einmal am Ende. Autos fliegen durch die Luft, als Johnny Traber zunächst einen Überschlag vorführt, bevor er einen auf dem Kofferraum aufgestellten Wagen rammt. Hier ist das Timing wichtig, um nicht vom Schrottauto erdrückt zu werden. Das Ende der Show markieren die beiden Monster Trucks "Hellboy" und "Car-Killer". Gesteuert von Johnny und Marcel Traber fahren die vier Tonnen schweren Trucks über die gespendeten Wagen und pressen sie aufs Kleinformat.

Während die Show selbst zwar ohne Probleme abläuft, zeigt sich Hans-Lutz Traber allerdings am Schluss nicht wirklich zufrieden. "Ungefähr 150 Zuschauer sind heute gekommen, da haben wir viel mehr erwartet. Ich meine, genug Menschen leben hier ja." Leichte Probleme bereitet auch der Platzmangel auf dem Parkplatz. Dadurch lässt sich die Familie jedoch nicht davon abhalten, ihre professionell inszenierte Show auf die Beine zu stellen.

Bei aller Professionalität und allen Risiken für die Artisten kommt der Humor trotzdem nicht zu kurz. Lacher gibt es zum Beispiel, als Johnny eine Fahrt abbricht, weil er "ein Klopfen hinter der Nockenwelle", hört. Wie sich herausstellt, handelt es sich bei dem scheinbar technischen Problem dann aber um den jüngsten Spross der Familie, der sich vor einem gefährlichen Stunt in den Kofferraum geschlichen hat.

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