Sommergespräch über den Stadtteil

Sport- und Kulturwoche für Blumenthal

Ehrenamtliche und Politiker haben beim Sommergespräch Ideen zur Stärkung des Stadtteils ausgetauscht. Ein Vorschlag: die Organisation einer Sport- und Kulturwoche.
22.09.2020, 07:00
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Von Anna Prigge
Sport- und Kulturwoche für Blumenthal

Oliver Fröhlich will jetzt eine Organisationsgruppe bilden, die sich mit der Umsetzung der Ideen aus dem Sommergespräch befasst.

JASPERSEN

Blumenthal. Politiker, Kulturschaffende und Vereinsvertreter aus Blumenthal waren sich einig: Gemeinsam kann ihr Stadtteil weiter vorangebracht und lebenswerter gestaltet werden. Auf Einladung des neuen Ortsamtsleiters Oliver Fröhlich tauschten rund dreißig engagierte Blumenthaler jetzt bei einem Sommergespräch ihre Ideen zur Belebung der Kultur- und Sportbranche des nördlichsten Stadtteils aus. Es ist womöglich einer der letzten warmen Sommertage des Jahres, an dem Blumenthaler Politiker mit Ehrenamtlichen und Kulturschaffenden auf dem ehemaligen Gelände der Bremer Wollkämmerei zusammengekommen sind. Neben Oliver Fröhlich möchten auch der Bürgerschaftsabgeordnete Elombo Bolayela (SPD), Beiratssprecher Hans-Gerd Thormeier (CDU) sowie Beiratsmitglied Baris Kartal (SPD) Ideen sammeln, wie Blumenthals schöne Seiten in der Öffentlichkeit mehr hervorgehoben werden können.

„Hier in Blumenthal soll sich etwas bewegen“, betont der Vorsitzende des Ausschusses für Kultur, Baris Kartal. Bei der Planung für die Weiterentwicklung Blumenthals im nächsten Jahr sollen alle Vereine des Stadtteils miteinbezogen werden, betont er. „Wir wollen das Ganze größer denken“, kündigt auch der Blumenthaler Beiratssprecher Hans-Gerd Thormeier an. Blumenthal zu beleben, funktioniere nur in Zusammenarbeit mit allen Sportvereinen und Kulturschaffenden. Das ist Oliver Fröhlich wichtig, Alleingänge seien nicht seine Art, weshalb er sich sehr über den Ideenaustausch mit den Blumenthalern freue. Großen Anklang bei den Anwesenden findet die Idee einer alljährlichen Sportmesse, bei der Blumenthaler Vereine ihr Angebot präsentieren können. Bei einer solchen Messe bestehe die Möglichkeit für Vereine, neue Mitglieder zu gewinnen und die Blumenthaler Bevölkerung aktiver in die Sportvereine einzubeziehen, so Thormeier. Gerade Kinder sollten aus Sicht der Vereinsvertreter die Chance erhalten, verschiedene Sportarten unverbindlich ausprobieren zu können.

Eine Blumenthaler Mutter berichtet von der Schwierigkeit, sich gebündelte Informationen über Blumenthaler Sport- und Kulturveranstaltungen zu beschaffen. Der darauf folgende Vorschlag, eine zentrale Informationsseite über alle Vereine und Veranstaltungen in Blumenthal, auf der Internetseite des Ortsamts zu verankern, wird von Oliver Fröhlich notiert. Elombo Bolayela plädiert für eine gesamte Sport- und Kulturwoche, die jährlich in Blumenthal stattfinden soll. An aktiven Menschen und Vereinen fehle es nicht in Blumenthal, „aber wir müssen das koordinierter und gemeinsam machen“, betont der Bürgerschaftsabgeordnete. Die Gesprächsrunde sammelt hierzu viele Ideen. Über die mögliche Umsetzung eines Laufs durch den Stadtteil und über Sportveranstaltungen, bei denen alle Vereine mitwirken sollen, wird diskutiert. Das Freibad Blumenthal, Wätjens Park oder das Gelände der Farger Schützengesellschaft sind nur einige der genannten möglichen Örtlichkeiten in Blumenthal für solche Veranstaltungen. Eine Sport- und Kulturwoche sollte laut Fröhlich regionale Angebote stärken, aber zugleich die präsentierten Themen auch überregional bekannt machen. Dass der Stadtteil die Voraussetzungen für eine vielfältige Sport- und Kulturwoche bietet, darin sind sich alle Anwesenden einig. Ein derartige Woche ließe sich leicht füllen, findet auch Rainer Frankenberg. „In Blumenthal gibt es eine tatkräftige Vereinslandschaft“, begründet der Vorsitzende des Fördervereins Wätjens Park.

Nicht nur Sport und Kultur sollten bei gemeinsamen Projekten gleichermaßen berücksichtigt werden, auch die verschiedenen Ortsteile von Blumenthal müssten alle miteinbezogen werden. „Wir wollen alle einzelnen Ortsteile beleben, alle sollen mitgenommen werden“, stellt Beiratsmitglied Baris Kartal klar. Ortsamtsleiter Fröhlich pflichtet ihm bei, „selbstverständlich soll das gesamte Stadtteilgebiet gezeigt werden“. Er zeigt sich zuversichtlich: „Die Bereitschaft hier ist sehr groß, etwas gemeinsam auf die Beine zu stellen.“ In den kommenden Monaten solle eine Organisationsgruppe gebildet werden, die dann die konkrete Umsetzung und Planung in Angriff nehmen wird.

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