Fußball-Bremen-Liga

Spitzer wechselt zwei Torschützen ein

Blumenthaler SV behauptet sich beim Aufsteiger FC Union 60 nach zähem Ringen mit 4:3
29.09.2019, 19:47
Lesedauer: 2 Min
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Von Karsten Hollmann
Spitzer wechselt zwei Torschützen ein

Sebastian Kurkiewicz (rechts) erzielte mit einem spektakulären Tor Blumenthals 1:1-Ausgleich.

Frank Thomas Koch

Blumenthal. „Mach' nicht wieder so ein hohes Ding“, ordnete Gerrit Becker, der Co-Trainer des Blumenthaler SV, in der 69. Minute Mola Lamine Khan bei einem Eckball an. Dieser tat in der Partie der Fußball-Bremen-Liga beim Vorletzten FC Union 60 wie geheißen und beförderte den Ball von der linken Seite zum immens wichtigen 3:2 direkt ins Netz. Am Ende landeten Nordbremer einen 4:3-Pflichtsieg und bleiben den Spitzenteams auf den Fersen.

Den besseren Start erwischte der Aufsteiger. Andi Marks Ramirez stützte sich bereits nach 120 Sekunden derart auf der Schulter des Ex-Blumenthalers Kebba Mboge ab, dass Referee Ralf Iwanowski gar nichts anderes übrig blieb, als auf den Elfmeterpunkt zu zeigen. Aaron Gallinger ließ sich die dicke Chance zum 1:0 für den Außenseiter nicht entgehen. Der Gast glich ebenfalls nach einer ruhenden Situation zum 1:1 aus (8.). Nach einem Freistoß von Mahdi Matar egalisierte Sebastian Kurkiewicz mit einer Mischung aus Fallrück- und Seitfallzieher spektakulär zum 1:1. Die Nordbremer ließen daraufhin durchaus geschickt das Leder durch die eigenen Reihen laufen, verpassten aber immer wieder den Abschluss. So auch nach 24 Minuten, als der gut positionierte Mahdi Matar unbedingt noch auf Sebastian Kurkiewicz abspielen wollte. „Gut, dass die den Ball ins Tor tragen wollen“, atmete FC-Co-Trainer Ottfried Keller auf.

Kurz darauf zappelte das Spielgerät aber doch erneut im Union-Netz. Nachdem Mahdi Matar noch geblockt worden war, sprang der Ball vor die Füße von Malte Tietze, der ohne Mühe zum 2:1 vollstreckte (26.). „Haltet das Tempo aber weiter hoch“, animierte Blumenthals Coach Denis Spitzer seine Schützlinge. Diese schalteten aber sofort wieder einen Gang runter. „Wir wollten dem Gegner natürlich nach dem 2:1 nicht ins offene Messer laufen, waren aber dabei zu passiv“, räumte Spitzer ein. Diese Spielweise rächte sich sechs Minuten vor der Pause. Nach einem Traumpass von Drissa Quattara tauchte Niklas Isserstedt völlig blank vor BSV-Keeper Jascha Tiemann auf und überlupfte ihn zum 2:2. Sebastian Kurkiewicz war nach einer schönen Vorleistung von Malte Tietze so überrascht über die klare Möglichkeit, dass er den Ball nicht richtig traf und kurz vor der Pause das 3:2 vergab.

Jascha Tiemann entschärfte vier Minuten nach Wiederbeginn einen Schuss von Jakob Raub nach tollem Doppelpass mit Drissa Quattara. Die Gastgeber traten nicht wie ein typischer Vorletzter auf. „Wir haben immer wieder spielerische Lösungen gesucht“, bestätigte Unions Übungsleiter Frank Dahlenberg. Seine Mannen versuchten es gerade in den zweiten 45 Minuten auch mal aus größerer Entfernung, weil Jascha Tiemann gerne mal weit vor dem Kasten stand. „Irgendwann rutscht da mal einer rein“, war sich Dahlenberg während der Begegnung ganz sicher. Doch Tiemann ließ sich nicht überrumpeln.

Nachdem Mola Khan das eingangs erwähnte 3:2 besorgt hatte, traf mit Vinzenz van Koll gleich noch ein weiterer Joker zum 4:2. Van Koll strebte nach einem Zuckerpass von Jan-Luca Warm alleine auf den Ex-Grohner Mehmet Tiras im Gehäuse der Hausherren zu und hob die Kugel zur Vorentscheidung über ihn hinweg. „Unsere Einwechselspieler waren sofort im Spiel und haben stark zu unserem Sieg beigetragen“, lobte Spitzer seine drei Joker Mola Khan, Vinzenz van Koll und Mario Vukoja. Auch auf der anderen Seite bugsierte mit Robin Kalbhenn auf Zuspiel von Aaron Gallinger noch ein Joker den Ball zwischen die Pfosten (89.). Durch das 3:4 musste der Gast noch einmal kurz um den Sieg zittern. „Wir haben es unnötig spannend gemacht“, urteilte Denis Spitzer.

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